Zittersieg in Paderborn Nächste Uth-Gala – jetzt wartet das Derby auf den FC

Gisdol_OPaderborn_Jubel

Markus Gisdol war die Erleichterung nach dem Abpfiff anzusehen.

Paderborn – Tschö, Abstiegskampf!

Der 1. FC Köln hat sich mit dem achten Sieg unter Markus Gisdol endgültig aus dem Keller verabschiedet. Das 2:1 beim SC Paderborn war der dritte Dreier in Folge. Obwohl der FC am Ende noch zittern musste, fiebert nun ganz Köln dem Derby entgegen – und darf ein bisschen von Europa träumen!

Fans des 1. FC Köln: „Wir träumen von Europa – vom Europapokal“

In der Benteler-Arena waren 38 Minuten gespielt, da schallte es aus dem Gästeblock: „Wir träumen von Europa – vom Europapokal.“ Dann schoben die FC-Fans noch „Erste Runde Budapest, zweite Runde Rom, in Kopenhagen schellt das Telefon...“ nach.

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Kein Wunder: Der FC befeuerte die Träume seiner Anhänger mit dem nächsten Sieg, spielt die beste Rückserie seit 31 Jahren.

Trotz Bornauw-Verletzung und Cordoba-Sperre ließ Köln beim Schlusslicht lange Zeit wenig anbrennen. Vor den Spielen der Konkurrenz am Wochenende ist der Relegationsplatz nun schon satte elf Zähler weg – und Schalke auf Platz sechs lediglich noch vier Punkte entfernt!

Jonas Hector per Traumtor zum 2:0

„Köln ist ja speziell. Die Leute haben auch schon im Dezember von Europa gesungen. Es ist schön, wenn die Fans mit uns fiebern, aber ich weiß, dass wir mit der notwendigen Demut ausgestattet sind. Wir bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden“, sagte Erfolgscoach Gisdol gewohnt sachlich.

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Die FC-Spieler bejubeln das 2:0 von Jonas Hector.

„Der FC war 60 Minuten die bessere Mannschaft“, gestand SCP-Trainer Steffen Baumgart. „Sie haben Qualität.“

Binnen neun Minuten sorgten die Kölner in Halbzeit eins für die Vorentscheidung: Uth verlängerte eine Kainz-Ecke auf Meré, der am zweiten Pfosten abstaubte (28.). Dann  zog Uth im Mittelfeld das Tempo an und legte auf Hector quer. Der Kapitän traf aus 20 Metern per Schlenzer (37.) – ein Traumtor!  „Wunderschön, das freut mich für ihn“, sagte Uth, der nach seiner Zwangspause gegen Schalke seine Tor-Beteiligungen sechs und sieben (drei Treffer, vier Assists) verbuchte.

1. FC Köln schwimmt in den letzten 15 Minuten

Anders als in der vergangenen Zweitliga-Saison, als Köln bei den Ostwestfalen ebenfalls mit 2:0 vorne lag und nach wilder Schlussphase noch als 2:3-Verlierer vom Platz ging, ließ sich der FC den Vorsprung dieses Mal nicht mehr nehmen. Obwohl die Hausherren wie aus dem Nichts zum 1:2-Anschluss durch Srbeny kamen (73.).

Doch Keeper Horn entschärfte einen Sabiri-Knaller-Freistoß aus 30 Metern (87.) an die Latte – und dann war auch der Freitags-Fluch (sieben Bundesliga-Pleiten in Serie) gebrochen. „Ich hab damit gerechnet, sie schießen aus allen Lagen. Aber ein bisschen Glück gehört auch dazu“, gestand der Torhüter nach dem Aluminium-Kracher.

1. FC Köln strotzt vor Derby vor Selbstvertrauen

Vielleicht half auch ein Glücksbringer auf der Tribüne: Rafael Czichos, der nach seinem Wirbelbruch für den Rest der Saison ausfällt, verfolgte die Partie live im Stadion – er dürfte nun Gewissheit haben, dass der FC bei seiner Rückkehr noch immer in der Bundesliga spielen wird...

