Abo

„Heute ist der Tag“Er fehlt so sehr: Kasalla mit emotionaler Geste

Sänger Basti Campmann von Kasalla, hier im Januar in Düsseldorf. Die Band trauert um ihren Techniker.

Copyright: IMAGO/Maximilian Koch

Sänger Basti Campmann von Kasalla, hier im Januar in Düsseldorf. Die Band trauert um ihren Techniker.

Aktualisiert:

Ein Jahr nach dem tragischen Unfalltod ihres Freundes und Technikers erinnert die Kölner Kultband Kasalla mit einem bewegenden Facebook-Post an Tom – und wählt dabei einen besonderen Tag.

Es ist ein Post, der mitten ins Herz trifft. Die Kölner Kultband Kasalla hat sich am Samstag (11. April) auf ihrer Facebook-Seite mit einem kurzen, aber tief bewegenden Text zu Wort gemeldet.

Die Band gedenkt ihrem verstorbenen Freund und Techniker Tom – und das nicht an dem Tag, an dem er bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam, sondern an einem anderen, ganz besonderen Datum: seinem Geburtstag.

„Heute ist der Tag, an dem du angekommen bist, nicht der, an dem du gegangen bist“

Die Band schreibt: „Tom. Heute ist der Tag, an dem du angekommen bist, nicht der, an dem du gegangen bist. Ein guter Tag. Den wir feiern. Alles Jode nach da oben. Wir heben die Gläser und die Herzen auf den, der fehlt. Mach bitte ganz viel Blödsinn heute op d´r andre Sick.“

Wenige Worte, die zeigen, dass Tom nicht nur ein zuverlässiger Techniker war, sondern ein echter Freund – ein Mensch, der gelacht hat, der Blödsinn gemacht hat, der geliebt wurde. Und der fehlt. In der Kommentarspalte wünschen ihm zahlreiche Fans alles Gute zum Geburtstag – eine schöne Geste. 

Es passierte in der Nacht zum 3. Mai 2025. Gegen 0.40 Uhr ereignete sich auf der Autobahn zwischen dem Autobahndreieck Heumar und dem Kreuz Köln-Ost das Unglück. In Fahrtrichtung Oberhausen war ein Auto mit Anhänger liegengeblieben. Ein Hindernis, das in der Dunkelheit auf einer Autobahn zur tödlichen Falle werden kann.

Kasalla hatte an jenem Abend ein Konzert im Rahmen ihrer „Nit esu laut“-Tour in Düren gespielt. Tom war mit seinem Motorrad wohl auf dem Heimweg. Er fuhr auf das liegengebliebene Fahrzeug auf. Der 55-Jährige wurde noch vor Ort reanimiert. Doch die Verletzungen waren zu schwer. Laut Polizei verstarb er kurz darauf im Krankenhaus. 

Die Nachricht von seinem Tod traf nicht nur die Band selbst, sondern die gesamte Kölner Kulturlandschaft – den Karneval, die Herzen unzähliger Menschen, die ihn gekannt oder mit ihm gearbeitet hatten.

Kasalla meldete sich in den sozialen Medien damals tief betroffen. Die Band schrieb, dass sie in ihren Gedanken bei Toms Familie und seiner Lebensgefährtin Valeska sei: „Wir sind immer für euch da“.

Doch die Band stand mit ihrem Schmerz nicht allein. Auch viele Fans, Kölner Künstlerinnen und Künstler sowie quasi der komplette Kölner Karneval trauerte um Tom. Zu den Menschen, die öffentlich Anteil nahmen, gehörten Größen wie Cat Ballou, Die Paveier, KG Ponyhof oder Carolin Kebekus. (mg)

Ein Baum ohne Blätter steht vor einer Mauer.

Baum-Zoff in Köln

Plan der Stadt macht Eigentümer stinksauer