Der 1. FC Köln hat beim 1:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg drei wichtige Punkte eingefahren. Matchwinner war Linton Maina, der nach der Winterpause einen richtigen Lauf hat.
Wie ausgewechseltFC-Angreifer über Gerüchte: „Wollte mir das nicht kaputt machen lassen“

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Linton Maina jubelt über sein Tor gegen den VfL Wolfsburg.
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Linton Maina hatte nach dem brutal wichtigen Sieg des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg nur einen Wunsch. Der 26-Jährige wollte bei der Kabinen-Party sein aktuelles Lieblingslied „Tirol“ von DJ Ötzi hören. So feiert ein Matchwinner!
Denn der Flügelspieler erzielte in der 29. Minute das goldene Tor gegen den direkten Konkurrenten. Das Besondere: Wie schon gegen die Bayern, als er nach einem Solo über den halben Platz traf, schlug Maina auch gegen die Wölfe wieder mit seinem vermeintlich schwachen Linken zu.
Maina: „Interessiert keinen mehr, wer der Aufstiegsheld war“
Oder ist das nun etwa der neue starke Fuß? „Das könnt ihr gerne mal unserem Co-Trainer sagen, er meinte nämlich, ich hätte keinen Linken“, scherzte der sichtlich gut gelaunte Torschütze nach Schlusspfiff.
Man spürt, dass der Offensivmann gerade einen Lauf hat. Maina hat die Winterpause genutzt und sich mit guten Leistungen in den Vordergrund gehievt. „Ich habe Spaß und spiele mehr“, antwortete er auf die Frage, was im Winter mit ihm passiert sei.
Während er bis Weihnachten ohne Scorer blieb, hat er in den vergangenen vier Spielen zwei Tore erzielt und eins vorbereitet. Spaß und Selbstvertrauen sind zurück.
„Es war natürlich nicht einfach, aber so eine Phase hat jeder mal. Es war ungewohnt, dass es nach so einem Jahr so passiert. Wenn andere performen, interessiert es aber keinen mehr, wer der Aufstiegsheld war“, sagte Maina über die ersten Monate unter Kwasniok.
Er ergänzte: „Ich hatte nie Gedanken, dass ich gehen will und habe es auch nie angesprochen. Ich war immer mit Spaß dabei und habe gehofft, dass die Chance kommen wird. Ich wollte mir das, was ich mir hier aufgebaut habe, nicht durch so eine Phase kaputt machen lassen.“
Also blieb er dran, lauerte auf seine Chance und profitiert derzeit davon, dass auch die Konkurrenten nicht vor schweren Phasen gefeit sind. „Ich habe von Anfang an gesagt, ich werde einen Teufel tun und Linton fallen lassen. Er hat das Herz am rechten Fleck, aber er ist jemand, der ab und zu auch mal einen freundlichen Tritt in den Allerwertesten braucht“, sagt Kwasniok und hat einen Wunsch für die nächsten Wochen: „Ich hoffe, dass aus einer guten Phase ein Dauerzustand wird.“
