Der FC-Stürmer erzählt in einem Interview von seiner Kindheit in den Niederlanden. Eine Passage über die Ansprache durch Schiedsrichter sorgt nun für Diskussionen.
„Passiert immer noch“Ache wundert sich über Umgang mit Bundesliga-Schiris

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Ragnar Ache steht für den FC auf dem Feld, hinter ihm steht ein Schiedsrichter. Nach Aches Erfahrung wird der FC-Stürmer immer wieder auf Englisch von den Unparteiischen angesprochen.

Ragnar Ache ist bekannt für seine Japan-Leidenschaft, seine offene Art und natürlich für spektakuläre Tore wie beim Fallrückzieher gegen Hoffenheim im Februar dieses Jahres, welches von der DFL zum „Top-Tor der Saison“ gewählt wurde.
Im Gespräch mit dem Fußball-Magazin „11 Freunde“ erzählt der Stürmer des 1. FC Köln aber auch von einer Seite seines Lebens, die viele Fans bislang nicht kannten: Ache wuchs in den Niederlanden auf.
Ache: „Fast alle Schiedsrichter sprechen mich auf Englisch an“
„Ich träume auf Holländisch. Fluche auf Holländisch – ,Godverdomme!‘“, sagt der 28-Jährige. Als er später nach Deutschland zurückkam, habe er „einen krassen holländischen Akzent“ gehabt.
Eine Folge davon erlebt Ache nach eigener Aussage offenbar bis heute in der Bundesliga. „Fast alle Schiedsrichter sprechen mich auf Englisch an“, berichtet der FC-Profi.
Besonders bemerkenswert: Selbst wenn er den Unparteiischen sage, dass er Deutsch spreche, ändere sich das nicht immer. „Beim nächsten Mal reden sie trotzdem wieder auf Englisch mit mir“, so der Torjäger.
Den Interview-Auszug teilte der Stürmer gemeinsam mit „11 Freunde“ auch auf Instagram. Viele Nutzerinnen und Nutzer feiern den FC-Star darunter als „super sympathisch“. Doch es gibt auch kritische Reaktionen. „Extrem besorgniserregend“, schreibt ein Kommentator. Es sei „alarmierend, dass er als deutscher Spieler von deutschen Schiedsrichtern auf Englisch angesprochen wird“.
Der Nutzer fragt, ob Bundesliga-Stürmer wie Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach), Niclas Füllkrug (Werder Bremen) oder Maximilian Beier (Borussia Dortmund) ebenfalls auf Englisch angesprochen würden. „Ich glaube nicht“, lautet seine Vermutung. Damit steht der Vorwurf im Raum, dass Aches Hautfarbe bei der Ansprache eine Rolle spielen könnte.
Ein anderer Kommentator widerspricht zumindest teilweise: „Tah, Brown, Gnabry oder Leweling spricht sicher niemand hier auf Englisch an. Bei Ache wird es daran liegen, dass nicht jeder auf dem Schirm hat, dass er Deutsch spricht, weil er auch woanders aufgewachsen ist.“
Eine eindeutige Erklärung liefert das allerdings nicht. Denn Ache beschreibt ausdrücklich, dass die englische Ansprache auch nach seinem Hinweis wieder vorkomme. Ob dahinter bewusste Ausgrenzung, Gedankenlosigkeit oder schlicht Unwissen steckt, lässt sich aus seiner Schilderung allein nicht sicher ableiten. Dass die Erfahrung Fragen aufwirft, ist trotzdem nachvollziehbar.

