Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi sind beim FC-Spiel gegen Schalke mit den Köpfen ineinandergekracht. Jetzt haben sie sich gemeldet – und auch Said El Mala thematisiert.
„Finde ich unfair“S04-Profis melden sich nach Blut-Crash – auch zu El Mala

Es war die große Schock-Szene beim 0:0 des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04: der Blut-Crash von Robin Gosens (32) und Soufiane El-Faouzi (24).
In der 37. Minute gingen die beiden Schalker an der Mittellinie hoch zum Kopfball, Said El Mala (20) schubste El-Faouzi ein wenig in der Luft und dadurch in Gosens rein. Beide S04-Profis knallten mit voller Wucht mit den Köpfen aneinander.
Robin Gosens nimmt Said El Mala in Schutz
Die anderen Spieler und Schiedsrichter Harm Osmers (Hannover) riefen sofort das medizinische Personal auf den Platz. Gosens blieb fast regungslos liegen, bei El-Faouzi war schnell viel Blut im Gesicht und auf dem Trikot zu sehen.
Auch die FC-Ärzte wurden auf den Platz gerufen, um ihre Schalker Kollegen zu unterstützen. Gosens und El-Faouzi konnten zwar auf eigenen Beinen wieder den Platz verlassen, der ehemalige DFB-Kicker musste dabei aber unterstützt werden. Vom gesamten Stadion gab es Applaus, von Schalke-Trainer Miron Muslic (44) dafür im Nachhinein ein großes Lob. Beide wurden danach sofort ins Krankenhaus nach Gelsenkirchen gefahren.
Nach der Partie entschuldigte sich El Mala bei Sky noch einmal öffentlich: „Erstmal tut mir das unfassbar leid. Das habe ich gar nicht so wahrgenommen im Spiel, dass ich ihn so krass da reingeschoben habe. Ich dachte, ich habe ein bisschen den Körper reingestellt, weil ich mich gegen zwei Spieler behaupten musste. Und dann wollte ich einfach ein bisschen Platz machen und dass die da ineinander rasen, wollte ich nicht. Ich hoffe, den beiden geht es gut. Ich habe mich, nachdem die behandelt wurden, direkt auch entschuldigt.“
Gegen den FC-Star gab es nach dem Vorfall in den Sozialen Medien vor allem von Schalke-Anhängern einige Anfeindungen, viele S04-Fans warfen El Mala Vorsatz vor.
Sowohl Gosens (zwei Platzwunden an der Stirn) als auch El-Faouzi (Stirnwunde und Nasenbeinbruch) posteten am Sonntag (25. Oktober) neben einem Bild auch einen Text auf Instagram und nahmen den FC-Profi unter anderem in Schutz.
„Said hat gestern Abend noch geschrieben und sich entschuldigt. Ihm Absicht bei der Aktion zu unterstellen finde ich unfair. Das Schubsen hatte Folgen, die kein Spieler vorhersehen konnte. Ist einfach scheiße gelaufen“, schrieb Gosens.
Zudem dankten beide neben ihrer eigenen medizinischen Abteilung auch der des FC. El-Faouzi: „Mein besonderer Dank gilt der medizinischen Abteilung des FC Schalke 04 sowie den Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer für die schnelle und professionelle Versorgung. Ein großes Lob und meinen vollen Respekt möchte ich auch der medizinischen Abteilung des 1. FC Köln aussprechen, die uns ebenfalls direkt geholfen haben. In solchen Momenten zeigt sich, dass Menschlichkeit und Zusammenhalt weit über den Fußball hinausgehen.“
Gosens schlug in die gleiche Kerbe: „Danke an alle Beteiligten, die gestern geholfen und dafür gesorgt haben, dass es uns heute schon wieder den Umständen entsprechend gut geht. Großes Dankeschön auch an die medizinische Abteilung von Köln!!“
Beide wollen sich jetzt „schnellstmöglich erholen um der Mannschaft wieder helfen zu können“ (Gosens) und „sich auf die Regeneration konzentrieren“ (El-Faouzi).
