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FC-Stimmen Kölner verstehen Frankfurt-Frust: „So stellt man sich ein Fußball-Spiel nicht vor“

Die FC-Profis Timo Hübers, Jonas Hector und Marvin Schwäbe (v.l.) nach dem 1:1 in Frankfurt am 21. August 2022 mit Trainer Steffen Baumgart (2.v.r.)

Die FC-Profis Timo Hübers, Jonas Hector und Marvin Schwäbe (v.l.) nach dem 1:1 in Frankfurt am 21. August 2022 mit Trainer Steffen Baumgart (2.v.r.)

Die Stimmen zum Bundesliga-Spiel Frankfurt gegen 1. FC Köln (1:1). Der Frust bei der Eintracht kannte nach Jan Thielmanns Tor keine Grenzen.

Der 1. FC Köln erlebte am Sonntag (21. August 2022) in Frankfurt eine wilde Schlussphase. Jan Thielmanns später 1:1-Ausgleich sicherte Steffen Baumgart und seinen Jungs einen Punkt bei der Eintracht – war nach fünfminütigem Video-Check allerdings höchst umstritten.

EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel und VAR-Wirbel gesammelt ...

Timo Hübers: „Da geht das Spiel dann schon kaputt“

FC-Trainer Steffen Baumgart (50) über den VAR-Zoff: „Fakt ist: Wenn wir uns das in Ruhe angucken, war es schon eine Abseitssituation. Wenn das Tor nicht gezählt hätte, hätten wir uns nicht beschweren können. (...) Das gleiche hatten wir gegen Schalke und da wurde es zurückgenommen. Es ging aber angeblich um vier Situationen und wenn wir vier Situationen raussuchen, um zu finden, woran es denn liegt, dann finde ich das ein bisschen schwierig.“ 

Alles zum Thema Steffen Baumgart

Baumgart über die Partie: „Aus unserer Sicht war es ein gutes Spiel, denn die Jungs haben alles rausgehauen und man hat auch zum Ende des Spiels gesehen, dass die Jungs mit sich zu kämpfen hatten. Mit Jans Schuss holen wie einen Punkt, den nehmen wir gerne mit.“ 

FC-Verteidiger Timo Hübers (26) über das umstrittene 1:1: „Ich habe nach fünf Minuten nachgefragt, es wurde viermal Abseits gecheckt. Wenn der Videobeweis so umgesetzt wird, macht es nicht so viel Spaß. Da geht das Spiel dann schon kaputt. Für uns war es vielleicht gar nicht so schlecht, weil wir durchschnaufen konnten, aber so stellt man sich ein Fußball-Spiel nicht vor. Es ist absoluter Quatsch, wenn viermal Abseits überprüft wird. Wenn man da mit gesundem Menschen- und Fußballverstand rangeht, muss man auch nicht eine Minute zurückgehen, um eine Abseitssituation zu checken. Da entwickelt sich der Fußball, glaube ich, in eine falsche Richtung. Es war eine ähnliche Situation wie gegen Schalke, die abgepfiffen wurde. Da können wir uns nicht beschweren, wenn uns das Tor hier aberkannt wird. In Summe war das Glück vielleicht auf unserer Seite.“

Hübers übers Spiel: „Den Punkt nehmen wir gerne mit. Ich glaube, man hat gesehen, dass wir ab der 60. Minute platt waren. Da haben die Frankfurter dann noch mal von der Bank nachgelegt und eine unglaubliche Physis an den Tag gelegt.“

Thomas Kessler: Schiedsrichter „war die ärmste Sau“

FC-Torschütze Jan Thielmann (20): „Ich muss als Kölner natürlich sagen, dass Flo Dietz nicht im Abseits ist, aber der Schiri hat lange geprüft. Er wusste selbst nicht, was abgeht, und im Endeffekt wurden vier Situationen gecheckt. Wir sind natürlich froh darüber, dass das Tor gezählt hat.“

Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36) über die lange Video-Überprüfung: „Ich habe es mir auch angeschaut, wir waren allerdings mit dem iPad ein bisschen hinterher. Es war für mich superschwer zu erkennen, ob es Abseits war. Ich war dann in der Kommunikation mit dem Vierten Offiziellen, er sagte mir, dass sie die Linie drauflegen um zu schauen, ob es Abseits ist. Und wenn es Abseits ist, dann müsste er noch mal raus, um zu schauen, ob es im Sichtfeld von Trapp war. Es ist für den Schiedsrichter extrem unglücklich, weil es am Ende viele Minuten waren. Es geht natürlich Genauigkeit vor Schnelligkeit, aber in so einem Hexenkessel wollte heute sicher keiner mit dem Schiedsrichter tauschen. (...) Das ist nicht der Sport, den wir haben wollen, wenn du sieben Minuten auf eine Entscheidung warten musst. Das soll aber keine Kritik am Schiri sein, denn der war heute die ärmste Sau, wenn man da so lange steht und auf die Entscheidung wartet.“

Kessler übers Spiel: „Die Jungs sind wieder zwei oder drei Kilometer mehr gelaufen als die Frankfurter. Das ist einfach die Mentalität, die wir haben. Wenn du hier 0:1 in Rückstand gerätst, mit dieser fantastischen Stimmung im Stadion, dann ist es unglaublich schwer zurückzukommen. Großes Kompliment also an die Mannschaft, auch nach dem Nackenschlag am Donnerstag. Dass wir das 1:1 erzwingen zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich bin deswegen auch überzeugt, dass wir unsere Ziele erreichen.“

FC-Linksaußen Florian Kainz (29): „Wir haben einen Punkt mitgenommen und können zufrieden sein. Meiner Meinung nach ist das ein gerechtes Unentschieden. Es war ein sehr intensives Spiel und wir haben nicht wirklich gewusst, auf was wir uns vorbereiten sollen, ob sie mit Vierer- oder Dreierkette spielen. Dieses Mal haben wir sehr viel Videoanalyse gemacht vor dem Spiel und sehr viele Sachen besprochen. Im Endeffekt war es dann ein gerechtes Remis.“

Kevin Trapp: „Diskussionen über Scheiß-Abseitstore“

Eintracht-Keeper Kevin Trapp (32): „Ich sehe den Ball nicht, weil da natürlich auch welche von meiner Mannschaft stehen – aber ein Kölner steht im Abseits und da verstehe ich nicht, wieso man das nicht rigoros abpfeift. Jede Woche haben wir die Diskussionen über so Scheiß-Abseitstore und das ist einfach ein Wahnsinn. Er steht im Abseits, warum wird das nicht abgepfiffen? Ich verstehe es wirklich nicht mehr, jedes Wochenende stehe ich da und muss über Schiedsrichter-Entscheidungen diskutieren, was eigentlich gar nicht meine Aufgabe ist.“

Frankfurt-Manager Markus Krösche (41): „Es ist relativ klar: Es ist Abseits! Erst mal verstehe ich nicht, wieso die fünf Minuten prüfen, und zweitens muss er doch sehen, dass Dietz im Sichtfeld steht. Ich verstehe nicht, was die dann da machen. Es war letzte Woche genau das gleiche, wo dann eine Argumentation gesucht wird. Es ist ärgerlich, aber trotzdem müssen wir es vorher entscheiden und das haben wir nicht gemacht. Es war ein sehr intensives Spiel gegen eine sehr gute Kölner Mannschaft, die gut verteidigt hat. Für mich steht er aber ganz klar im Sichtfeld, auch wenn man jetzt nicht alles auf den Schiedsrichter schieben muss.“

Frankfurt-Trainer Oliver Glasner (47): „Für mich war der Auftritt ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben viel über Stabilität und Kompaktheit gesprochen. Das haben wir heute gezeigt. Köln hatte nur fünf Abschlüsse. Das war ein klarer Schritt nach vorne. Wir haben unsere Chancen nicht verwerten können, deswegen steht mit einem Abseitstor das 1:1. In Summe ist das enttäuschend, aber wie Steffen gucke ich auf die Leistung meiner Mannschaft und kann deshalb mit dem Unentschieden leben.“

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