Fußballspruch des Jahres FC-Trainer Baumgart räumt mit klarer Ansage ab

Steffen Baumgart lacht im Training des 1. FC Köln.

Steffen Baumgart, hier am 13. Oktober 2021 im Training des 1. FC Köln, wurde für den Fußballspruch des Jahres ausgezeichnet.

Der Fußballspruch des Jahres 2021 kommt von Steffen Baumgart. Der Trainer des 1. FC Köln wurde für einen Satz aus der Saisonvorbereitung ausgezeichnet und setzte sich gegen prominente Mitstreiter durch.

Köln. Steffen Baumgart (49) hat den ersten kleinen Titel seiner Zeit als Trainer beim 1. FC Köln sicher. Mit einem Spruch in der Saisonvorbereitung legte Baumgart den Grundstein für die Wahl zum Fußballspruch des Jahres, der am Donnerstag (21. Oktober 2021) von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur verkündet wurde.

Insgesamt elf Sprüche waren in der Endauswahl nominiert, darunter waren prominente Absender wie der gleich zweimal nominierte Nationalspieler Leon Goretzka (26), Freiburg-Trainer Christian Streich (56) und Ex-Nationalspieler Horst Hrubesch (70).

Steffen Baumgart machte Anthony Modeste mit Fußballspruch des Jahres Beine

Mit seiner Ansage zu FC-Stürmer Anthony Modeste (33) setzte sich Baumgart letztlich aber durch. „Ein Spiel ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter pfeift und ich nicht mehr brülle“, erklärte er in der Saisonvorbereitung, als er noch alle Hände voll zu tun hatte, dem Franzosen die nötige Laufbereitschaft anzueignen.

Steffen Baumgart posiert mit der Trophäe für den Fußballspruch des Jahres.

Steffen Baumgart posiert am 21. Oktober 2021 mit der Trophäe für den Fußballspruch des Jahres.

Die Ansage fand offenbar Anklang – sowohl bei Modeste, der mit vier Toren das Kölner Torjäger-Ranking anführt, als auch bei der Jury um ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein (56) und Musiker Thees Uhlmann (47), deren Anteil bei der Abstimmung bei 30 Prozent lag. Die anderen 70 Prozent entfielen auf das Online-Voting unter Fußballfans.

Leon Goretzka, Christian Streich und Horst Hrubesch landen hinter Steffen Baumgart

Die anderen nominierten Fußballsprüche im Überblick:

  • „Corona ist wie Fußball. Es reicht ein einziger Kontakt, um alles auf den Kopf zu stellen.“ (Leon Goretzka)
  • „Es ist schön, mal wieder 82 Millionen Bundestrainer zu haben und nicht 82 Millionen Virologen.“ (Leon Goretzka)
  • „Die größte Gefahr für den Profifußball geht nicht von den Fans, sondern von den Funktionären aus.“ (Klaas Reese)
  • „Es gab einen Kontakt. Ich dachte immer, es müsse ein Foul geben.“ (Christian Streich)
  • „Fußball macht nur dann Spaß, wenn du auch Spaß daran hast.“ (Horst Hrubesch)
  • „Ich habe als Kind immer gedacht, dass der Lotoma heißt und Thäus mit Nachnamen. Dann habe ich im Fanshop angerufen und gesagt, ich hätte gern ein Trikot mit der 10 Lotoma. Und da haben die gesagt, es gibt kein Lotoma.“ (Julian Nagelsmann)
  • „Ich wäre auch gerne mal Nationalspieler gewesen. Ostfriesland war leider nie ein eigenständiger Staat. Von daher gab's da für mich keine Chance.“ (Timo Schultz)
  • „Leider ändern in diesem Verband Argumente nichts, sondern nur die Steuerfahndung oder Richter.“ (Manuel Gräfe)
  • „Wenn ich scheiße spiele, habe ich nicht so viel Lust auf die Interviews, und wenn ich gut spiele, habe ich auch nicht so viel Lust auf Interviews.“ (Niklas Süle)
  • „Wir haben die Abstandsregeln im Spiel gegen den Ball vorbildlich eingehalten.“ (Michael Zorc)

Baumgart löst mit seinem Fußballspruch des Jahres den früheren HSV-Trainer Daniel Thioune (47) ab. Der hatte damals mit Blick auf die Querelen um die Herkunft von Angreifer Bakery Jatta (23) getobt: „Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen.“ (bc)

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