„Werde alles daransetzen“ Neuer Euro-Angriff & FC-Liebeserklärung – Baumgart schwärmt Frust weg

Florian Kainz, Ellyes Skhiri, Timo Hübers, Benno Schmitz und Eric Martel enttäuscht nach dem 2:2 gegen OGC Nizza in Köln.

Der 1. FC Köln um Florian Kainz, Ellyes Skhiri, Timo Hübers, Benno Schmitz und Eric Martel (v.l.) schied am Donnerstag (3. November 2022) nach einem 2:2 gegen Nizza erhobenen Hauptes aus der Conference League aus.

Der 1. FC Köln hat sich erhobenen Hauptes aus der Conference League verabschiedet. Steffen Baumgart ist überzeugt, dass seine Mannschaft längst nicht am Ende ihrer Entwicklung ist, und will noch mal in den Europapokal.

Kölns Aus mit ganz viel Applaus. Steffen Baumgart (50) platzt trotz des verpassten Endspiel-Siegs gegen Nizza vor Stolz, schwärmt nach dem Conference-League-Scheitern mehr denn je von seiner Mannschaft. Trainer, Fans, Bosse – alle sind jetzt schon heiß auf das nächste Europapokal-Abenteuer!

Das 2:2 gegen die Franzosen, und damit der Abschied von der internationalen Bühne, war erst ein paar Minuten alt, da richtete die FC-Familie den Blick wieder nach vorne.

Christian Keller: Profis des 1. FC Köln haben „Lunte gerochen“

Angefangen von der Südkurve, die ihre Jungs mit „Eines Tages wird’s geschehen…“-Gesängen empfing, über die Manager bis hin zu Steffen Baumgart schwörten sich die Geißböcke Donnerstagnacht (3. November 2022) direkt auf den nächsten Euro-Traum ein. Das Motto: Wir kommen wieder!

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„Ich werde alles daransetzen“, sagt der FC-Coach: „Die Jungs wollen Spiele gewinnen, wir wollen angreifen. Das Ziel wird deswegen jetzt nicht der internationale Wettbewerb sein – es bleibt der Erhalt der Bundesliga. Aber wir haben alle erlebt, wie schön der Europapokal sein kann. Ich würde das gerne noch mal erleben, am besten mit dem FC.“

Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36) verspricht: „Wir werden alles dafür tun.“ Und Sportboss Christian Keller (43) glaubt: „Wenn die Enttäuschung weg ist, haben die meisten Lunte gerochen. Dann brauchen wir vielleicht nicht wieder fünf Jahre, bis es erneut passiert.“

2017 war für die Kölner in der Europa League ebenfalls nach der Gruppenphase Schluss. Damals lagen Klub und Mannschaft in Trümmern, der Abstieg war mit historisch schlechten sechs Hinrunden-Punkten schon im Winter besiegelt.

2022 sieht die Welt ganz anders aus. Der FC blickt angesichts der Wahnsinns-Entwicklung unter Baumgart trotz Finanzsorgen voller Optimismus in die Zukunft.

Steffen Baumgart: „Macht mich überglücklich, hier arbeiten zu dürfen“

Der Trainer hat noch viel vor, seine Worte ans Team und den Verein klingen wie eine Liebeserklärung: „Ich bin nicht großartig enttäuscht, weil ich von der Leistung und Mentalität meiner Mannschaft mittlerweile begeistert bin. Wir hatten einige schwere Hürden zu nehmen, haben alles gemeistert – das zeichnet diese Mannschaft aus. Es macht mich überglücklich, hier arbeiten zu dürfen.“ Baumgart schwärmt den Euro-Frust weg!

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Das Conference-League-Aus soll nur eine Zwischenstation sein. Vize-Kapitän Florian Kainz (30) sagt: „Wir nehmen viel Erfahrung mit. Gerade für die jungen Spieler war das ein super Erlebnis. Wir haben gesehen, dass wir auch auf internationaler Bühne bestehen können. Jetzt gilt es, in der Bundesliga wieder anzugreifen.“

Noch drei Spiele warten vor der WM-Pause: Auf die Freiburg-Reise am Sonntag (6. November, 17.30 Uhr) folgen das Nachbarschafts-Duell mit Bayer Leverkusen (9. November, 18.30 Uhr) und der Jahres-Abschluss bei Hertha BSC (12. November, 15.30 Uhr).

Bleibt der FC oben dran (aktuell nur drei Punkte hinter Platz fünf) und werden Leistungsträger wie Dejan Ljubicic (25) und Mark Uth (31) wieder fit, ist der nächste Europa-Coup vielleicht nur ein paar Monate entfernt...

Baumgart meint: „Wir haben gesehen, dass wir eine gute Mannschaft haben, die jeglichen Widerständen trotzt. Ich bin davon überzeugt, dass die Jungs nicht am Ende sind, sondern weiterarbeiten werden. Wenn immer mehr Leute gesund sind, werden wir das in der Rückserie zeigen. Darauf freue ich mich. Aber erst mal muss ich die nächsten drei Spiele überstehen.“

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