Der 1. FC Köln hat am 16. September 2026 ein neues Mannschaftsfoto erstellt. Bei dem Termin mussten einige Spieler vorzeitig aus der Szenerie verschwinden. Jetzt ist klar, warum.
„Linton und Isak – ihr könnt gehen“Rätsel nach FC-Termin gelöst

Mitte September 2026 wurde beim 1. FC Köln auf Trainingsplatz 1 noch einmal alles aufgebaut, um ein neues Mannschaftsfoto zu erstellen. Bei bestem Sommerwetter positionierten sich die Spieler mit allen Neuzugängen auf Bänken vor dem Werbebanner.
Beim ersten Shooting Mitte Juli fehlten noch zahlreiche neue Spieler, damals wurde der Kader mit neun U21-Spielern aufgenommen. Jetzt gab es ein neues Bild mit dem tatsächlichen Profikader für die Saison 2026/27. Lediglich Marius Bülter fehlte an diesem Tag aus privaten Gründen.
1. FC Köln hat viele Nationen im Kader: 60 Prozent Legionäre
Hinter dem Geländer waren auch einige schaulustige Fans vor Ort. Sie wunderten sich, als plötzlich ein Satz fiel: „Linton und Isak – ihr könnt gehen.“ Wenig später wurden auch Alessio Castro-Montes und Gideon Mensah aufgefordert, ihren Platz zu verlassen. Doch damit nicht genug: Co-Trainer Evangelos Sbonias, Mikey Moore oder Paul Okon-Engstler mussten auch gehen.
So ging es munter weiter, bis nur noch 24 Spieler, Trainer und Betreuer vor der Kamera standen. Zu Beginn waren es noch 45. Was hatte es damit auf sich? Die Auflösung gab es am 25. September, dem Tag der Integration. Der 1. FC Köln postete die Szenen in einem Instagram-Video. Dazu die Frage: „Was wäre eigentlich, wenn Vielfalt in unserer Gesellschaft und beim FC keinen Platz hätte?“
Aus dem Mannschaftsfoto wurden nach und nach alle Spieler aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund entfernt. Im aktuellen FC-Kader spielen knapp 60 Prozent Legionäre, 15 Nationen sind dabei vertreten. Ohne Vielfalt wäre der 1. FC Köln nichts.
Der Klub setzt sich seit Jahren für Vielfalt ein – und dabei geht es nicht nur um die Herkunft. Bei der Kampagne „Lebe, wie du bist“ geht es auch um Akzeptanz, Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.
Entsprechend viele Herzen fliegen dem Verein unter dem neuen Instagram-Posting zu. „So wichtig – so ein gutes Zeichen“, „Lieber bunt als Einheitsbrei“ oder „One. Wir sind mehr. Müssen nur lauter werden. Danke, Köln“, heißt es in den Kommentaren.
Die Fans und Mitglieder sind stolz, zu einer so offenen und herzlichen Gemeinschaft wie dem FC zu gehören. „Seit 40 Jahren mein Verein … und du wirst es immer sein“, kommentiert ein Anhänger.
