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Neue Fan-Bestmarke in KölnFüchse fordern nun den Rekordsieger

Die Berliner Spieler jubeln nach der Partie gegen Magdeburg.

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Die Berliner Spieler jubeln nach ihrem Sieg gegen den SC Magdeburg. Die Füchse triumphierten am Samstag (13. Juni 2026) im Halbfinale der Champions League in der Kölner Lanxess-Arena.

Aktualisiert:

Die Füchse Berlin sind nach dem Sieg gegen den SC Magdeburg nur noch einen Schritt vom ersten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte entfernt. Im Endspiel wartet nun der FC Barcelona.

Der Titelverteidiger ist entthront. Die Füchse Berlin schaffen die Revanche und greifen nach Europas Krone. Ein Jahr nach der Niederlage im Finale bezwang die Mannschaft von Trainer Nicolej Krickau den Rivalen.

Wie schon beim deutschen Pokal-Final4 erlebte der SC Magdeburg auch im Kampf um den Champions-League-Titel einen Halbfinal-Schock. Der Pokalsieger aus Berlin setzte sich am Samstag (13. Juni 2026) in einem packenden Halbfinale mit 40:35 gegen den Deutschen Meister durch.

Fans brüllen Aalborg gegen Barcelona in die Verlängerung

„Das war gute Werbung für den Handball. Entschlossenheit und Klarheit auf ganz hohem Niveau haben am Ende den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben“, sagte Krickau. Am Sonntag geht es um 18 Uhr im Finale gegen den FC Barcelona.

Die Rekordsieger der Champions League (12 Titel) schlugen im zweiten Halbfinale Aalborg Handbold mit 37:32 nach Verlängerung. Aleix Gomez war mit acht Treffern erfolgreichster Schütze im Team der Spanier. Juri Knorr erzielte im Team der Dänen vier Tore.

Lange Zeit sah es im zweiten Halbfinale nach einer klaren Sache für den Favoriten aus. Zwischenzeitlich führte Barcelona mit fünf Treffern (12:7). Doch die Dänen packten ihr Kämpferherz aus. Zudem feuerte die komplette Halle den Außenseiter an. Und siehe da: Anderthalb Minuten vor dem Ende gelang beim 28:28 erstmals der Ausgleich.

In der Verlängerung ging das Überzahlspiel des dänischen Meisters und Pokalsiegers mehrmals nach hinten los und Barcelona schaffte mehrere Treffer in Folge ins leere Netz. Diesen Vorsprung brachte Barca letztlich souverän ins Ziel. 

Juri Knorr jubelt nach einem Torerfolg.

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Nationalspieler Juri Knorr zeigte eine starke Leistung im Trikot von Aalborg Handbold. Für das Finalticket reichte es dennoch nicht.

Während die zweite Partie in der Lanxess-Arena letztlich von der Spannung lebte, war das Duell am Nachmittag ein echtes Offensivfeuerwerk. Magdeburgs Coach Bennet Wiegert war entsprechend frustriert. „Wir waren nicht nervös, es war ein enges Spiel. Kleine Details haben den Unterschied ausgemacht. Letztlich hat Dejan Milosavljev am Ende wichtige Paraden gezeigt und Berlin ins Finale gebracht.“

Bundestrainer Alfred Gislason hatte im EXPRESS.de-Gespräch schon einen Tipp abgegeben. „Die Mannschaft, die das deutsche Halbfinale gewinnt, wird den Titel holen“, lautete seine Vorhersage. Am Sonntag wird sich zeigen, ob er Recht behält.

Mit 20.122 Fans in der Halle wurde in Köln am Samstag eine neue Besucher-Bestmarke beim Final4 aufgestellt. Das Publikum erlebte ein hochklassiges Duell zweier absoluter Spitzenmannschaften. Am Ende jubelte das Team aus der Hauptstadt.

Berlins Torhüter Dejan Milosavljev bejubelt eine Parade.

