Kölner Drama! Füchse-Traum im Finale wieder zerplatzt
Drama um die FüchseBerlin verliert das Champions-League-Finale in Köln gegen Barça

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Welthandballer Mathias Gidsel traf gegen Barcelona erst nach 25 Minuten zum ersten Mal.
Es hat wieder nicht gereicht! In der Kölner Lanxess Arena lieferten die Füchse Berlin einen riesigen Kampf, doch der Traum vom Titel ist erneut geplatzt. Eine furiose Aufholjagd gegen den FC Barcelona wurde am Ende nicht belohnt.
Für die Handballer der Füchse Berlin bleibt der erstmalige Triumph in der europäischen Königsklasse ein unerfüllter Wunsch. Die Mannschaft aus der Hauptstadt musste sich im Endspiel des Final Four in Köln dem Rekord-Champion FC Barcelona mit 34:37 (16:20) beugen. Damit konnten die Spanier ihren bereits 13. Titelgewinn bejubeln, während die Füchse nach ihrer zweiten Finalteilnahme nacheinander wieder nur mit Silber dastanden.
Die Enttäuschung ist besonders bitter, weil die Berliner schon im Vorjahr die europäische Handball-Krone knapp verpassten, als sie im deutschen Endspiel dem SC Magdeburg unterlagen. In diesem Jahr gelang es den Füchsen, den Erzrivalen von der Elbe am Samstag in einem offensiv starken Halbfinale zu schlagen. Vor der beeindruckenden Kulisse von 20.122 Fans in der ausverkauften Kölner Halle war Mathias Gidsel mit acht Treffern der erfolgreichste Berliner Schütze.
Abschiedsheld Milosavljev stemmt sich gegen Barça
Das Endspiel begann mit hohem Tempo, bei dem sich keine der beiden Mannschaften etwas gönnte. Durch mehrere herausragende Paraden von Barcelonas Schlussmann Emil Nielsen konnten sich die Spanier nach zehn Minuten mit 8:5 erstmals einen Vorsprung von drei Toren sichern. Aber auch der Berliner Torwart Dejan Milosavljev, der die Füchse nach sieben Spielzeiten in Richtung Polen verlässt, zeigte in seinem Abschiedsspiel eine überzeugende Leistung.
Angetrieben durch die Paraden des serbischen Nationalkeepers, schafften die in Neongrün auflaufenden Füchse in einer Phase mit zahlreichen technischen Ungenauigkeiten den Anschluss zum 8:9. Doch Barça konterte umgehend und konnte sich schnell wieder auf 14:9 absetzen. Welthandballer Gidsel fand zunächst kaum ins Spiel und markierte erst nach 25 Minuten das Tor zum 12:16. Da die Katalanen ihre Chancen viel konsequenter nutzten, ging es für Berlin mit einem Defizit von vier Toren in die Halbzeit.
Berlin holt auf, Barcelona schlägt zurück
Nach der Halbzeitpause war es der ebenfalls scheidende Lasse Andersson, der nach sechs Saisons in seine dänische Heimat wechselt, der die Füchse bis auf zwei Treffer heranbrachte. Barcelona fand jedoch rasch in seinen Rhythmus zurück, zog mit einer 4:0-Serie auf 25:19 davon und blieb durch den stark haltenden Nielsen überlegen. Eine Rote Karte gegen Ludovic Fabregas nach einem Foul an Gidsel gab Berlin per Siebenmeter die Chance, auf drei Tore zu verkürzen.
Das Team um Kapitän Dika Mem, der nach Ablauf seines Vertrags ab der Spielzeit 2027/28 für die Berliner auflaufen wird, geriet aber nur kurz ins Wanken, als die Füchse beim Spielstand von 30:32 nochmals auf zwei Treffer herankamen. Am Schluss bewiesen die Katalanen jedoch ihre Nervenstärke, agierten im Abschluss konsequent und verhinderten so den zehnten Erfolg einer deutschen Vertretung in der Königsklasse.
Bronze als Trostpreis für Meister Magdeburg
Der Vorjahreschampion und amtierende deutsche Meister Magdeburg sicherte sich im Duell um den dritten Rang mit einem klaren 32:26 (17:11) gegen den dänischen Vertreter Aalborg Handbold um Nationalspieler Juri Knorr die Bronzemedaille. Barcelona hatte sich am Samstagabend den Einzug ins Finale erst in der Verlängerung im zweiten Halbfinalspiel gegen den dänischen Meister und Pokalsieger verdient. (dpa/red)
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