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„Nicht der nächstbeste Schritt“FC-Talent zurück, aber schnell wieder weg

Emin Kujovic in FC-Klamotten.

Copyright: IMAGO/Chai v. d. Laage

Emin Kujovic wartet noch auf seinen Durchbruch beim 1. FC Köln.

Emin Kujovic wurde vom 1. FC Köln an den Wolfsberger AC verliehen, um dort Spielpraxis zu sammeln. Für die Profis reicht es aber immer noch nicht. Daher wird eine andere Lösung gesucht.

Emin Kujovic ist nach seiner Leihe wieder zurück beim 1. FC Köln, soll aber schnell wieder weg sein. Der FC braucht zwar Verstärkung fürs Mittelfeld, doch man plant noch nicht mit dem 21-jährigen Kölner, der U21-Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina ist.

Lukas Berg, Technischer Direktor beim FC, sagt von EXPRESS.de auf Kujovic angesprochen: „Einige Spieler wie er sind beim Training der U21 dabei, damit sie frühzeitig ins Training einsteigen. Er geht immer vorneweg. Aber ganz klar ist mit einigen Spielern auch besprochen, dass es für sie nicht der nächstbeste Schritt sein wird, wieder in der Regionalliga aufzutauchen. Das haben sie in der Vergangenheit bewiesen.“

Kujovic ist (noch) kein Thema bei den Profis

Während Kujovic sich mit den Kollegen in Form bringt, sucht man im Hintergrund eine neue Station. Berg bestätigt: „Da arbeiten wir zusammen mit den Jungs und ihrem Umfeld daran, den nächsten Entwicklungsschritt zu nehmen. Wie das in der Vergangenheit auch schon war.“

In der vergangenen Saison spielte Kujovic zunächst ein gutes halbes Jahr in der Regionalliga für Köln. Ab Ende Februar 2026 war er dann in der österreichischen Bundesliga beim Wolfsberger AC aktiv. Nach neun Einsätzen und 388 Spielminuten ist man beim FC noch nicht derart beeindruckt, dass man ihm zutraut, in der Bundesliga durchzustarten.

Für die kommende Saison will Berg in der Kölner Regionalligamannschaft hauptsächlich junge Talente sehen, obwohl mit Arweiler und Hoffmann zuletzt zwei 29-jährige Routiniers verpflichtet wurden.

Berg sagt: „Unsere strategische Ausrichtung ist: So wenig wie möglich Ü-Spieler und so viele wie möglich junge Spieler auf dem Platz. Aber am Ende entscheidet wie immer die Leistung. Da werden wir schauen, ob wir bei der einen oder anderen Personalie noch etwas verändern müssen, um dann Platz für junge Spieler zu schaffen, die dann auf diesen Positionen auf den Platz gehören.“

Berg sieht es als Vorteil, dass die zweite Mannschaft aktuell schon mit rund 30 Spielern in der Vorbereitung ist. Am 13. Juli 2026 werden dann einige Spieler zu den Profis gehen. Sie dürfen sich in der Vorbereitung dort präsentieren und für höhere Aufgaben empfehlen. Kujovic soll Stand jetzt nicht dabei sein. Für ihn wird eine neue höherklassige Leihstation gesucht.

Auch Jaka Cuber Potocnik (21) wurde wieder an RW Essen verliehen. Für weitere Spieler sieht man woanders bessere Chancen auf Spielzeit als bei einer FC-Mannschaft: Auch Elias Bakatukanda, Fynn Schenten oder sogar Malek El Mala könnten verliehen werden. Kujovic wurde in Köln geboren, spielte für Eintracht Köln, den SC West und die Fortuna. 2020 wechselte er vom Südstadtklub ans Geißbockheim. Mit der U19 gewann er 2023 den DFB-Pokal.

Der 1,90 Meter große Mittelfeldspieler stand 2024/25 sechsmal im Kölner Profikader, wurde aber nie eingesetzt. Berg glaubt an den Mittelfeldspieler, sagte bei der Vertragsverlängerung bis 2028: „Emin bringt die Voraussetzungen mit, um früher oder später im Bundesliga-Fußball anzukommen. Davon sind wir überzeugt und deshalb haben wir den Vertrag mit ihm langfristig verlängert.“

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