Said El Mala bleibt dem 1. FC Köln mindestens eine weitere Saison erhalten. Der Superstar spielt künftig mit der Nummer 10. Das ist eine große Ehre, bringt aber auch Verantwortung mit sich.
„Darf jetzt Fußball spielen“Neue Nummer 10: Wagner spricht über El-Mala-Coup

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René Wagner gibt Said El Mala Anweisungen im Training des 1. FC Köln.

René Wagner strahlte am Freitag über beide Ohren, als er auf das Thema Said El Mala zu sprechen kam. Die Freude über den Verbleib des Superstars konnte der Trainer des 1. FC Köln kaum verbergen.
„Für die Mannschaft, für das Trainerteam, für mich ist es super, dass Said bleibt“, sagte der Coach. Er wurde von El Mala sogar zur Vertragsunterschrift eingeladen, sollte dabei die Eltern des 19-Jährigen kennenlernen. „Allerdings kannte ich sie schon, ich habe sie bei der U21 bereits kennengelernt“, verrät Wagner.
Wagner hofft nach Entscheidung auf Ruhe um El Mala
Für den 38-Jährigen kam die Vertragsverlängerung nach eigener Aussage indes nicht völlig überraschend. Er sagte: „Intern gab es bei uns nie den Anschein, dass Said uns verlassen wird. Ich hatte nicht den Eindruck, dass er mit dem Kopf woanders ist. Für die Jungs war das auch nie ein solch großes Thema.“
Neben der Freude war dem FC-Trainer auch die Erleichterung anzusehen, dass man das Thema nach wochenlangem Hin und Her nun endlich zu den Akten legen kann.
„Said hat immer an den Themen gearbeitet, bei denen er auch noch Probleme hat. Er hat unheimlich akribisch trainiert und deshalb hoffe ich, dass jetzt Ruhe einkehrt, damit er sich auf die Dinge konzentrieren kann, die ihm Spaß machen, nämlich Fußball mit der Mannschaft zu spielen“, sagte Wagner.
Er weiß aber auch: Der Junge wird auch weiterhin in aller Munde sein, auch wenn keine Gewissheit für die kommende Saison herrscht. Spätestens im Winter werden die Spekulationen wieder losgehen.
„Der Junge polarisiert. Der Junge ist ein Spieler des 1. FC Köln. Er darf jetzt Fußball spielen und wir bewerten die Leistung und nicht das, was er woanders hätte haben können“, sagt Wagner deutlich.
Auch zu El Malas neuer Nummer hat der Trainer eine Meinung. Der Offensivstar tauscht die Nummer 13 gegen die legendäre Nummer 10, die zuletzt Lukas Podolski auf dem Rücken hatte.
„Wir wissen alle, wer die Nummer vor ihm getragen hat, wer sie zuletzt getragen hat. Der Junge weiß selbst, dass er innerhalb der Mannschaft viel Verantwortung trägt. Er bringt Leistung, geht jeden Tag im Training mit Leistung voran. Deshalb glaube ich, dass die 10 das i-Tüpfelchen ist“, sagte Wagner.
Mit der ikonischen Nummer, die vor ihm bereits Vereinslegenden wie Wolfgang Overath oder auch Pierre Littbarski getragen haben, gehen aber auch hohe Erwartungen einher.
„Er trägt jetzt die 10 auf dem Rücken und muss Leistung bringen“, verlangt Wagner, der noch einmal unterstrich, wie wichtig der Junge nicht nur auf dem Platz für die Mannschaft ist. „In der Kabine habe ich selten einen Spieler gesehen, der so lustig ist“, sagt Wagner.

