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Er trainierte ihn beim FCKöln-Legende lobt SC-Profi: „Paradebeispiel“

Stephan Engels spricht beim FC-Talk.

Stephan Engels, hier am 21. August 2025 beim Talk zum 1. FC Köln neben EXPRESS-Reporter Marcel Schwamborn und Trainer Lukas Kwasniok.

Mit dem SC Freiburg reist am 2. Bundesliga-Spieltag ein ehemaliger FC-Spieler nach Köln, der am Geißbockheim zu Beginn seiner Karriere keine große Perspektive hatte.

Der Bundesliga-Auftakt ist beim 1. FC Köln geglückt, gegen den SC Freiburg steht für den Aufsteiger jetzt die Heim-Premiere an. Favorit ist das Team von Trainer Lukas Kwasniok (44) trotz der besseren Tabellenlage nach dem 1. Spieltag aber nicht.

Während der FC in seinen Saison-Ergebnissen des vergangenen Jahrzehnts nur wenig Konstanz erkennen ließ, etablierten sich die Breisgauer Stück für Stück weiter oben in der Tabelle, schnupperten in der vergangenen Saison bis zuletzt an der Champions League. Bis auf Ritsu Doan (27) konnten dennoch alle Leistungsträger gehalten werden.

Lukas Kübler: Steile Entwicklung nach FC-Abgang

Dass Rechtsverteidiger Lukas Kübler (32) mit inzwischen über 200 Pflichtspielen einer der Dauerbrenner beim Europapokalteilnehmer aus dem Breisgau werden würde, war vor knapp 15 Jahren so noch nicht zu erwarten.

Damals stand der gebürtige Bonner am Geißbockheim in der zweiten Mannschaft noch auf der Schwelle zur Profi-Laufbahn, wurde für kurze Zeit auch von FC-Legende Stephan Engels (64) trainiert. Zu jener Zeit hätte der ihm diese Entwicklung allerdings nicht unbedingt zugetraut.

Beim Vorausblick auf das Freiburger Gastspiel in Köln sagte Engels dem SC-Stadionmagazin „Heimspiel“ zunächst mit einem Lachen, er habe Kübler „für den SC Freiburg aufgebaut“. Ernster deutete er dann aber auch an, dass es damals durchaus größere Talente in seinem Regionalliga-Kader gegeben habe.

„Schon irre, was der Luki aus seinen Fähigkeiten gemacht hat. Da sieht man, was man durch Engagement, Ehrgeiz und Wille erreichen kann. Dafür ist Lukas Kübler ein Paradebeispiel“, lobte Engels seinen früheren Schützling, dem beim FC nur ein Zweitliga-Kurzeinsatz gewährt worden war.

Was Engels meint: Kübler gilt auch heute nicht als hoch veranlagt, kompensiert seine Schwächen als Muster-Profi aber mit überragender Physis, großem Trainingseifer und starker Mentalität. Ähnlich formulierte es auch SC-Kollege Matthias Ginter (31): „Er ist ein Verteidiger, wie er im Buche steht. Er haut sich in jeden Ball rein – auch im Training.“

Lukas Kübler bei einem Einwurf im Trikot des SC Freiburg.

Kraftpaket und Musterprofi: Lukas Kübler holt beim SC Freiburg das Maximum aus seinen Möglichkeiten heraus.

In Freiburg spielte Kübler neben seiner Stammposition hinten rechts auch schon in der Innenverteidigung oder vor der von Ex-Trainer Christian Streich (60) bevorzugten Dreierkette als rechter Schienenspieler mit mehr Offensivdrang.

Nach dem Abgang aus Köln 2013 lief es für Kübler zunächst holprig, in seinem ersten Zweitliga-Jahr beim SV Sandhausen spielte er auch verletzungsbedingt kaum. Doch auch am Hardtwald biss er sich durch, konnte sich schon mit seiner zweiten Saison für den Freiburg-Wechsel empfehlen.

Beim SC kam er in den vergangenen vier Jahren immer auf mindestens 30 Pflichtspiele pro Saison, stand auch zum Start in die neue Saison gegen den FC Augsburg (1:3) in der ersten Elf. Auch für die Rückkehr nach Köln ist er in der Anfangsformation von Trainer Julian Schuster (40) zu erwarten.