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Gänsehaut-Moment beim FCKöln-Ultras melden sich mit XXL-Choreo zurück

Die Ultras des 1. FC Köln zeigen gegen Mainz 05 eine Choreo.

Die Ultras des 1. FC Köln meldeten sich am 9. April 2022 mit einer Choreo zurück im Rhein-Energie-Stadion.

Zum Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 meldeten sich die Ultras des 1. FC Köln nach mehr als zwei Jahren im Rhein-Energie-Stadion zurück. Ihre Choreo sorgte für Gänsehaut.

von Jürgen Kemper (kem)Martin Zenge (mze)

Die Ultras des 1. FC Köln sind zurück – und wie!

Die aktive Fanszene hat sich im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (9. April 2022) eindrucksvoll zurückgemeldet. Erstmals seit dem 29. Februar 2020 (3:0 gegen Schalke 04) sorgten die eingefleischtesten FC-Anhänger wieder für außergewöhnliche Stimmung in Müngersdorf samt Mega-Choreo.

Auf einem XXL-Banner stand: „Heute mit allen meinen 12 Freunden, steh ich beim FC in der Kurve. Feiern, bis es kein Morgen gibt. Der FC ist das Einzige, was zählt.“ Dazu das Logo des Südkurve e.V.

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„Wir haben uns sehr gefreut, dass sie wieder da sind“, sagte Steffen Baumgart (50) nach dem 3:2-Sieg über die Fan-Rückkehr. Mark Uth (30) bedankte sich ebenfalls für den sensationellen Support: „Es gibt nichts Geileres, als zu Hause zu gewinnen und ein 0:2 zu drehen. Nur mit euch im Rücken kann's so intensiv klappen, wir freuen uns auf die nächsten Spiele.“

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Erste Choreografie beim 1. FC Köln seit 2016

Eingetaucht in ein rot-weißes Fahnen-Meer, mit Luftschlangen und Konfetti sorgte die Choreo nicht nur beim Trainer und den Profis für Gänsehaut im fast ausverkauften Rhein-Energie-Stadion (49.800 Fans).

Eine Szene, die Christian Keller (43) beinahe verpasst hätte. Der Neu-Sportboss kam erst auf den letzten Drücker, saß bei seiner ersten FC-Hymne noch nicht auf seinem Tribünenplatz neben Interims-Vorgänger Jörg Jakobs (51).

Es war die erste FC-Choreographie seit 2016. Im Dezember des Jahres hatte die „Wilde Horde“ ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Danach gab es in Müngersdorf aufgrund der sogenannten „Choreo-Klausel“ keine organisierten Inszenierungen mehr. Die Regel besagte, dass der Anmelder die Verantwortung für jegliche Verstöße während einer Choreo übernehmen muss.

Als der FC-Vorstand die Klausel dann Anfang März 2020 kippte, schlug die Corona-Pandemie zu. Die bereits geplante Choreo einer der größten Fanclubs, „Cologne Power East Belgium“, am 15. März 2020 fiel kurzfristig ins Wasser – ebenfalls gegen Mainz.

Nach über zwei Jahren haben sich die organisierten Fans nun eindrucksvoll zurückgemeldet. „Wir haben die aktive Szene schon sehr vermisst. Wir sind froh, dass sie wieder da sind. Es war eine richtig geile Choreografie. Das kennt man normalerweise nur aus dem Fernsehen. Es ist schön, wenn man das dann auch mal als Spieler miterleben darf und den Fans dann auch einen Sieg zurückgeben kann“, sagte der eingewechselte Louis Schaub (27).

Ihr Auswärts-Comeback hatten die FC-Ultras bereits bei der 0:1-Niederlage gegen Union Berlin an der Alten Försterei gefeiert. Es war das erste Spiel seit Pandemiebeginn, das ohne jegliche Corona-Regeln stattfand. Das hatte die Fanszene zur Bedingung für die Rückkehr ins Stadion gemacht.