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FC-GoldjungeEl Mala bezeichnet sich als Waffe: „Warum nicht?“

Der 1. FC Köln hat in Bremen die dritte Niederlage in Folge abgewendet. Said El Mala sicherte seinem Team in letzter Minute noch einen Punkt. Seine Teamkollegen verneigen sich vor dem Ausnahmetalent.

Dieser Junge ist jetzt schon Gold wert für den 1. FC Köln. Said El Mala hat sein Team in der Nachspielzeit in Bremen vor der dritten Bundesliga-Niederlage in Folge bewahrt.

Als das 0:1 bei Werder besiegelt schien, fasste sich das Ausnahmetalent in der Nachspielzeit zum x-ten Mal ein Herz, ging ins Dribbling und schloss ab. Mit Hilfe von Niklas Stark, der den Ball entscheidend abfälschte, erzielte der Youngster in seinem allerersten Einsatz über 90 Minuten bereits sein fünftes Saisontor.

El Mala trägt die Offensive des 1. FC Köln

„Es ist immer wieder Wahnsinn, vor unseren vielen Fans ein Tor zu machen. Natürlich wünscht man sich das früher. Aber solange die Qualität bleibt und es eine Waffe ist, warum nicht?“, sagte El Mala bei FC-TV.

Bewundernswert, wo der Junge seine Energie hernimmt. Denn El Mala hatte sich zuvor schon 90 Minuten aufgerieben, versuchte es immer und immer wieder und ließ sich auch nicht davon abbringen, obwohl er diverse Mal hängen blieb.

„Dass er den Unterschied machen kann, ist allseits bekannt. Wichtig ist aber auch, dass er den Willen hat, sich zu verbessern. Er hat in Bremen sicher auch den Ball ein, zweimal zu häufig verloren. Aber in diesen Duellen ist er einfach schwer zu verteidigen“, zog Lukas Kwasniok zum wiederholten Mal den Hut vor seinem Schützling.

Wenn es gefährlich wurde, dann durch ihn. Er hatte selbst die größte Chance in Durchgang eins, als er mit dem schwachen Fuß verzog, dazu bereitete er die XXL-Chancen von Eric Martel und Luca Waldschmidt mustergültig vor. Am Ende belohnte er sich für seine nächste Top-Leistung.

„Wenn du so einen Spieler mit der Qualität in deinen Reihen hast, der so ins 1 gegen 1 gehen kann und dann auch in den letzten Minuten das Risiko geht, dann hast du auch mal dieses Glück. Wichtig ist, dass er auf dem Boden bleibt und wir ihn zu seinen Stärken bringen. Dann kann er dem FC noch viel helfen“, sagte Abräumer Tom Krauß.

Kapitän Marvin Schwäbe ergänzte:  „Wir wissen, was wir an dem Jungen haben. Wir wissen, dass er für uns in gewissen Situationen einfach mit seiner Unbekümmertheit extrem guttut, dass er schwer auszurechnen ist. Und schön, dass er uns das einfach immer wieder gibt und uns hilft.“

Es war die nächste nachdrückliche WM-Bewerbung des kölschen Tor-Helden und ein eindrucksvoller Nachweis, dass er viel mehr als ein Joker ist und auch 90 Minuten Bundesliga spielen kann.

Bundestrainer Julian Nagelsmann, der El Mala zwar berief, aber dann zur U21 schickte, hatte gefordert, dass der Junge erstmal Stammspieler in Köln werden muss. Mit dem nächsten eindrucksvollen Treffer dürfte Kwasniok – zumindest in den kommenden Wochen – nicht an El Mala vorbeikommen.