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„Haut schon dazwischen“Führungsspieler gesucht: Wer jetzt Ansprüche anmeldet

Neben den spannenden Talenten sind beim 1. FC Köln auch Führungsspieler gefragt. Dabei drängt sich ein überraschender Name auf.

Der 1. FC Köln steht vor einer spannenden Saison. Der Klub setzt vermehrt auf aufstrebende Talente – auch auf dem Transfermarkt. Da passt es ins Bild, dass der Verein eine Leihe von England-Hoffnung Mikey Moore anstreben soll.

Doch natürlich wissen auch die Bosse: Nur mit talentierten Youngstern wird es nicht funktionieren. In der Mannschaftshierarchie braucht es auch Führungsspieler – zumal nach den Abgängen von Eric Martel oder auch Dominique Heintz oder Florian Kainz, deren Wort auch als Ergänzungsspieler hinter den Kulissen noch Gewicht hatte.

Sebastian Sebulonsen „lässt sich nichts gefallen“

Wer könnte diese Rolle erfüllen? Über diese Frage diskutierten die beiden Reporter Uwe Bödeker und Lars Werner in der zweiten Folge des neuen FC-Podcasts „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger.

„In puncto Hierarchie und Mannschaftsführung muss da noch ein bisschen was passieren. Und falls Said El Mala dann doch vielleicht den Verein verlassen sollte, dann fehlt dem FC auch so ein bisschen ein Gesicht“, stellte Werner fest.

Allerdings haben sich laut Bödeker zwei, drei Spieler herauskristallisiert, die durchaus Führungsansprüche anmelden. „Von Neuzugang Luka Lochoshvili habe ich das erwartet. Der hat eine ganz starke Körpersprache, eine super Mentalität, ist auch als Führungsspieler geholt worden“, erklärte er.

Ein weiterer Name kommt da auf den ersten Blick vielleicht überraschender als der des georgischen Innenverteidigers. „Auf der anderen Seite habe ich gesehen, Sebastian Sebulonsen hat da auch schon ab und zu mal dazwischengehauen.“ Das hat mich schon beeindruckt“, so der Reporter, der das Geschehen im Trainingslager vor Ort beobachtet hat, über den nach außen hin so ruhigen Norweger. „Der lässt sich da auch nichts gefallen. Wenn dann mal junge Spieler wie Jahmai Simpson-Pusey oder Reigan Heskey ein bisschen lässig, nonchalant daherkommen, da haut er schon dazwischen und sieht zu, dass da in der Teamhygiene alles stimmt und jeder an einem Strang zieht.“

Hier in die Folge reinhören:

Zudem habe auch Jan Thielmann Führungsansprüche geltend gemacht. Das FC-Eigengewächs hat sich in den vergangenen Jahren allerdings schwergetan, den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen. „Er hat natürlich die absolute FC-DNA, der trägt den FC im Herzen, der zerreißt sich immer“, betonte Werner: „Aber wenn man mal ganz ehrlich ist: Die Leistung hat da schon arg stagniert.“ Die vergangene Saison von Thielmann sei nicht überzeugend gewesen. „Aber das weiß er auch sicherlich selbst, dass das nicht überzeugend war“, so der FC-Reporter.

Ähnlich sei es bei Linton Maina gewesen, bei dem Werner es für möglich hält, dass sich auf dem Transfermarkt noch etwas tut. „Bei Jan Thielmann sehe ich das nicht so, aber das wird für ihn eine ganz entscheidende Saison“, betonte er.

Im Interview mit EXPRESS.de hatte sich Thielmann selbstreflektiert gezeigt, er bekommt von Trainer Wagner auch öffentliche Rückendeckung. Wagner plant mit Thielmann, der in der Vergangenheit auch häufiger als Rechtsverteidiger aushelfen musste, als Offensivspieler auf dem rechten Flügel. „Nur da muss wirklich noch was passieren, denn so richtige Torgefahr hat er ja auch in den vergangenen Spielen nicht ausgestrahlt, als er vorne eingesetzt wurde“, so Bödeker.

Mikey Moore klatscht den Fans Beifall.
Bericht von offiziellem Angebot
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