Abo

„Mir egal“DFL nimmt FC-Profi sein zweites Saisontor weg

Aktualisiert:

Gegen Werder Bremen jubelte Isak Johannesson über den wichtigen Sieg und seinen zweiten Saisontreffer. Doch die DFL hatte etwas dagegen.

Es war die Erlösung für den 1. FC Köln: Beim Spiel der Geißböcke gegen Werder Bremen stand das Spiel bis zuletzt auf Messers Schneide.

Der FC war im Duell gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf früh durch einen von Said El Mala (7.) verwandelten Foulelfmeter in Führung gegangen. Nach einer Notbremse von Werder-Kapitän Marco Friedl gegen Ragnar Ache agierten die Gastgeber zudem ab der 24. Minute in Überzahl.

Weltmeister Großkreutz lobt FC-Isländer: „Maschine“

Doch nachdem Ache zunächst das 2:0 besorgt hatte (65.), brachte er Werder durch ein Foul im eigenen Strafraum wieder zurück ins Spiel. Romano Schmid (76.) verwandelte den Strafstoß sicher.

In der Schlussphase verpasste es Köln bei mehreren Kontern, den Sack zuzumachen. Bis zur 7. Minute der Nachspielzeit, als Isak Johannesson nach Zuspiel von Luca Waldschmidt zum erlösenden 3:1 traf. Es war sein zweiter Bundesliga-Treffer im FC-Trikot. Oder doch nicht?

Die DFL wertete den Treffer im Nachhinein als Eigentor des bis dahin bärenstarken Werder-Torwarts Mio Backhaus. Der U21-Nationalkeeper hatte versucht, Johannessons Schuss aus spitzem Winkel zu parieren – und bugsierte ihn dabei mit der linken Faust selbst ins Tor.

Die Bundesliga-Verantwortlichen werteten diesen Eingriff in die Flugbahn des Balles als entscheidend dafür, dass die Kugel überhaupt ihren Weg ins Netz fand.

Johannesson nahm’s sportlich. Auf Instagram schrieb der Isländer: „Goal or not don't care ...“ – auf Deutsch: „Mir egal, ob (mein) Tor oder nicht.“ Die drei Punkte seien das Einzige, was zählt.

Recht hat er! Denn durch den Dreier verschaffte sich der FC Luft im Abstiegskampf, baute den Vorsprung auf Relegationsrang 16, den der nächste Gegner FC St. Pauli belegt, auf fünf Punkte aus. Platz 17 ist sogar schon neun Punkte weg.

Johannesson stand gegen Werder in der Startelf und bestritt erst sein zweites Spiel über 90 Minuten seit dem Jahreswechsel. Der Mittelfeldspieler hatte in der Rückrunde mit einer Formkrise zu kämpfen.

Rechtzeitig im Endspurt scheint er wieder in Schwung zu kommen. Gegen Bremen verdiente sich der fleißige Nordmann die EXPRESS.de-Note 2,5.

Auch in den Kommentaren unter seinem Instagram-Post gab es viel Lob. „Baller“, schrieb Innenverteidiger Cenk Özkacar. Und der frühere BVB-Profi und FC-Sympathisant Kevin Großkreutz kommentierte: „Maschine.“

Die Spieler des 1. FC Köln hadern mit der Niederlage in Augsburg.

Köln mitten im Abstiegskampf

Knackiges FC-Restprogramm – so erwischt es die Konkurrenz