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Berlins Torhüter Dejan Milosavljev drehte in der Schlussphase der Partie auf und sorgte mit dafür, dass sein Team ins Finale einzog.

Zunächst dominierten die Abwehrreihen das Geschehen. Doch in der 13. Minute explodierte die Begegnung mit vier Treffern binnen 36 Sekunden regelrecht. Jetzt war es das erhoffte Spektakel auf dem Weg zu Europas Krone. Die Füchse hatten meist die Nase vorn. Magdeburgs Keeper Sergey Hernandez bekam keinen Ball an die Finger und musste früh auf die Bank.

Welthandballer Mathias Gidsel gab bei den Berlinern den Takt vor und sorgte für eine 19:17-Pausenführung des Pokalsiegers gegen den Titelverteidiger. Beim 23:19 hatten die Füchse in der 33. Minute erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung auf ihrer Seite, doch es blieb weiter spannend und umkämpft.

Bennet Wiegert vom SC Magdeburg an der Seitenlinie.

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Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert jubelte vergeblich. Sein Team schied im Halbfinale aus.

Denn auch Berlins Torwart Dejan Milosavljev war lange kein Faktor. In der 44. Minute schafften die Magdeburger beim 29:29 wieder den Ausgleich. Der Wahnsinn spitzte sich zu. Matthias Musche brachte den Titelverteidiger in der 48. Minute beim 32:31 erstmals seit dem 3:2 in der Anfangsphase wieder in Führung.

Doch die Berliner schlugen erneut zurück und drehten die Partie wieder. Plötzlich zeigte auch Milosavljev seine Klasse und half so mit, dass die Füchse wieder auf 38:34 wegziehen konnten. Bei einem Musche-Wurf hielt er den Kopf hin und verhinderte so das Gegentor. „Der größte Unterschied am Ende war, dass Dejan gut gehalten hat“, sagte Krickau.

Magdeburgs Elvar Örn Jonsson versucht, Berlins Mathias Gidsel am Wurf zu hindern.

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Welthandballer Mathias Gidsel (r.) zeigte sich wieder treffsicher für sein Team.

Erneut ist Köln drei Tage lang der Mittelpunkt der Handball-Welt. Am Freitagabend meinte es das Wetter nicht gut mit den Fans. Bei der Opening-Party vor der Lanxess-Arena prasselte immer wieder ein heftiger Regenschauer nieder. Rund 5000 Fans schauten dennoch vorbei.

Am Samstag ging das wilde Treiben dann richtig los. An vielen Stellen der Stadt waren Fotopunkte aufgebaut worden. Ob am Dom, an der Hohenzollernbrücke oder am Deutzer Bahnhof – überall konnten Selfies gemacht werden. Am Sonntag geht es in der „Kathedrale des Handballs“ erneut rund. Schon um 11.30 Uhr steht das Finale um die Youth Club Trophy an. Auch da sind die Füchse Berlin dabei – mit der B-Jugend gegen GOG (Dänemark).

Eröffnungsfeier an der Lanxess Arena.

Copyright: IMAGO/Philipp Stevens

Die Eröffnungsfeier vor der Lanxess-Arena litt am Freitagabend unter den ungemütlichen Witterungsbedingungen.

„Seit 2010 bieten die Stadt Köln und die Lanxess-Arena die perfekte Umgebung und beste Bedingungen für das Final4 der Männer“, sagt EHF-Präsident Michael Wiederer. Der aktuelle Vertrag läuft bis 2029. Einmal mehr wird in Deutz ein perfektes Spektakel mit der richtigen Mischung aus Show, Spaß und Spitzensport geboten.

Die Eröffnungsshow, an der unter anderem der Kölner Sänger Nico Gomez mitwirkte, setzte erneut Maßstäbe. Mit Pyrotechnik, blinkenden Armbändern auf den Tribünen und einem XXL-Chor wurde zum Robbie-Williams-Hit „Let me entertain you“ richtig eingeheizt.

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