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FC-Frauen schnuppern an EuropaBei Sieg gegen Freiburg: Proteste gegen DFB

Anna Gerhardt (1. FC Köln) am Samstag, 24. Januar 2026, im Zweikampf mit Lisa Karl vom SC Freiburg.

Anna Gerhardt (1. FC Köln) am Samstag, 24. Januar 2026, im Zweikampf mit Lisa Karl vom SC Freiburg.

Aktualisiert

Freiburger-Doppelpack beim 1. FC Köln. Am Samstag spielten die FC-Frauen in der Bundesliga gegen die Freiburgerinnen, die Männer reisten nahezu zeitgleich Richtung Breisgau, wo es am Sonntag rund geht.

Wenn de Sonn schön schingk... Am Samstag (24. Januar 2026) trafen die Frauen des 1. FC Köln bei bestem Wetter und kühlen sechs Grad auf den SC Freiburg. Es war der 15. von 26 Spieltagen. Mit dem 1:0-Sieg hat Köln Geschichte geschrieben, soviele Punkte holten die FC-Frauen noch nie in der Bundesliga.

Das Team von Trainerin Britta Carlson schnuppert jetzt sogar an den Champions-League-Plätzen (1 bis 3 in der Tabelle). Mit 24 Zählern rückte Köln an Freiburg vorbei auf Platz sechs der Tabelle. Bremen hat auf Platz drei nur zwei Punkte mehr, allerdings auch ein Spiel weniger absolviert.

1. FC Köln: Knapper Sieg gegen den SC Freiburg

Die Kölnerinnen waren zu Beginn der Partie im Franz-Kremer-Stadion noch etwas unsicher, doch mit zunehmender Spieldauer nahmen sie das Heft in die Hand. Gute Chancen gab es auf beiden Seiten.

In der 43. Minute brachte Kölns Sandra Jessen den Ball in den Freiburger Strafraum, dort wehrte Greta Stegemann den Ball mit dem Arm ab. Schiedsrichterin Lara Wolf bleib keine Wahl, sie entschied auf Strafstoß.

Martyna Wiankowska ließ sich die Chance nicht nehmen, verwandelte eiskalt ins rechte, untere Eck. Die 1:0-Führung kurz vor der Pause war verdient. Die 1530 Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches Spiel. 

In der 65. Minute sah Freiburgs Nia Szenk Gelb-Rot nach einem Foul. Köln jetzt in Überzahl. Nur wenig später vergab Jessen das 2:0, der Ball segelte knapp am Tor vorbei. Kurz vor Schluss hatte der FC dann noch richtig viel Glück! Irina Fuchs verursachte in der 90. Minute einen Elfmeter, die FC-Keeperin machte ihren Fehler aber wieder gut und parierte. So blieb es beim 1:0 für die Kölnerinnen.

Unter der Woche hatte Trainerin Britta Carlson ihren Vertrag beim FC vorzeitig bis 2028 verlängert. Die ehemalige Co-Trainerin der deutschen Nationalmannschaft hat den FC in dieser Saison stabilisiert, nachdem die vergangene Spielzeit mit Platz 10 noch enttäuschend verlaufen war.

Carlson sagte nach dem Sieg: „Mit dem Beginn war ich nicht zufrieden, dann fehlte oft der letzte Pass. Wir haben viele Chancen hergeschenkt. Mit dem Elfer gegen uns habe ich das erste graue Haar bekommen, wir hätten das vorher entscheiden können.“

Die Trainerin meinte zum Punkterekord und zu Europa: „Ich bin natürlich froh über die 24 Punkte. Der Kölner träumt ja schnell von Europa, aber wir können das ganz gut einordnen. Unser Ziel war es eher nach oben als nach unten zu schauen. Wir nehmen alles mit, wollen uns aber erstmal etablieren. Ich sage aber auch nicht nein, wenn wir am Ende höher stehen.“

Proteste gegen DFB

Währen der Partie gab es von den Fans Proteste gegen den DFB. Auf einem Transparent war zu lesen: „Alle vereint gegen Montagsspiele“. Mit Ansetzungen am Montagabend wollte der DFB der Frauen-Bundesliga zu mehr Sichtbarkeit verhelfen, auch weil an dem Tag keine Männer spielen. Die Fans hatten für die ersten Spieltag nach der Winterpause Proteste angekündigt.

„Für uns aktive Fans, die viel Zeit im Stadion, auf dem Weg dorthin oder wieder nach Hause verbringen oder sich unter der Woche intensiv auf einen Spieltag vorbereiten, wird ein aktives Fanleben zunehmend schwieriger“, hieß es in einem Offenen Brief des Fannetzwerks der 1. und 2. Frauenfußballbundesliga. Auch die Kölner Fanclubs „Frauen Supporters Köln Fanclub“ und „Geißböckinnen Supporters“ sind dabei.

Am Sonntag spielen die Männer des FC beim SC Freiburg (17.30 Uhr, DAZN und Liveticker auf EXPRESS.de).

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