Freudenhaus Müngersdorf Schaub erlöst FC nach Feuerwerk gegen Bochum

Kölns Ondrej Duda (l-r), Rafael Czichos und Torschütze Louis Schaub jubeln nach dem Treffer zum 1:0.

Erlösender Jubel: Ondrej Duda, Rafael Czichos und Torschütze Louis Schaub (v.l.) nach dem 1:0 beim 2:1-Sieg für den 1. FC Köln am 28. August 2021.

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg: Der 1. FC Köln rang am Samstag (28. August 2021) VfL Bochum mit 2:1 nieder. Nach Toren von Louis Schaub und Tim Lemperle traf Simon Zoller zum Ehrentreffer für den Bundesliga-Aufsteiger.

Köln. Was für ein Spektakel, was für ein Kampf, was für ein Krimi! Der 1. FC Köln hat auch das zweite Heimspiel der Fußball-Bundesliga gewonnen. Doch trotz eines Angriffs-Feuerwerks, zwei Alu-Treffern und zweimaligem Torjubel schon in der ersten Halbzeit wollte der erlösende Treffer lange nicht fallen.

Doch dann schlug die Ösi-Connection zu: Florian Kainz flankte in der 82. Minute auf den eingewechselten Louis Schaub und der schon beinahe aussortierte Profi hielt sein Zauberfüßchen hin und ließ das mit 25.000 Zuschauern zur Hälfte gefüllte aber ausverkaufte Rhein-Energie-Stadion an diesem Samstag (28. August 2021) beben.

Die Stimmung war fantastisch. Die Mannschaft von Steffen Baumgart nahm die positive Energie, die schon vor dem Anpfiff von den Rängen herüberkam, auf und brannte vom Start weg und drängte auf das Führungstor. Mit konsequentem Pressing setzten sie den Aufsteiger unter Dauerstress, spielten sich Chancen heraus – und waren einem Tor sehr nahe.

Schiedsrichter Cortus pfeift Ljubicic zweimal zurück

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Anthony Modeste traf gleich mal den Pfosten (4.), Ondrej Duda scheiterte per Kopf. Dejan Ljubicic jubelte gleich zweimal und wurde beide Male zurückgepfiffen. Beim ersten Treffer soll Sebastian Andersson ein Foulspiel unterlaufen sein. Beim zweiten Treffer ließ Referee Benjamin Cortus nach Foul an Andersson Vorteil laufen, Ljubicic tanzte die VfL-Abwehr aus, der Ball touchierte aber beim Pressschlag mit Bochum-Verteidiger Amel Bella Kocha leicht den Arm – und all der Jubel und das Trömmelche waren umsonst – es ging mit Bochumer Ballbesitz weiter, dabei hätte es eigentlich zumindest Freistoß für Köln geben müssen (15.).

Bochums Torwart Manuel Riemann (r.) klärt einen Ball vor Kölns Sebastian Andersson.

Manuel Riemann und der VfL Bochum gerieten gegen den 1. FC Köln um Stürmer Sebastian Andersson immer wieder in höchste Not.

Danach war ein wenig die Luft raus, Jorge Meré hatte einmal alle Mühe mit Sebastian Polter und hatte Glück, dass in der Mitte noch ein Mitspieler zu Hilfe eilte, denn seine Aktion war am Rande einer Notbremse. Aber auch die nächste Chance hatte der FC, Florian Kainz und Ondrej Duda aus der Drehung scheiterten nach einer Flanke von FC-Kapitän Jonas Hector.

Vor der Pause ging dem FC dann allerdings etwas die Puste aus und der VfL wurde frecher, konterte mehrfach gefährlich, blieb aber letztlich auch glücklos.

Luca Kilian gibt sein Debüt für den 1. FC Köln

Zur Pause gab es dann einen Debütanten. Luca Kilian, in dieser Woche vom FSV Mainz 05 ausgeliehen, kam für den angeschlagenen und gelbverwarnten Jorge Meré und musste gleich eine gefährliche Gelegenheit des Ex-Kölners Elvis Rhexbecaj abblocken (49.). Kurz darauf köpfte Polter mit einer gefährlichen Bogenlampe aufs Kölner Tornetz – der FC da mit dem Glück des Tüchtigen.

Das war aber das vorerst letzte Lebenszeichen der Bochumer. Ab der 50. Minute gab es einen regelrechten Belagerungszustand vor dem Gästetor, nahezu im Minutentakt gab es Möglichkeiten für die Kölner. Kainz von links und Schmitz von rechts brachten Ball um Ball in den Strafraum, allein das Tor wollte nicht fallen.

Louis Schaub und Tim Lemperle treffen für 1. FC Köln

Vor allem im Pech: Anthony Modeste, der nach 73 Minuten zum zweiten Mal das Aluminium traf. Doch dann hatte Coach Steffen Baumgart das berühmte glückliche Händchen, brachte Schaub für Ljubicic und der hielt bei einer Flanke von Kainz den Fuß hin und machte das ersehnte 1:0.

Damit nicht genug: Auch der andere eingewechselte Offensiv-Spieler trug sich in die Torschützenliste ein, der nächste machte seinen ersten Scorer-Punkt: Tomas Ostraks Flanke verwertete Tim Lemperle zum 2:0 und machte Müngersdorf endgültig zum Tollhaus. Der Anschlusstreffer von Ex-FC-Profi Simon Zoller hatte da nur noch statistische Bedeutung – das Freudenhaus Müngersdorf feiert den neuen FC!

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