„Da war Tony nicht existent“  FC-Coach genervt: Baumgart mit klarer Forderung in Modeste-Debatte 

Anthony Modeste und Steffen Baumgart schrieben ein kurzes, aber intensives Kapitel in der Geschichte des 1. FC Köln. Nun äußerte sich der FC-Trainer zum Abgang des Franzosen.

Formtief, Baumgart-Ansage, Schiebermützen-Jubel, 20 Tore und Euro-Quali!

Das war die besondere Beziehung zwischen Steffen Baumgart (50) und seinem ehemaligen Schützling Anthony Modeste (34) – kurz, aber höchst intensiv.

1. FC Köln: Steffen Baumgart brachte Anthony Modeste wieder in Form

Der Trainer des 1. FC Köln hat Tony wieder in die Spur gebracht. In den beiden Bundesliga-Jahren nach seiner China-Rückkehr war er noch ein Schatten seiner selbst. 

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Der damals vollkommen gefrustete Angreifer floh im Winter nach Saint-Étienne, war von Verletzungen gebeutelt (Leisten- und Zahn-OP). Erst unter Baumgart blühte der Franzose wieder auf.

Der Kölner Coach gab Tony das nötige Vertrauen, das der Stürmer so dringend braucht, um Tore zu erzielen. „Er ist gerade, er ist der Richtige. Er sagt einem die Dinge ins Gesicht und redet nicht hinter dem Rücken. Ich fühle, dass der Trainer auf mich setzt. Das ist richtig, richtig gut“, sagte Modeste damals. Es folgten zahlreiche Tore, der Schiebermützen-Jubel und die erfolgreiche Euro-Quali mit 20 Modeste-Toren.

Steffen Baumgart nicht persönlich von Anthony Modeste enttäuscht

Jetzt kam das abrupte Ende der besonderen Trainer-Spieler-Beziehung. Auf die Frage, ob Baumgart nun persönlich enttäuscht von seinem Ex-Schützling ist, antwortete der FC-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen RB Leipzig (Samstag, 13. August 2022, 15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de): „Nein! Trotzdem tut uns das weh, aber ich sage es noch einmal: Ich bin nur über den Ablauf enttäuscht gewesen, dass es so kurz vor dem Spiel rauskommt.“

Baumgart ergänzte: „Aber, dass Tony so einen Weg gehen möchte, kann glaube ich jeder nachvollziehen. Dass ich ihn gerne hier behalten hätte, und zwar nicht nur als Stürmer, sondern auch als Mensch, das gebe ich gerne zu.“

Baumgart über Modeste: „Zeigt den Weg des 1. FC Köln“

Kein Wunder, dass der FC-Trainer auch ein bisschen Stolz verspürt. Er hat den Stürmer im Spätherbst seiner Karriere noch mal zu einem Champions-League-Spieler geformt: „Ich freue mich, dass er es geschafft hat, wieder in diese Form zu kommen. Ich glaube, er war einer der abgeschriebensten Spieler der Bundesliga und jetzt ist er einer der begehrtesten gewesen, sonst wäre er nicht nach Dortmund gegangen. Das ist doch eine schöne Entwicklung.“

Im Wissen um die Lücke, die Modeste hinterlässt, machte Baumgart prompt Werbung in Richtung neuer Spieler: „Das zeigt auch den Weg des 1. FC Köln, dass wir nicht jeden abschreiben, sondern, dass man sich bei uns entwickeln kann. Das heißt, wenn außerhalb mal einer zuhört: Wir sind zwar nicht der erfolgreichste Verein, aber bei uns kannst du dich entwickeln.“

Allzu große Sorgen bereitet ihm der Abgang des 20-Tore-Mann daher nicht: „Diesen Fußball, den wir hier spielen, den habe ich auch schon woanders gespielt und da war Tony nicht existent. Tony ist ein wichtiger Spieler gewesen und damit ist das Thema beendet. Er ist einen neuen Weg gegangen und wir werden als Mannschaft unseren Weg weitergehen.“

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