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Trotz Comeback und Fan-RekordHaie verlieren letztes Hauptrunden-Heimspiel

Aktualisiert

Zweite Niederlage in Folge für die Kölner Haie. Der DEL-Hauptrunden-Sieger ist kurz vor den Playoffs etwas aus dem Rhythmus gekommen.

Nach zweieinhalb intensiven Wochen nach der Olympia-Pause geht den Kölner Haien ein wenig die Puste aus. Nach der deutlichen Niederlage in Mannheim am Freitagabend (6. März) musste sich der KEC im letzten Hauptrunden-Heimspiel der Saison am Sonntag auch DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin geschlagen geben.

Vor dem Spiel gab es gleich mehrere gute Nachrichten. Maxi Kammerer meldete sich nach wochenlanger Verletzungspause zurück auf dem Eis, und die Kölner Haie konnten im dritten Jahr in Folge einen europaweiten Fan-Rekord vermelden. Im Schnitt strömten in der Hauptrunde unfassbare 18.112 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Lanxess-Arena.

Bei Kammerer-Comeback: Eisbären-Tor bleibt für die Haie verschlossen

Der Punktrekord der Adler Mannheim (116 Zähler nach 52 Spielen) hat dagegen zunächst weiter Bestand. Zwei Chancen auf fremdem Eis haben die Haie (aktuell 113 Zähler) noch, um die Adler in dieser Statistik doch noch zu überflügeln.

Die 18.600 Fans in der Arena, die zum neunten Mal in Folge und zum 15. Mal in dieser Saison ausverkauft war, sahen ein frühes Powerplay des KEC, schon in der 1. Minute musste Eisbären-Profi Markus Vikingstad in die Box. Die beste Chance in Überzahl hatte Gregor MacLeod, der Kanadier scheiterte an Jonas Stettmer im Eisbären-Tor.

Im Anschluss entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Gäste aus der Hauptstadt kurz vor Ende des ersten Drittels durch Andreas Eder (19.) in Führung gingen.

Diesen Schwung nahm der DEL-Rekordmeister, der noch um Platz sechs kämpft, mit, war im zweiten Drittel zunächst besser im Spiel als die Haie und kam immer wieder in den Slot vor dem Tor von Janne Juvonen.

Der KEC versuchte, sich reinzubeißen, kam unter anderem durch MacLeod, Kammerer und Frederik Storm zu Tormöglichkeiten. Über weite Strecken fehlte im Offensivspiel aber die nötige Konsequenz, sodass Großchancen eher Mangelware waren.

„Sie spielen ein hartes Forechecking. Damit müssen wir umgehen und schnell spielen“, sagte Tanner Kero am Mikro von MagentaSport. 

Im letzten Drittel sahen die Fans die wohl stärkste Phase ihrer Mannschaft. Erstmals schafften es die Haie, sich dauerhaft im gegnerischen Drittel festzusetzen. Doch die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor. Für die letzten anderthalb Minuten nahm Kari Jalonen seinen Goalie raus – vergebens. Es blieb bei der 0:1-Niederlage.

Es war erst das zweite Spiel der Saison ohne Haie-Tor. Comebacker Maxi Kammerer sprach anschließend im Interview mit MagentaSport über die Gründe: „Die Eisbären haben einen sehr guten Job gemacht. Der Torwart hat, glaube ich, einen Sahnetag erwischt. Sie haben sehr aggressiv gespielt und uns wenig Zeit in der Offensive gelassen. Wir hatten leichte Schwierigkeiten, aber ich glaube, dass wir schon ein paar Chancen hatten. Da hat vielleicht auch das Quäntchen Glück heute gefehlt.“

Für die Haie steht am kommenden Freitag bei den Grizzlys Wolfsburg das vorletzte Spiel der regulären Saison an. Zwei Tage später geht es bei den Straubing Tigers um die letzten Hauptrunden-Punkte. Ab dem 24. März beginnen für den DEL-Spitzenreiter dann die Playoffs – zunächst mit einem Auswärtsspiel. Spätestens dann sollte der Hauptrunden-Sieger wieder ein anderes Gesicht zeigen als an diesem Wochenende. „Jetzt müssen wir noch zwei gute Spiele abliefern, damit wir mit einem guten Gefühl in die Playoffs reingehen“, so Kammerer.

Kevin Niedenz (2.v.l.) schießt den Puck ins Tor.

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