In der Königsklasse wollen die Kölner Haie den sechsten Sieg im sechsten Spiel. Das große Finale der Gruppenphase steigt in Genf beim amtierenden Champion.
Duell in der SchweizHaie kämpfen in Genf um Top-Platzierung

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Moritz Müller und Samuel Dove McFall geraten auf dem Eis aneinander.
Für die Kölner Haie stellt die Champions Hockey League einen erfrischenden Kontrast zum Betrieb in der Liga dar. Zum Ende der Gruppenphase wartet am Mittwochabend (19.45 Uhr) ein absolutes Topspiel!
Die Mannschaft fliegt mit einem Charterjet in die Schweiz, um am Mittwochabend (14. Oktober) bei Servette die weiße Weste zu wahren. Der Triumph über Herning mit 3:0 soll dabei wiederholt werden.
Schwedisches Trainer-Gipfeltreffen in Genf
Der KEC konnte im höchsten europäischen Wettbewerb bislang sämtliche fünf Spiele gewinnen und ließ nur einen Zähler liegen. Aber der kommende Kontrahent ist ein anderes Kaliber.
Das unterstreicht Coach Thomas Berglund. „Es ist immer schwer, gegen Schweizer Mannschaften zu spielen, vor allem wenn sie zu den besten ihrer Liga gehören“, mahnt der 57 Jahre alte Schwede. Genève-Servette sei eine Mannschaft mit enormen Fähigkeiten und großen Ambitionen in der CHL, so seine Einschätzung. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Ein fesselndes Duell der schwedischen Trainer findet an der Bande statt. Der ehemalige Coach von Lulea HF, Berglund, begegnet seinem Landsmann Sam Hallam (47). Aus ihrer Zeit in der schwedischen Liga sind sich die beiden wohlvertraut. Seit Beginn der Spielzeit ist Hallam, der einst das Nationalteam trainierte und viele Jahre die Växjö Lakers anleitete, in Genf verantwortlich.
Auf dem internationalen Parkett ist Genève-Servette eine bekannte Größe. Der Verein sicherte sich 2023 den Schweizer Meistertitel und holte im Folgejahr den CHL-Titel nach einem 3:2-Finalsieg über Skellefteå AIK. Die Stärke der Schweizer wurde auch in der aktuellen Spielzeit deutlich, mit Erfolgen über die Eisbären Berlin (6:2) sowie Storhamar Hamar (3:2). Pleiten mussten sie gegen Skellefteå (2:3) und die Växjö Lakers (0:4) hinnehmen. Weil beide Mannschaften schon für die K.o.-Runde qualifiziert sind, kämpfen sie jetzt um die bestmögliche Platzierung.
Verletzungspech in Genf – KEC plant mit Rotation
Allerdings hat Genf mit erheblichen personellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zehn Spieler standen kürzlich aufgrund von Verletzungen nicht zur Verfügung, zu ihnen zählen die finnischen Nationalakteure Markus Granlund und Sakari Manninen. Dennoch rangiert die Mannschaft in der nationalen Liga auf Rang zwei und zeigte beim jüngsten 3:2-Erfolg über den HC Davos nach 0:2-Rückstand eine starke kämpferische Leistung.
Im Gegensatz dazu müssen die Haie lediglich auf Goalie Felix Brückmann sowie Angreifer Dominik Bokk verzichten. Es ist wahrscheinlich, dass Berglund wieder rotieren lässt und einigen Nachwuchskräften Spielpraxis gewährt. Dies wird aber wohl in kleinerem Maße geschehen als in der Partie gegen Herning, bei der fünf erfahrene Akteure geschont wurden.
Die Endtabelle der Gruppenphase bestimmt die Duelle im CHL-Achtelfinale. Dabei trifft der Tabellenerste auf den Sechzehnten, der Zweite auf den Fünfzehnten und so weiter. Mit einem Sieg könnte der KEC am Abend den Sprung an die Spitze schaffen, sofern Tabellenführer HC Pilsen im zuvor angesetzten Spiel noch patzt.
In den folgenden K.o.-Runden gibt es ein Hin- und ein Rückspiel, das addierte Resultat entscheidet über das Weiterkommen. Nur bei einem Unentschieden nach beiden Partien kommt es zu einer Verlängerung. In diesem Fall wird eine zehnminütige Overtime mit drei gegen drei Akteuren gespielt, gefolgt von einem eventuellen Penaltyschießen. (red)
