Als Engländer hat Jahmai Simpson-Pusey beim FC mittlerweile Verstärkung bekommen. Welchen Anteil er selbst daran hat, hat er nun verraten.
„Gerade, weil ich ihn so lange kenne“„JSP“ hat Lektion gelernt – sein Anteil am Heskey-Deal

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Die beiden Freunde aus Manchester sind beim FC wieder vereint: Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey.

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Jahmai Simpson-Pusey (20) hatte nicht viel Zeit, um die Verantwortlichen des 1. FC Köln zu überzeugen. Der junge Innenverteidiger wurde zu Jahresbeginn geholt, direkt ins kalte Wasser geworfen – und dann von einer Verletzung zurückgeworfen.
Doch der Innenverteidiger hat seine Chance genutzt. Dabei kam dem jungen Vater auch ein im wahrsten Sinne des Wortes verschlafenes Spiel gegen Heidenheim nicht in die Quere.
„Zu spät zu kommen, ist inakzeptabel und respektlos“
Dass René Wagner ihn am vorletzten Bundesliga-Spieltag aus dem Kader strich, weil Simpson-Pusey am Morgen nicht pünktlich gekommen war, konnte der Engländer „absolut“ nachvollziehen, wie er nun in einem Interview mit dem „Kicker“ verraten hat.
Simpson-Pusey versucht gar nicht erst, seinen kleinen Sohnemann als Ausrede zu nehmen. „Natürlich ist es mein erstes Kind und ich musste mich noch daran gewöhnen, dass er alle paar Stunden aufwacht. Aber ich bin erwachsen, und um dem gerecht zu werden, muss ich meine Prioritäten richtig setzen“, stellt er klar. „Wenn ich spiele, ist es am Ende des Tages auch das Beste für meine Familie. Dass René mir diese Lektion erteilt hat, war wichtig für mich, denn zu spät zu kommen, ist inakzeptabel und respektlos gegenüber dem Trainer, den Teamkollegen, dem Klub und auch den Fans. Mir war sofort bewusst, dass die Verantwortung hier bei mir liegt und ich konnte mich nur entschuldigen.“
Die Entschuldigung wurde offensichtlich akzeptiert. Trotz des Fauxpas entschied sich der FC, im Sommer die Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro plus Boni zu ziehen. Dieser Schritt sollte sich schon bald auch in anderer Hinsicht auszahlen – denn Simpson-Pusey hatte auch seine Finger beim Transfer von Reigan Heskey (18) im Spiel.
Beide wurden bei Manchester City ausgebildet und kennen sich gut. Bevor Heskey beim FC unterschrieb, unterhielt er sich natürlich auch mit Kumpel Jahmai über den Verein.
„Ja, ich habe ihn angerufen, denn ich kenne ihn schon, seit er noch ein kleines Kind war“, erzählt Simpson-Pusey. „Doch gerade, weil ich ihn so lange kenne, würde ich ihn niemals überreden wollen, irgendwo hinzukommen. Ich habe ihm nur erzählt, wie gut es hier ist und wie gut es auch für ihn wäre, aber dass es am Ende des Tages natürlich seine Wahl ist. Wenn man etwas nicht möchte, dann sollte man es nicht tun.“
Ein erster Schritt war aber gemacht, ein Trip nach Köln ließ bei Heskey dann endgültig die Entscheidung reifen, dass er zum FC will. „Er hat dann auch mit dem Trainer gesprochen, kam nach Köln, um sich alles anzusehen und hat so ein gutes Gefühl bekommen“, berichtet sein Landsmann.
Dass der FC mit dem Offensiv-Talent einen echten Fang gemacht hat, davon ist der Abwehrspieler überzeugt. „Er wird diese Saison durchstarten“, sagt Simpson-Pusey. „Ich kann mir vorstellen, dass die Fans sich schon Videos von ihm angesehen haben und gespannt sind. Ich kann sagen, dass er sehr, sehr gut ist und glaube, dass er in Zukunft auch im Seniorenfußball sehr gute Dinge beim FC leisten wird.“
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Und was dürfen die Fans in Zukunft noch von „JSP“ erwarten? „Wenn ich die Chance bekomme, eine gesamte Saison zu spielen, dann kann ich noch viel mehr zeigen. Bislang war es nur ein halbes Jahr, ich war noch nicht in meiner Topform, musste zwischendurch auch verletzt oder gesperrt aussetzen. Aber es war für mich ein guter Einstieg in eine Liga, die ich noch nicht kannte“, gibt er sich optimistisch. Allzu tief will er sich dann aber nicht in die Karten schauen lassen. „Ich habe meine persönlichen Ziele, aber die behalte ich für mich“, stellt er mit einem Lachen klar.
