Doch neuer Baumgart-Verteidiger im Anflug 1. FC Köln holt Sohn von Ex-Coach

Steffen Baumgart im Training des 1. FC Köln.

Steffen Baumgart (hier am 31. August 2022) darf sich beim 1. FC Köln über einen neuen Innenverteidiger freuen.

Der 1. FC Köln ist am letzten Tag der Transfer-Periode doch nicht leer ausgegangen. Steffen Baumgart darf sich über Verstärkung aus Kroatien freuen.

Last-Minute-Verstärkung für die Baumgart-Defensive! Der 1. FC Köln hat sich die Dienste von Innenverteidiger Nikola Soldo (21) gesichert. Das berichtete am Donnerstagabend (1. September 2022) zuerst das kroatische Portal „Germanijak“. EXPRESS.de kann bestätigen.

Der FC hatte zwar zuvor bis Transfer-Schluss (18 Uhr) keinen Neuzugang präsentiert – aber im Hintergrund offenbar alles rechtzeitig mit dem Sohn von Ex-Coach Zvonimir Soldo (54, 2009/10 in Köln) klargemacht!

Nikola Soldo soll Abwehr des
1. FC Köln verstärken

Nikola ist 1,89 Meter groß, in Stuttgart geboren und aktueller U21-Nationaspieler Kroatiens. Er soll für rund 1,8 Millionen Euro von Erstligist Lokomotiva Zagreb kommen.

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Sportchef Christian Keller (43) und seine Mitstreiter um Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36) hatten in den vergangenen Tagen pausenlos gesucht. „Es läuft alles auf Hochtouren. Wir sind gedanklich dabei, etwas vorzubereiten. Wir werden sehen, ob es klappt und ob etwas möglich ist“, hatte Baumgart zur Mittagszeit bei der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de) gesagt.

Nikola Soldo (l.) im Einsatz für die U21 Kroatiens, am 3. Juni 2022 gegen Emil Konradsen Ceide und Norwegen

Nikola Soldo (l.) im Einsatz für die U21 Kroatiens, am 3. Juni 2022 gegen Emil Konradsen Ceide und Norwegen

Offiziell verkündet werden soll der Transfer am Freitag. Allerdings nahm  Soldo nicht am Abschlusstraining mit seinen neuen Kollegen teil, wird demnach auch nicht mit nach Wolfsburg reisen.

Baumgart hatte den Wunsch nach einem neuen Abwehrmann zuvor deutlich hinterlegt. „Wenn wir die Innenverteidiger-Position sehen, ist das schon sehr eng. Da müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das im Kader auffangen können. Wir müssen nicht das Wolfsburg-Spiel sehen, sondern die 17 Spiele bis November“, so der Coach nach der Sprunggelenks-OP von Jeff Chabot (24), der wochenlang fehlen wird.

Die Kölner Verantwortlichen schotteten sich regelrecht ab, um in Ruhe arbeiten zu können. Ein Panik-Kauf sollte unter den aktuellen finanziellen Voraussetzungen unbedingt vermieden werden.

Und Soldo war nicht die einzige Überlegung. Ein weiterer Kandidat: John Anthony Brooks (29). Der vereinslose US-Amerikaner, der zuletzt in Diensten des VfL Wolfsburg stand, favorisierte aber einen Wechsel zu Benfica Lissabon.

1. FC Köln hatte mehrere Abwehr-Kandidaten auf dem Schirm

Auch Herthas Marton Dardai (20) war in der Verlosung. Der Sohn von Ex-Berlin-Coach Pal Dardai (46) zählte bereits im Winter, als Chabot aus Italien kam, zu den Transfer-Alternativen. Nach Schalke-Neuzugang Sepp van den Berg (20, Leihe aus Liverpool) erkundigte sich der FC ebenso erfolglos.

Ohne weiteren Transfer hätte der Klub mit nur zwei gelernten Innenverteidigern bis zum Winter auskommen müssen. Wobei neben Luca Kilian (23) und Timo Hübers (26) auch Neuzugang Kristian Pedersen (28) in der Innenverteidigung einspringen könnte.

Als zusätzliche Alternative soll Talent Rijad Smajic (18) immer näher herangeführt werden. Der Youngster, der bereits im Sommer-Trainingslager auf sich aufmerksam machen konnte, wird nach EXPRESS.de-Informationen mit einem Profi-Vertrag bis mindestens 2025 gebunden. Ihm soll die Zukunft gehören. Baumgart schätzt die Qualitäten des jungen Mannes, traut ihm kurz- oder mittelfristig die Bundesliga zu.

Auch auf der Rechtsverteidiger-Position muss sich der FC-Coach etwas einfallen lassen, solange Benno Schmitz (27, Sprunggelenksverletzung) fehlt. Nach dem Abgang von Kingsley Ehizibue (27, Udinese Calcio) bleiben Kingsley Schindler (29) und der aus der U19 beförderte Tidiane Toure (17). Schmitz' Comeback-Prognose fällt allerdings weitaus besser aus als jene von Chabot.

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