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„Das war nicht ohne“ FC-Rückkehrer Horn über Millionen-Rucksack & Köln-Neustart

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Jannes Horn ist zurück am Geißbockheim.

Köln – Jannes Horn (23) und der 1. FC Köln – wird das doch noch eine Erfolgsstory?

2017 holte Ex-Manager Jörg Schmadtke (56) das Linksverteidiger-Talent für viel Geld vom VfL Wolfsburg ans Geißbockheim. Durchsetzen konnte sich Horn (Vertrag bis 2022) nicht, flüchtete deswegen vor einem Jahr zu Hannover 96. Jetzt ist er gestärkt zurück und gehört zu den Gewinnern der Vorbereitung.

Jannes Horn: „Bin wieder da und will angreifen"

Im EXPRESS-Interview spricht Horn über seine Achterbahnfahrt mit dem FC, seine Zeit in Hannover und seinen Neustart unter Markus Gisdol (51).

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Jannes Horn, wie fühlt es sich an, zu einer Mannschaft zurückzukehren, die man schon kennt?

Sehr schön. Ich habe mich auch vor einem Jahr mega wohlgefühlt in der Mannschaft. Deswegen freue ich mich, wieder hier zu sein. In dem Jahr in Hannover habe ich die Jungs echt vermisst. Und natürlich auch die Stadt, das ist schon eine andere Hausnummer als Hannover (lacht).

Wie hat Sie das Jahr in Hannover weitergebracht?

Ich habe an meinen Schwächen gearbeitet. Unter Kenan Kocak bin ich aggressiver geworden, auch besser im Stellungsspiel, würde ich sagen. Und ich hatte wieder extrem viel Spaß am Fußball. Auch wenn ich mal ein schlechtes Spiel gemacht habe, wusste ich, dass ich beim nächsten Mal wieder dabei bin. Dieses Vertrauen des Trainers ist für mich ganz entscheidend, und hat meiner Entwicklung sehr gutgetan.

Wann stand es fest, dass sie zum FC zurückkehren?

Der Kontakt war immer da über Manni Schmid. Und direkt zum Start der Sommerpause wurde mir von Horst Heldt mitgeteilt, dass ich auf jeden Fall zurückkommen soll. Da habe ich mich gefreut wie ein kleiner Junge – hier beim FC wieder die Chance zu haben, Bundesliga zu spielen. Es gab für mich noch ein paar andere Optionen, aber der FC stand für mich sofort an erster Stelle.

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Jannes Horn beim Testspiel gegen Deutz 05

Was nehmen Sie sich für Ihren zweiten FC-Anlauf vor?

So viele Spiele wie möglich zu machen. Ich gebe jeden Tag Gas, um in der Startelf zu stehen, hau mich rein. Auf Platz eins steht für mich, dass wir in der Liga bleiben.

Sie sind bereits 2017 zum FC gekommen mit dem Ziel, sich in der Bundesliga festzubeißen. War es schwer, noch mal einen Schritt zurückzugehen?

Das gehört dazu. Natürlich hätte ich mir gewünscht, 2017 direkt 30 Spiele zu machen. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Manchmal läuft es nicht, und dann ist man aus verschiedenen Gründen erst mal außen vor. Deswegen war es für mich vor einem Jahr die einzige Schlussfolgerung, dass ich mich ausleihen lassen muss. Jetzt bin ich wieder da und will angreifen.

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Damals sind Sie als 20-Jähriger für sieben Millionen Euro zum FC gewechselt. Im Rückblick: Hat Sie diese Summe gehemmt?

Das war nicht ohne, muss ich im Nachhinein sagen. Man trägt da als junger Spieler schon einen Rucksack mit sich.

Sie wurden damals genau wie Jhon Cordoba schnell als Sündenbock und Fehleinkauf abgestempelt.

So etwas muss man ausblenden. Ich höre darauf, was meine Familie und Freunde sagen. Dass es auch andere Meinung gibt – damit muss ich leben, das ist mein Job. Und in der Abstiegssaison haben wir einfach alle schlecht gespielt.

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Jannes Horn im August 2017 mit Ex-FC-Coach Peter Stöger

Sie haben in Köln in kurzer Zeit schon viel mitgemacht…

Europapokal, Abstieg, Aufstieg – ich hatte noch keine ruhige Saison beim FC, das stimmt (lacht). In Hannover war es nun erstmals etwas ruhiger, wir sind Sechster geworden. Das tat mir ganz gut. Ich hätte nichts dagegen, wenn auch die neue Saison ruhig für uns verläuft.

Wie ordnen Sie die Qualität der Mannschaft ein?

Nach den ersten Wochen habe ich einen Top-Eindruck. Wir sind ein verschworener Haufen, verstehen uns alle super. Wir können hier etwas aufbauen – aber dafür müssen wir die Klasse halten.

Auf der Linksverteidiger-Position ist Noah Katterbach Ihr Konkurrent – ein Eigengewächs, Gewinner der Fritz-Walter-Medaille. Ist das ein offenes Rennen?

Es ist ein ganz normaler Konkurrenzkampf. Und der ist wichtig für mich, damit man sich nicht zu sicher fühlt. Klar, Noah ist ein super Spieler – aber ich kenne auch meine Stärken. Deswegen gehe ich das selbstbewusst an.

Sie machen bislang auch einen guten Eindruck in der Vorbereitung. Sind Sie selbst zufrieden?

Für mich läuft die Vorbereitung echt gut. Momentan passt alles: Ich bin fit, mir geht es gut – so kann es weitergehen. Und der Trainer spricht viel mit mir, gibt mir viele Dinge mit.

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Jannes Horn im Trainingslager in Donaueschingen

Was erwartet Markus Gisdol von Ihnen?

Dass ich meine Stärken, vor allem meine Geschwindigkeit, einbringe und der Mannschaft damit helfe. Das ist auch mein Anspruch. Im Spiel will ich viele Meter machen, hinten stabil stehen und viele Flanken schlagen.

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Ron-Robert Zieler haben Sie quasi aus Hannover mitgebracht. Konnten Sie verstehen, dass er bei 96 derart vom Hof gejagt wurde?

Mit Ron habe ich natürlich darüber gesprochen, aber das Thema ist erledigt. Ron ist jetzt bei uns. Ich denke, er fühlt sich sehr wohl hier als gebürtiger Kölner. Er ist Weltmeister, hat unzählige Bundesliga-Spiele gemacht – Ron hilft jeder Mannschaft und bringt uns als Typ weiter. Und von seinen Fähigkeiten als Torwart brauchen wir gar nicht sprechen.

Während Sie weg waren, ist mit Elvis Rexhbecaj auch ein guter Kumpel von Ihnen zum FC gewechselt.

Wir sind echt sehr eng befreundet, kennen uns seit der U14 in Wolfsburg, und der Kontakt ist nie abgerissen. Wir waren damals oft gemeinsam auf einem Zimmer und haben uns auch jetzt im Trainingslager direkt wieder eins geteilt. Er hat mich bei seinem Wechsel nach Köln um Rat gefragt und ich konnte nur Positives sagen, weil der FC einfach ein geiler Klub ist. Letzte Saison hat mir Elvis oft geschrieben, dass er mich vermisst und ich zurückkommen soll – das hat geklappt.

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