„Das wollen wir beweisen“ FC mit Risiko-Taktik gegen Bayer: Baumgart will zurück zum Baumgart-Fußball

Heißer Heimspiel-Abschluss für den 1. FC Köln. Steffen Baumgart kündigt für den Rheinland-Kracher gegen Bayer Leverkusen Attacke an.

So viel Spektakel wie 2022 hat das Rhein-Energie-Stadion ganz selten erlebt. Schenkt der 1. FC Köln seinen Fans beim Heimspiel-Finale gegen Bayer Leverkusen ein letztes Fluchtlicht-Fest, bevor in Müngersdorf 73 Tage Pause ist? Der Trainer-Plan ist klar: Steffen Baumgart (50) will zurück zum Baumgart-Fußball!

Hintergrund: Gegen Hoffenheim (1:1) und in Freiburg (0:2) hat der Köln-Coach seine Mannschaft defensiver als gewohnt ins Rennen geschickt. Damit ist am Mittwochabend (9. November 2022, 18.30 Uhr, live auf Sky und im EXPRESS.de-Ticker) gegen Leverkusen wieder Schluss.

Steffen Baumgart: 1. FC Köln steht
„für einen gewissen Fußball“

„Ich lasse meine Jungs hoch angreifen. Da wollen wir uns die Räume erarbeiten. Mit dem Risiko, dass wir beim Umschaltspiel Probleme kriegen können, müssen wir leben“, kündigt Baumgart seine Vollgas-Taktik an.

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„Ich glaube schon, dass wir mittlerweile für einen gewissen Fußball stehen“, erklärt er: „Und das würde ich gerne beibehalten. Das Spiel in Freiburg hat mir noch mal gezeigt, dass uns diese Art und Weise, Fußball zu spielen, nach vorne gebracht hat.“ Nach Europa!

Jetzt heißt es: Mit Attacke, bedingungsloser Offensive und einer Portion Risiko ins Nachbarschafts-Duell mit Bayer…

Baumgart macht klar: „Unser Ansatz ist, mutig zu bleiben. Wir wollen uns als Mannschaft und Verein weiterentwickeln – selbst wenn die Situation im Moment schwierig ist. Das wollen wir gegen Leverkusen beweisen. Mit einer guten Leistung haben wir am Mittwoch unsere Möglichkeiten. Es kann aber auch in die andere Richtung gehen.“

Steffen Baumgart: „Bis Samstag gibt es Vollgas“

Denn: Bayers Stärken liegen gerade im vom Köln-Trainer angesprochenen Umschaltspiel. Sonntag schoss sich die Werkself den Krisen-Frust (nur Platz 14 mit 12 Punkten) gegen den bisherigen Tabellenführer Union Berlin mit 5:0 von der Seele.

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Kam für Baumgart nicht wirklich überraschend: „Das war ein Spiel, das von beiden Seiten mal so zu erwarten war. Dass Union nicht einfach so durchgeht wie bisher, halte ich für normal. Und Leverkusen gehört nicht dahin, wo sie im Moment stehen. Gerade mit dem neuen Trainer merkt man, dass die Strukturen immer besser greifen.“

Trotzdem haben Xabi Alonso (40) & Co. noch fünf Zähler Rückstand auf den FC, sollen vor der WM-Pause keinesfalls vorbeiziehen. Vergangene Saison holte Köln starke vier Punkte gegen Bayer.

Baumgart warnt jedoch mit Nachdruck: „Wir alle haben Leverkusen in der Tabelle ganz woanders erwartet. Sie sind schwer aus den Löchern gekommen, haben aber auf allen Positionen eine exzellente Qualität – darüber müssen wir nicht reden.“

Genauso klar ist, dass er sein FC-Team auf der Zielgeraden dieses so anstrengenden Jahres noch mal nach vorne peitschen wird: „Ich bin glücklich, wenn ich sehe, wie die Jungs arbeiten. Sie hauen alles raus, selbst wenn der Akku leer ist. Das werden wir auch gegen Leverkusen und bei Hertha. Bis Samstag gibt es Vollgas.“ Erst dann darf durchgeschnauft werden.

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