Nach dem dritten Dreier am Stück (dem achten in zehn Spielen) strotzt Köln nur so vor Selbstvertrauen, das Derby in Gladbach (Mittwoch, 18.30 Uhr) kommt genau zur richtigen Zeit! Uth: „Da werden wir alles reinhauen. Im Derby ist jetzt alles möglich!“

SC Paderborn – 1. FC Köln: 1:2

Aufstellungen

SC Paderborn: Zingerle - Collins, Schonlau, Strohdiek, Jans - Antwi-Adjej, Vasiliadis, Fridjonsson, Pröger - Srbeny, Michel

1. FC Köln: Horn - Schmitz, Leistner, Meré, Ehizibue - Kainz, Hector, Skhiri, Jakobs - Uth, Modeste

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Tore: 1:0 Meré (28.), 2:0 Hector (37.), 1:2 Srbeny (73.)

Hier können Sie den Liveticker zur Partie noch einmal nachlesen:

Abpfiff

92.: Paderborn kann aus der Ecke nichts machen.

90.: Es gibt 4 Minuten Nachspielzeit.

89.: Die letzte reguläre Spielminute ist angebrochen. Bringt der FC das 2:1 über die Zeit?

87.: Der anschließende Freistoß von Sabiri aus gut 30 Metern knallt an die Latte. Horn war noch minimal dran.

86.: So langsam wird das hier zum Gelb-Festival für den FC-Meré ist auf einem Ausflug unterwegs, verliert den Ball und grätscht seine Gegenspieler voll um. Verdiente und unnötige Gelbe Karte!

85.: Hartes einsteigen von Skhiri gegen Sabiri. Dafür sieht der Tunesier die Gelbe Karte.

84.: Markus Gisdol wechselt ein letztes Mal: Simon Terodde kommt für Anthony Modeste.

82.: Uth hat für heute seine Schuldigkeit getan, für ihn kommt Dominick Drexler in die Partie.

80.: Doppel-Gelb für den FC: Rexhbecaj trifft zwar mit offener Sohle den Ball, aber auch die Wade von Collins. Uth regt sich danach zu sehr über die Entscheidung auf. Siebert gibt beiden den gelben Karton.

78.: Das hätte fast das 3:1 für den FC sein müssen. Super Ball von Rexhbecaj auf Modeste in den Lauf. Der Franzose legt sich den Ball an Zingerle vorbei, verpasst das Tor aber aus spitzen Winkel.

74.: Jetzt auch erster Wechsel beim FC. Elvis Rexhbecaj kommt für Jonas Hector. Den Kapitän plagen wohl muskuläre Probleme.

73.: Benno Schmitz lässt Pröger flanken, in der Mitte ist Srbeny schneller als Leistner und köpft zum 1:2-Anschluss.

Tor für Paderborn

73.: Erster Wechsel beim SCP. Fridjonsson geht runter. Ex-Gladbacher Marlon Ritter kommt auf den Platz.

69.: Der FC muss momentan nicht zwingend nach vorne spielen. Paderborn kann es bis hierhin noch nicht wirklich. Dementsprechend verläuft die Partie gerade.

63.: Gelbe Karte gegen Fridjonsson, der Uth an der Mittellinie mit offener Sohle abräumt.

60.: Die erste größere Chance für Paderborn. Aber Vasiliadis schießt den Ball aus 17 Metern weit über den Kasten.

57.: Der Wechselgesang „Come on FC“ kann sich mal wieder hören lassen. Auch heute wieder eine tolle Unterstützung der FC-Fans.

54.: Bis auf den Eckball vom FC passiert im zweiten Durchgang noch nicht viel.

48.: Nach Ecke von Kainz verlängert Hector auf Uth. Der ist aber zu überrascht und schafft es, den Ball aus drei Metern übers Tor zu köpfen.

