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„Unsere Antwort war sehr gut“Schlechter Haie-Start, aber Sechs-Tore-Sieg in Ingolstadt

Markus Ljungh reißt die Arme hoch und freut sich mit Moritz Müller.

Copyright: IMAGO/Fotostand

Die Kölner Haie haben mit 6:3 beim ERC Ingolstadt gewonnen.

Zweite Auswärtsaufgabe für die Kölner Haie: Am Sonntagabend gab es einen 6:3-Sieg beim ERC Ingolstadt.

Der zweite 60-Minuten-Sieg in der laufenden DEL-Saison! Die Kölner Haie haben am Sonntagabend (4. Oktober) mit 6:3 beim ERC Ingolstadt gewonnen.

Nach dem schlechten Saisonstart, der aber durchaus als gutes Omen gelten darf, hat sich der KEC bei den Bayern keine Blöße gegeben – obwohl der Start in die Partie mehr als dürftig war.

Kölner Haie gewinnen beim ERC Ingolstadt

Nach 21 Sekunden musste Janne Juvonen bereits das erste Mal zupacken, in der 3. Minute war er allerdings machtlos. Erst hatten die Haie Glück, dass ein fataler Wechselfehler von Ingolstadt nicht bestraft wurde. Kurze Zeit später verlor der KEC die Scheibe in der neutralen Zone, Riley Barber nutzte das eiskalt zum 1:0 für die Hausherren aus.

Die Kölner wirkten zu Beginn der Partie völlig von der Rolle, nach viereinhalb Minuten hatte Ingolstadt schon sieben Schüsse aufs Tor zu verbuchen. Der KEC konnte vom Glück sprechen, dass die Hausherren nicht schon mit drei oder vier Toren führten.

In der 11. Minute gab es dann endlich die erste gute Möglichkeit für das Team von Thomas Berglund, aber Tim Fleischer scheiterte mit seinem Schuss an Ingolstadt-Goalie Jonas Stettmer. Eine Art Initialzündung! Und kurze Zeit später folgte auch die erste Strafe gegen den ERC – das Powerplay ist bisher eine der großen Stärken der Kölner.

Die nutzten sie auch sofort: Robin Press hielt von der blauen Linie einfach mal drauf, Louis-Marc Aubry fälschte unhaltbar für Stettmer zum 1:1 ab (12.). Nach dem schwachen Beginn zeigte sich der KEC mittlerweile stark verbessert.

Weil das so schön war, machten die Haie es einfach nochmal. Moritz Müller mit einem Schuss von der blauen Linie, Markus Ljungh fälschte ab. Spiel gedreht, 2:1 für Köln (17.)! Vor der ersten Drittelpause legte das Berglund-Team sogar nochmal nach. Nach kurzem Durcheinander drückte Frederik Storm die Scheibe zum 3:1 über die Linie (18.).

„Wir haben direkt nach den ersten fünf Minuten darüber gesprochen, wir sind nicht so gestartet, wie wir uns das vorgestellt haben. Unsere Antwort war aber sehr gut, wir haben uns wieder gut da herausgekämpft“, sagte Fleischer, der die Haie mit seiner Chance aufgeweckt hatte, in der Pause.

Das Mitteldrittel ging dann viel besser los für den KEC, als noch der erste Spielabschnitt. Trotzdem musste Juvonen in Haie-Unterzahl dann mal in höchster Not klären (25.). Danach sah der Finne aber nicht ganz so gut aus, die Scheibe rutschte ihm durch die Beine, Kenny Agostino war hellwach und verkürzte auf 2:3 aus Ingolstadt-Sicht (27.).

Kölner Haie: Weiter geht es in der CHL

Aber lange dauerte es nicht, dass die Kölner sich die Zwei-Tore-Führung wieder zurückholten. Fleischer brachte die Scheibe stark vor den Kasten, dort traf Juhani Tyrväinen im zweiten Versuch zum 4:2 (31.). Daniel Fischbuch erhöhte nach schöner Vorarbeit von Marcel Noebels aus spitzem Winkel auf 5:2 (37.). Rund 20 Sekunden vor der zweiten Sirene lief Maxi Kammerer alleine auf Stettmer zu, verfehlte das aber.

Im letzten Drittel hatten die Haie dann Pech, dass Gregor MacLeod in einer Haie-Überzahl ebenfalls eine Strafe kassierte. Als die Kölner dann in Unterzahl waren, traf Ljungh per Shorthander zum 6:2 (44.). Riley Barber sorgte in der 58. Minute für den 6:3-Endstand.

Weiter geht es für die Kölner Haie am Mittwoch (7. Oktober, 19.30 Uhr) in der Champions Hockey League gegen Herning Blue Fox. In der DEL steht das nächste Spiel am Freitag (9. Oktober, 19.30 Uhr) gegen die Schwenninger Wild Wings an.