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U21-Stürmer im TrainingslagerWarum Lennemann den Vorzug vor El Mala erhält

Er ist die wohl größte Überraschung im Trainingslager-Kader des 1. FC Köln: Bernie Lennemann ist, anders als Malek El Mala, mit ins Trainingslager geflogen.

Dieser Name war bislang nur eingefleischten FC-Fans bekannt: Doch für das Trainingslager im spanischen La Nucia zauberte Lukas Kwasniok Youngster Bernie Lennemann aus dem Hut.

Der Angreifer hatte sich diese Chance mit einem starken Endspurt für die U21 verdient. In der Regionalliga traf er in den jüngsten drei Partien gleich viermal.

Kwasniok schwärmt von FC-Talenten

Damit erhielt er den Vorzug vor Malek El Mala, der Bruder von Senkrechtstarter Said musste zu Hause bleiben. Der Grund liegt aber wohl weniger an den Leistungen, sondern eher an der Fitness. Denn der ältere El Mala ist nach einer Sprunggelenksverletzung und mehreren Rückschlägen im Jahresendspurt noch nicht wieder bei 100 Prozent.

Dabei halten sie beim FC große Stücke auf den Angreifer, trauen ihm wie Said ebenfalls eine steile Entwicklung zu. Auch Christian Keller empfiehlt, bei all dem Hype um Said, die Entwicklung des Bruders nicht außer Acht zu lassen. Gegenüber EXPRESS.de sagte der Ex-Boss: „Im Übrigen sollten die FC-Fans auch Malek nicht außer Acht lassen. Er wird noch etwas Zeit brauchen, um sich körperlich auf Profiniveau zu entwickeln. Doch auch er hat hochinteressante Anlagen.“

Diese konnte er unter Förderer Evangelos Sbonias schon unter Beweis stellen. El Mala erzielte in elf Spielen für die Zweitvertretung fünf Tore, alle 125 Minuten schlug er zu.

Doch vorerst muss sich der junge Stürmer noch etwas gedulden, an der Costa Blanca dürfen sich dieser Tage fünf andere „Jungdachse“ beweisen. Neben Lennemann sind das Cenny Neumann, Yannick Mausehund, Fynn Schenten, Torjäger der U19 und Keeper Mikolaj Marutzki. 

Bernie Lennemann am Ball.

Bernie Lennemann ist einer der Überraschungs-Teilnehmer im Trainingslager des 1. FC Köln.

Diese Talente haben es Trainer Kwasniok auch schon angetan. „Wir haben fünf dabei, die Energie reinbringen sollen. Sie sollen die etablierten Spieler kitzeln und herausfordern. Die Erfahreneren wiederum müssen dann um ihren Platz kämpfen. Wir haben vor allem in der Offensive einige interessante Jungs dabei, die alle viel können“, schwärmt Kwasniok.

Auch Youssoupha Niang, der bereits im Sommer-Trainingslager dabei war, dann aber durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, ist mit nach Spanien geflogen.