FC-Coach wollte ihn schon 2021 Im zweiten Versuch: Baumgarts Wunsch-Stürmer im Anflug

Steffen Baumgart spricht mit Anthony Modeste und Sebastian Andersson vom 1. FC Köln.

Bald neues Personal in der Spitze beim 1. FC Köln? FC-Trainer Steffen Baumgart (M.) im Gespräch mit den aktuellen FC-Stürmern Anthony Modeste (l.) und Sebastian Andersson am 14. September 2021.

Der 1. FC Köln ist auf der Suche nach einem weiteren Torjäger fündig geworden. Steffen Baumgarts Wunsch-Stürmer steht vor einem Wechsel ans Geißbockheim.

Der zweite FC-Angriff auf Steffen Baumgarts (50) Wunsch-Angreifer – dieses Mal offenbar mit Happy End!

Borussia Dortmunds Steffen Tigges (23) steht nach EXPRESS.de-Informationen vor einem Transfer nach Köln. Die Geißböcke arbeiten an einer festen Verpflichtung des Stürmers, Details sind noch zu klären.

Tigges und der FC? Da war doch was: Sein Name geisterte schon im vergangenen Sommer durch den Grüngürtel. Als Köln Monate später, am 30. Oktober 2021, in Dortmund gastierte und der 1,93-Meter-Hüne zum 2:0-Endstand traf, plauderten Baumgart und der damalige BVB-Coach Marco Rose (45) aus dem Nähkästchen.

1. FC Köln erneut scharf auf Steffen Tigges von Borussia Dortmund

Rose erklärte auf der Pressekonferenz süffisant: „Baumi hat mich im Sommer angerufen. Der findet den (Tigges, Anm. d. Red.) auch gut, der wollte ihn gerne haben.“ Baumgarts trockener Konter: „Du hast ihn mir nicht gegeben.“ Sieht jetzt anders aus...

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Zunächst berichtete der „Kicker“ über Kölns erneutes Interesse. 2021 ging es um eine Leihe – nun läuft alles auf einen Kauf hinaus.

Steffen Tigges spielt für Borussia Dortmund gegen Wehen Wiesbaden.

Steffen Tigges, hier am 7. August 2021 im DFB-Pokalspiel beim SV Wehen Wiesbaden für Borussia Dortmund am Ball, steht erneut beim 1. FC Köln auf dem Zettel.

EXPRESS.de weiß: Die FC-Verantwortlichen haben Tigges, der sich im Februar einen Verrenkungsbruch im Sprunggelenk zuzog und die Rest-Saison verpasste, nie aus den Augen verloren. In Dortmund überzeugte er als Joker, erzielte drei Bundesliga-Treffer in nur 103 Minuten. Unter Baumgart will sich Tigges nach seiner Genesung endgültig im Oberhaus durchsetzen.

Die Verhandlungen sind auf der Zielgeraden, der gebürtige Osnabrücker passt in mehrfacher Hinsicht zu den FC-Anforderungen. „Wir wollen einen Angreifer, der ein ähnliches Profil hat wie Anthony Modeste. Typ Strafraum-Stürmer, groß, wuchtig und mit der Fähigkeit, Bälle festzumachen“, erklärte Sportboss Christian Keller (43) zuletzt gegenüber EXPRESS.de. Dafür ist Tigges der richtige Mann.

Noch wichtiger für die klammen Kölner in diesem komplizierten Transfer-Sommer: Er soll in Dortmund im mittleren sechsstelligen Bereich verdienen, passt damit auch ins Gehaltsgefüge. Als Ablöse ist eine Summe im unteren siebenstelligen Bereich im Gespräch.

Keine Frage: Der FC muss jeden Euro zweimal umdrehen, doch Baumgart hält große Stücke auf Tigges (BVB-Vertrag bis 2024), sieht in ihm viel Potenzial. Köln definiert sich als Entwicklungsklub, muss Werte schaffen – und Spieler womöglich später teurer weiterverkaufen. Zu dieser Philosophie passt Tigges natürlich besser als beispielsweise der ähnlich teure, aber sechs Jahre ältere Fürther Branimir Hrgota (29), der trotz seiner Schwärmerei („Köln ist ein großartiger Verein“) kein Thema ist. 

Steffen Tigges überzeugt bei Borussia Dortmund als Joker

Marco Rose meinte im Oktober noch: „Ich hoffe, dass wir Steffen hier in Dortmund gut weiterentwickeln können. Dann werden wir sehen, wo sein Weg hinführt.“ Die Antwort: zu seinem Kumpel Baumi nach Köln.

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Nach dem Abgang Erling Haalands (21, wechselt zu Manchester City) und der Verpflichtung von Karim Adeyemi (20, kommt von RB Salzburg) werden die Karten im BVB-Sturm unter Rose-Nachfolger Edin Terzic (39) natürlich neu gemischt. Die Aussichten auf Einsatzzeit wären für Tigges aber erneut überschaubar, zumal Terzic als Fan von Youssoufa Moukoko (17) gilt. Bei Bessermacher Baumgart weiß er, dass ein Trainer auf ihn wartet, der ihn unbedingt will.

Stand jetzt hat Köln vier Stürmer für die kommende Saison unter Vertrag: Neben Modeste die beiden Youngsters Tim Lemperle (20) und Florian Dietz (23, könnte verliehen werden) sowie Dauer-Sorgenkind Sebastian Andersson (30).

Der Schwede, der 2020 für sechseinhalb Millionen Euro von Union Berlin kam, schuftet nach den Folgen seiner Corona-Infektion zwar aktuell am Geißbockheim, um fit in die Vorbereitung zu starten – er gilt aber weiterhin als Kandidat für einen Abgang, wenn er denn einen neuen Klub findet. Andersson weiß, dass nicht nur ein Stoßstürmer (Tigges) verpflichtet werden soll, sondern auch ein Flügelflitzer, der ebenfalls in der Spitze ran kann. Dementsprechend ist ihm bewusst, wie es um seine Chancen auf einen Stammplatz steht.

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