Der 1. FC Köln setzt im Abstiegskampf mit René Wagner auf einen Trainer-Nobody. Das birgt in seinem Fall nicht nur sportliche Gefahren. Wagner wurde bei seinem Start schon mehrmals verwechselt.
Verwechslungsgefahr!Neuer FC-Coach: „Für mich gab es eine Problematik“

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Selbst Experten müssen seinen Namen erstmal googeln! René Wagner (37) ist seit Sonntagabend neuer Cheftrainer des 1. FC Köln. Bislang überzeugte er als Co-Trainer, jetzt springt er plötzlich aus dem Schatten.
Ob das gut geht im knallharten Abstiegskampf? Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) ist absolut von Wagner überzeugt.
René Wagner: „Schön, dass ich danach gefragt werde“
Dass der FC auf einen Trainer-Nobody setzt, sorgte in den letzten Tagen auch für reichlich Verwirrung! Wagner wurde mehrfach verwechselt. Am Sonntag dachten zahlreiche Medien, wie EXPRESS.de oder Sport1, dass Wagner am Geißbockheim zu Gesprächen sei. Dabei war es Christian Osebold, Leiter der medizinischen Abteilung beim FC, der auf dem Gelände gesichtet wurde.
Und am Tag seiner offiziellen Vorstellung zeigten einige Medien den dritten Torhüter der Kölner, Matthias Köbbing statt Wagner. Auch Cat-Ballou-Frontmann Oliver Niesen wurde in den sozialen Netzwerken ins Spiel gebracht, weil er Wagner ähnlich sieht.
Manche witzelten sogar über Vergleiche mit FC-Präsident Jörn Stobbe oder den Kölner Ex-Trainern Gerhard Struber oder Stale Solbakken. Was alle vereint, ist die nicht vorhandene Frisur.
Wagner kann darüber lachen, nimmt es sportlich. Aber er sagt auch, von EPRESS.de darauf angesprochen: „Es ist schön, dass ich danach gefragt werde. Für den Außenstehenden ist das sehr lustig, für mich gab es aber eine Problematik, weil alle gedacht haben, dass ich Sonntag hier war. Ich habe zu Hause gefrühstückt und auf der Couch gelegen. Da habe ich auch mit meiner Frau drüber gesprochen, dass jetzt im Internet steht, ich sei am Geißbockheim.“
Wagner war also definitiv nicht bei der sportlichen Analyse der FC-Bosse am Geißbockheim dabei. Er wurde erst am Abend darüber informiert, dass die sportliche Führung jetzt auf ihn setzt.
Für die Verwechslung – besonders mit Osebold – hat Wagner Verständnis: „Tatsächlich geht es meiner Frau und Osebolds Frau auch so, dass sie uns an der Seitenlinie nicht unterscheiden können. Das ist auch dem ein oder anderen Reporter passiert. Ich möchte nochmals betonen: Wenn ich als Co-Trainer am Sonntag am Geißbockheim gewesen wäre, dann hätte ich viel falsch gemacht.“
Wagner will jetzt noch mehr richtig machen und in den kommenden Wochen mit guten Ergebnissen dafür sorgen, dass Fußball-Deutschland ihn schnell kennenlernt und auch erkennt!

