Der 1. FC Köln hat das letzte Bundesliga-Spiel der Saison beim FC Bayern München verloren. Nach der klaren 1:5-Niederlage steht die Zukunft von René Wagner mehr denn je in den Sternen.
„Brauche ein Zeichen“Wagner rätselt um FC-Zukunft

Und jetzt …? Die Trainer-Entscheidung beim 1. FC Köln ist nach der klaren 1:5-Pleite beim FC Bayern München nicht leichter geworden. Kann der Klub mit René Wagner in die neue Saison gehen, nachdem die beiden abschließenden Spiele mit 1:3 und 1:5 in die Hose gingen?
Die Frage muss sich jetzt Thomas Kessler stellen, der als großer Befürworter von Wagner gilt. Doch die Stimmung in den Gremien dürfte nach den jüngsten Misserfolgen und insgesamt nur sechs Punkten aus sieben Spielen entsprechend verschnupft sein. Da hilft also nur eine gründliche Analyse der gesamten Saison und vor allem der Wagner-Wochen.
Wagner wartet auf Zeichen von Kessler
Wagner rätselte am Samstagabend selbst noch über seine Zukunft, er klang sehr unsicher, auch weil Thomas Kessler bislang noch nicht das Gespräch mit ihm gesucht hat.
„Wenn das so sein sollte, dass ich es machen darf, dann mache ich mir genau dann Gedanken“, sagte er auf die Frage, wo er mit dem FC in der kommenden Saison hinwill. „Aber ich glaube, erstmal brauche ich jetzt ein Zeichen vom Verein oder ich muss auch mit Thomas sprechen.“
Seine Ausgangslage hat sich nach Bayerns Machtdemonstration nicht gerade verbessert. Niemand hat ernsthaft mit einer Sensation in der Allianz-Arena gerechnet, ein bisschen mehr Gegenwehr hätte es dann aber doch sein dürfen.
Was sagt Wagners Gefühl nach der deutlichen Pleite? „Also an meinem Gefühl ändert die 1:5-Niederlage nichts. Ich glaube, dass wir die Arbeit bewerten, die wir auch dann mit der Mannschaft zusammengetan haben. Das Ergebnis in München ist natürlich nicht toll. Wir müssen es aber sauber und sachlich einordnen. Dann muss der Verein die Entscheidung treffen, was jetzt passiert.“
Und die ist nicht leicht. Denn auf der einen Seite ist Kessler zu 100 Prozent überzeugt von Wagner, sieht in ihm ein großes Trainer-Talent, das die Chance verdient hat. Auf der anderen Seite spürt der Sportboss natürlich auch den Gegenwind, den es schon seit dem Union-Spiel gibt.
Nun stellt sich die Frage: Handelt Kessler aus Überzeugung, wird er vom Umfeld beeinflusst oder macht ihm der Gemeinsame Ausschuss am Ende einen Strich durch die Rechnung? Diese Frage kann nur eine schonungslose Analyse beantworten, die Kessler und Co. spätestens bis Anfang der Woche betreiben wollen.