Anpfiff zur 2. Halbzeit

Halbzeitfazit: Es ist und bleibt ein kleines Fußball-Wunder: Auch ohne die beiden besten Torschützen Jhon Cordoba und Sebastiaan Bornauw, mit einem kränklichen Timo Horn, führt der 1. FC Köln völlig verdient und souverän zur Pause mit 2:0 bei Schlusslicht SC Paderborn. Coach Markus Gisdol hat seine Mannschaft einmal mehr perfekt eingestellt.

Der kürzlich an der Halswirbelsäule operierte Rafael Czichos ist mitgereist und zeigt so den Teamgeist in dieser Truppe, die auf dem besten Weg ist, den achten Sieg im zehnten Spiel einzufahren. Die Torschützen Jorge Meré und Jonas Hector profitierten beide von Vorlagen des FC-Rückkehrers Mark Uth, der im sechsten Einsatz mittlerweile auf unglaubliche sieben Torbeteiligungen kommt.

„Europapokal“, schallt es aus dem Kölner Block und mit jedem Sieg wird das ein Stück realistischer.

Halbzeit in Paderborn

44.: „Erste Runde Budapest, zweite Runde Rom...“ Im FC-Block wird vom Europapokal geträumt. Aktuell sind es sogar nur noch vier Punkte auf Platz sechs. Aber die anderen Teams dürfen an diesem Wochenende auch noch ran.

42.: Der SC Paderborn wechselt zum ersten Mal. Antwi-Adjei muss verletzungsbedingt runter, für ihn kommt Gerrit Holtmann.

41.: Paderborn kommt nicht wirklich in die Party, hatte nur eine halbwegs gefährliche Aktion durch Srbeny.

37.: Mark Uth treibt den Ball über links nach vorne und gibt ihn in die Mitte zu Hector. Der zieht aus zirka 21 Metern direkt ab. Der Ball fliegt über Zingerle unhaltbar in die lange Ecke.

Tor für den FC

29.: Der FC macht direkt weiter. Uth zieht aus 17 Metern nur knapp vorbei.

29.: Nach dem Treffer aber eine unschöne Szene. Ein Feuerwerkskörper liegt auf der anderen Seite des Stadions auf dem Platz vor dem FC-Fanblock. Ein Ordner räumt auf, das Spiel kann weitergehen.

Mere_Tor

Jorge Meré drückt dem Ball zur 1:0-Führung über die Linie.

28.: Da ist es endlich Beim FC sind heute aller guten Dinge fünf. Nach einer Ecke von Kainz verlängert Uth den Ball an den langen Pfosten. Da wartet Meré und drückt den Ball über die Linie.

Tor für den FC

25.: Ecke Nummer vier für den FC? Wieder ungefährlich.

21.: Kölns Nummer 19 kann aber weitermachen und ist wieder auf dem Platz.

20.: Nach einem Zusammenprall mit Collins bleibt Ehizibue liegen. Der Rechtsverteidiger muss behandelt werden.

18.: Auch die dritte Ecke für den FC wird noch nicht gefährlich. Zudem wird abgepfiffen wegen Stürmerfoul.

13.: Anthony Modeste versucht es mal mit einem Volley aus der Distanz. Der Ball fliegt aber ins dritte Stockwerk.

Uth_Adjej

Mark Uth im Zweikampf mit Paderborns Jamilu Collins.

9.: Auch Paderborn jetzt mit der ersten Torannäherung. Aber Pröger schießt aus 20 Metern am Kasten von Timo Horn vorbei.

7.: Rafael Czichos, der wegen einer Verletzung an der Halswirbelsäule fehlt, ist auch im Stadion.

6.: Erster Abschluss durch Uth, aber Zingerle pariert ohne Probleme.

4.: Erste Ecke für den FC. Aber nichts passiert.

2.: Der FC läuft den SCP von Beginn an früh an und versucht die Gastgeber unter Druck zu setzen.

