„Möchte da keinen reindrängen“ FC versagt vom Punkt – warum Chabot und Ehizibue schießen mussten

Kingsley Ehizibue scheitert im Elfmeterschießen an Dejan Stojanovic.

Kingsley Ehizibue verschoss am Samstag (30. Juli 2022) den entscheidenden Elfmeter.

Der 1. FC Köln ist wie schon in den vergangenen beiden Saisons im Elfmeterschießen aus dem DFB-Pokal geflogen. Diesmal war in Regensburg schon in der 1. Runde Schluss.

Was für ein bitterer Pokal-Nachmittag für den 1. FC Köln. Steffen Baumgart (50) muss seinen Traum von Berlin nach der Pleite in Regensburg am Samstag (30. Juli 2022) schon in Runde eins begraben.

Wie schon in der vergangenen Saison beim Achtelfinal-Aus gegen den HSV und im Februar 2021 ebenfalls in Regensburg, hatte der FC vom Punkt die schlechteren Nerven.

Steffen Baumgart über Elfmeterschützen: „Damit habe ich wenig zu tun“

Klar: Elferschießen ist immer ein Stück weit Lotterie, doch die Auswahl der Kölner Schützen verwunderte dann doch. Denn mit Jeff Chabot (24) und Kingsley Ehizibue (27) wurden zwei Profis zum Punkt geschickt, die vergangene Saison gar keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben.

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Steffen Baumgart (50) sagte über die ungewöhnliche Auswahl: „Bei den Elfmeterschützen ist es so, dass wir die Jungs fragen. Dann ist es aus der Situation heraus, dass sie entscheiden, wer da rangeht und wer nicht. Damit habe ich wenig zu tun. Ich möchte da keinen reindrängen, wenn ich ehrlich bin. Das ist keine so einfache Situation.“

Aber wofür hat man Führungsspieler? Kapitän Jonas Hector (32) trat die Verantwortung wie schon bei der Pleite gegen den HSV lieber an andere ab, sollte angeblich als sechster (!) Schütze ran. Ellyes Skhiri (27) und Timo Hübers (26), die beide auf dem Feld vorangehen, fühlten sich offenbar ebenfalls nicht so richtig bereit.

Mark Uth: „Ich war angeschlagen“

Der Verteidiger sagte hinterher kryptisch: „Wenn es drauf angekommen wäre, wäre ich schon hingegangen.“ Mark Uth hätte wohl gerne geschossen, war aber angeschlagen. „In den letzten 15 Minuten konnte ich kaum laufen, sonst hätte ich natürlich geschossen. Ich hoffe, dass wir das schnell in den Griff kriegen.“

Und so mussten dann mit Chabot und Ehizibue zwei Verteidiger in die Bresche springen, die nicht unbedingt ausgewiesene Schuss-Experten sind – das Ergebnis ist bekannt.

Sportboss Christian Keller (43) sagte zerknirscht: „Grundsätzlich will jeder Spieler, der schießt, treffen. Aber dem einen oder anderen ist das Herz vielleicht ein bisschen in die Hose gerutscht. Eigentlich darf es gar nicht bis zum Elfmeterschießen kommen, wir müssen es davor entscheiden.“

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