Widerliche Beleidigungen gegen Zieler Der FC sucht den Hass-Sänger aus der Südkurve

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Vier Einpeitscher befanden sich am Sonntag beim Stuttgart-Spiel auf dem Zaun vor der Südkurve. Von einem gingen die Beleidigungen aus.

Köln – Dieser widerliche Vorfall wird Folgen haben!

Neben dem 1. FC Köln ermittelt auch der Kontrollausschuss des DFB wegen der Beleidigungen gegen Stuttgarts Torwart Ron-Robert Zieler (29). Ein Vorsänger der Südkurve hatte ihn Sonntag via Megaphon mehrfach weit unter der Gürtellinie attackiert (hier lesen). Auch DFB-Präsident Reinhard Grindel (56) ist entsetzt.

Ron-Robert Zieler wurde aus der Südkurve heftig beleidigt

Ermittlungen gegen den Hass-Sänger! Als der FC gegen den VfB hinten lag,  brannten bei einem Capo der Ultras wohl alle Sicherungen durch. „Zieler, warum bringst du dich nicht um?“ oder „Deine Mutter ist mit Enke verwandt, du Bastard“, brüllte er in Richtung des Spielfeldes – die widerlichen Sprüche waren über die TV-Mikrofone deutlich zu hören.

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So reagierte der 1. FC Köln auf die Vorfälle

Am Montagmorgen nahm der FC Ermittlungen auf! Die zuständigen Vereinsvertreter trugen die nötigen Informationen zusammen und werteten  Videobilder aus. 

Vier Personen nutzten am Sonntag auf dem Zaun ein Megaphon, sie alle müssen beim Klub angemeldet sein. Zwei gehören zur Wilden Horde, je ein Megaphon haben Boyz und Coloniacs.

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Ron-Robert Zieler wurde im RheinEnergieStadion heftig beleidigt.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (43): „Wir distanzieren uns natürlich in aller Form von den Äußerungen und werden alles unternehmen, um den Schuldigen ausfindig zu machen und vor die Stadionverbotskommission zu bringen.“

Auch der DFB hat sich eingeschaltet

Der Täter wird wohl aus dem Stadion fliegen. Auch der Kontrollausschuss des DFB wurde aufmerksam. Der FC wurde vom DFB zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert und um eine Täter-Ermittlung gebeten.

Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird das Gremium über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Das sagt der der DFB-Präsident zum Skandal in Köln

DFB-Präsident Reinhard Grindel war schockiert: „Sollten sich die Hinweise bestätigen, muss die Sportgerichtsbarkeit mit Blick auf das Andenken an unseren Nationaltorwart, den Respekt für seine Familie und die wichtige Arbeit der Robert-Enke-Stiftung mit aller Konsequenz gegen solche skandalösen Äußerungen vorgehen.“

Ron-Robert Zieler reagierte gelassen auf die Beleidigungen

Der in Köln geborene Keeper registrierte während des Spiels die Beleidigungen. Zieler nach dem Spiel in den Katakomben zum EXPRESS: „Was soll ich machen? Natürlich höre ich das, der Typ steht ja fünf Meter hinter mir. Ich nehme das sportlich, als Torwart ist man einiges gewohnt. Und: Ich bin Kölner, von ganzem Herzen, und das bleibe ich auch.“

Doch was bleibt, ist mal wieder ein Imageverlust für den FC. Trainer Stefan Ruthenbeck (45): „Was da passiert ist, geht gar nicht. Das ist unmöglich und auch ich als Trainer distanziere mich ausdrücklich davon!“ Nationalkeeper Robert Enke hatte sich im Jahr 2009 das Leben genommen.

Der 1. FC Köln gab am Montag eine Stellungnahme ab

„Der 1. FC Köln distanziert sich von den üblen Anfeindungen gegen Ron-Robert Zieler und bittet ihn ebenso wie die Familie Enke dafür um Entschuldigung“, erklärte der Verein auf der Homepage.

„Was offenbar von einem oder einigen FC-Ultras über Megaphon in Richtung des Torwarts des VfB Stuttgart gerufen wurde, geht über eine im Stadion noch tolerierbare Wortwahl weit hinaus und widerspricht allen Werten des FC.“

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(ach/tle)

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