Anpfiff in Paderborn

19.59 Uhr: Im Gästeblock gibt es eine kleine Choero.

19.58 Uhr: Die Mannschaften und das Schiedsrichtergespann betreten den Rasen. Der FC wird angeführt von Kapitän Jonas Hector.

19.54 Uhr: Markus Gisdol sagt vor der Partie: „Wir haben erkannt, dass wir nach Ballgewinnen schnell und direkt den Weg zum Tor finden müssen ohne hektisch zu werden. Das hat uns in den letzten Wochen gut getan.“

Und warum hat sich der Trainer für Modeste im Sturm entschieden? „Es war eine schweirige Entsdcheidung. Tony war gleichauf mit Simon, am Ende hat das Bauchgefühl entschieden. Ich hätte beide gerne aufgestellt, aber musste mich für einen entscheiden.“

19.50 Uhr: Für den SC Paderborn geht es schon ums Überleben. Das Tabellenschlusslicht hat schon fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Auf das rettende Ufer Platz 15 sind es sogar schon neun Zähler.

19.45 Uhr: Gleich geht es los. Nur noch 15 Minuten bis zum Anpfiff.

19.40 Uhr: Der FC ließ in allen drei Bundesligaspielen gegen den SCP kein Gegentor zu (zweimal 0:0, einmal 3:0). Allerdings sehen die Kölner in der Benteler-Arena nie wirklich gut aus. In der letzten Saison in Liga zwei setzte es nach einer 2:0-Führung in der Schlussphase noch eine 2:3-Niederlage.

19.35 Uhr: Die Gastgeber laufen in schwarz-blauen Trikots auf. Deshalb kann der FC in seinen weißen Heim-Jerseys spielen

19.31 Uhr: Das Freitagsspiel in der Bundesliga beginnt normalerweise immer um 20.30 Uhr. Die Partie heute startet allerdings schon eine halbe Stunde früher. Grund dafür: In der Betriebserlaubnis der Paderborner Benteler-Arena steht geschrieben, dass eine Partie spätestens um 22 Uhr beendet sein muss – bei einem regulären Anstoß um 20.30 Uhr wäre das natürlich nicht möglich gewesen.

19.28 Uhr: Den FC begleiten heute über 2000 Fans nach Ostewestfalen. Genug Unterstützung für einen Auswärtssieg ist auf jeden Fall da.

19.25 Uhr: Für FC-U19-Kapitän Robert Voloder ist heute ein besonderer Tag. Der Innenverteidiger steht erstmals in seiner Karriere im Bundesligakader.

19.21 Uhr: Hier noch die Wechselmöglichkeiten für die Gastgeber: Huth, Holtmann, Jastrzembski, Zolinski, Dräger, Sabiri, Gjasula, Ritter, Hünemeier

19.17 Uhr: Auf der FC-Bank sitzen Krahl, Höger, Risse, Terodde, Schindler, Rexhbecaj, Drexler, Thielmann und Voloder.

19.11 Uhr: So geht der SC Paderborn in die Partie gegen den FC: Zingerle - Collins, Schonlau, Strohdiek, Jans - Antwi-Adjej, Vasiliadis, Fridjonsson, Pröger - Srbeny, Michel

19.08 Uhr: In der FC-Startelf gibt es drei Änderungen: Anthony Modeste stürmt für den gelbgesperrten Jhon Cordoba. Mark Uth, der gegen Schalke aufgrund einer Klausel in seinem Vertrag pausieren musste, rückt für Elvis Rexhbecaj in die Mannschaft. Und Jorge Meré darf für Sebsatiaan Bornauw starten, der wegen muskulären Problemen nicht spielen kann.

19.04 Uhr: Mit folgender Startelf geht der FC in die Partie beim SC Paderborn: Horn - Schmitz, Leistner, Meré, Ehizibue - Kainz, Hector, Skhiri, Jakobs - Uth, Modeste

19 Uhr: Herzlich Willkommen zum Liveticker der Partie SC Paderborn gegen den 1. FC Köln.

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