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Später Ausgleich in BremenKwasniok zitiert kölsches Grundgesetz

Der 1. FC Köln hat am Samstag spät einen Punkt gegen Werder Bremen gerettet. EXPRESS.de hat die wichtigsten Stimmen zum Auswärtsspiel gesammelt.

Quasi in letzter Minute hat der 1. FC Köln am Samstag (29. November) gegen Werder Bremen einen Punkt gerettet. Das goldene Tor in der Nachspielzeit hat dabei Youngster Said El Mala (19) geschossen.

Nach der Partie zeigten sich die Profis der Geißböcke zufrieden mit dem Punktgewinn, vor allem die schwache erste Hälfte war jedoch ein Kritikpunkt. EXPRESS.de hat die wichtigsten Stimmen zum Duell in Bremen gesammelt.

Tom Krauß: „Wir hatten Glück, dass wir nicht das 2:0 bekommen“

FC-Mittelfeldspieler Tom Krauß (24) über ...

... den gewonnenen Punkt: „Ja, am Ende nehmen wir jeden Punkt mit. In der letzten Minute oder in den letzten Minuten so ein Tor zu machen, tut umso mehr gut. Wir hatten dann Glück, dass wir nicht das 2:0 bekommen. Ich glaube, das wäre dann der endgültige Stoß gewesen. So nehmen wir den Punkt gerne mit. Die erste Halbzeit war trotzdem nicht gut, wissen wir selber. Das müssen wir analysieren, aber am Ende steht der Punkt. Und ein weiterer Punkt für den Abstiegskampf.“

... seine Einwechslung und Kwasnioks Anweisungen: „Ich sollte eine gewisse Stabilität ins Spiel reinbringen. Mit mir und Eric hast du natürlich auch zwei Spieler, die sehr viele Bälle abgreifen können. Die letzten zwei Wochen habe ich 90 Minuten auf der Bank verbracht. Am Ende geht es für mich auch einfach darum, zu zeigen, dass ich da bin, egal in welchen Phasen. Das ist für mich das Wichtigste und das hat er auch am Ende gesagt, dass er auch eine gewisse Energie von mir braucht. Ich glaube, das weiß jeder, was da meine Stärken sind, um am Ende einfach der Mannschaft zu helfen.“

FC-Torwart Marvin Schwäbe (30) über ...

.... die Bedeutung des Punktgewinns nach zwei Niederlagen in Folge: „Enorm. Erstens wieder in der Schlussphase, dass wir wissen, dass wir den Glauben bis zum Schluss immer haben und halten können. Außerdem tut der Punkt auswärts in Bremen natürlich extrem gut.“

... über die schwache Leistung in der ersten Halbzeit: „Wir hatten natürlich frühzeitig einen verletzungsbedingten Wechsel, was irgendwo ein Stück weit Unruhe reinbringt. Dann hatten wir den einen oder anderen, der vielleicht so noch nicht miteinander gespielt hat. Ich glaube, dass wir trotzdem bemüht waren und gewillt waren. Klar, wir haben uns hier und da ein bisschen ziehen lassen, dann wurde jeder lange Ball ein bisschen gefährlich. Am Ende haben wir uns das Ganze in der zweiten Halbzeit hart erarbeitet.“

FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) über das 1:1: „Die erste Nachricht, die ich bekommen habe, war: ‚Es hätt noch immer jot jejange.‘ So kann man es, glaube ich, zusammenfassen. Wir haben eine richtig schlechte erste Halbzeit gespielt. Wahrscheinlich wird mein Kollege Horst Steffen das ähnlich sehen in Bezug auf die Leistung der Bremer in der zweiten Halbzeit. Da die Bremer uns einfach am Leben gelassen haben, insbesondere zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sie das 2:0 dann eben nicht machen, sind wir ins Spiel zurückgekommen. Wir hatten, glaube ich, ein Energieproblem in der ersten Halbzeit, auch ein Zugriffsproblem, das konnten wir dann in der zweiten Halbzeit revidieren. In Summe würde ich sagen, war es nicht unverdient, aber schon auch glücklich.“

Bremen-Kapitän Marco Friedl (27) über das Spiel: „Wir müssen uns ankreiden, dass wir aus der Halbzeit kommen und offensiv nichts mehr gemacht haben. Das ist extrem ärgerlich, weil heute schon eine große Chance da war, das Spiel zu gewinnen. Nach so einer Halbzeit, wo du völlig verdient 1:0 führst, musst du das Spiel besser absolvieren. Deswegen ist das sehr, sehr bitter.“