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Sorgen um zwei StarsHaie gewinnen CHL-Auftakt – Finne lässt Fäuste fliegen

Juhani Tyrväinen gerät mit Dennis Robertson aneinander.

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Juhani Tyrväinen lieferte sich in Salzburg den ein oder anderen Schlagabtausch.

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Harte Checks, etliche Strafminuten und sieben Tore: Die Kölner Haie haben bei ihrer Europapokal-Rückkehr einen spektakulären Sieg eingefahren, aber auch zwei Verletzte zu beklagen.

Erfolgreiche Rückkehr auf die europäische Bühne! Die Kölner Haie haben am 1. Spieltag der Champions Hockey League mit 5:2 bei Red Bull Salzburg gewonnen. Den Erfolg hat der KEC in einem ruppigen Spiel aber womöglich teuer erkauft.

„Es ist eine Auszeichnung, zu den besten Teams in Europa zu gehören. Das macht es zu etwas Besonderem“, sagte Kapitän Moritz Müller vor dem Spiel. Das Ziel: nicht bloß Erfahrung sammeln, sondern ein „Ausrufezeichen setzen“ – am besten mit einem Auftaktsieg in der Mozartstadt. Dabei wurde Köln von mehr als 600 Haie-Fans begleitet, die sich schon vor dem Spiel beim Mitsingen der deutschen Nationalhymne lautstark bemerkbar machten.

Haie-Sorgen um Bokk und Kammerer

Für die Haie war es das erste Europapokalspiel nach zwölf Jahren, für den neuen Trainer Thomas Berglund das Pflichtspiel-Debüt. Dessen schwedischer Landsmann Markus Ljungh sorgte in der 1. Minute für den ersten Abschluss des Spiels, scheiterte in seinem ebenfalls ersten KEC-Spiel aber am Salzburger Torwart.

Im Anschluss entwickelte sich ein Schlagabtausch nach dem Motto „internationale Härte“. Dominik Bokk kassierte nach knapp fünf Minuten einen heftigen Hit und musste mit schmerzender Schulter vom Eis. Auf der anderen Seite erwischte es Wyatt Kalynuk, der nach einem Check an der Bande von Juhani Tyrväinen ebenfalls in die Kabine musste.

Die Schiedsrichter bewerteten beide Checks als regelkonform. Die ersten Strafzeiten gab es in der 10. Minute für Louis-Marc Aubry und Peter Hochkofler, die sich einen kleinen Boxkampf lieferten. Die erste Unterzahl mussten die Haie wenig später überstehen, als Brady Austin wegen Spielverzögerung in die Box musste.

In der 16. Minute holte sich dann der Salzburger Nash Nienhuis (hoher Stock) eine Zwei-Minuten-Strafe ab – und die sollte Folgen haben! Denn zunächst nutzte Patrick Russell (17.) das Powerplay nach starker Vorarbeit von Gregor MacLeod und Neuzugang Daniel Fischbuch zur 1:0-Führung. Doch damit nicht genug: Da in der CHL – anders als in der DEL – die zwei Strafminuten auch nach einem Tor für das Powerplay-Team komplett ausgespielt werden, blieben die Haie in Überzahl und erhöhten prompt auf 2:0! Der Ex-Berliner Marcel Noebels (17.) durfte sein erstes Tor im KEC-Trikot bejubeln.

Im zweiten Drittel kämpften sich die Gastgeber zurück. Peter Schneider (24.) verkürzte auf 1:2, im Anschluss machte Salzburg mächtig Druck. Haie-Goalie Janne Juvonen, an diesem Abend Punktsieger im finnischen Torhüter-Duell gegen Atte Tolvanen im RB-Kasten, verhinderte den schnellen Ausgleich nach dem Anschlusstor. Stattdessen klingelte es wieder auf der anderen Seite. MacLeod (30.) war frei durch und schloss mit einem satten Handgelenksschuss zur erneuten Zwei-Tore-Führung ab.

Doch die wackelte gewaltig, als zunächst Fischbuch (31.), Tyrväinen (32.) und dann auch noch Austin (33.) in der Penalty-Box Platz nehmen mussten. Die Haie verteidigten aufopferungsvoll, überstanden die lange, zeitweise doppelte Unterzahl unbeschadet.

Doch dann der nächste Verletzungsschock für die Haie. Maxi Kammerer musste nach einem Check wie bereits im ersten Drittel Bokk in die Kabine. Und weil Tyrväinen gegen den Salzburger Sündenbock als „Rächer“ auftrat, musste der Finne zu allem Überfluss auch noch in die Strafbox. Diesmal nutzten die Österreicher die Überzahl, verkürzten durch Mario Huber (38.) zum 2:3. Der KEC ließ sich davon aber nicht beirren, und stellte den alten Abstand noch in Unterzahl wieder her. Aubry (40.) mit dem Shorthander zum 4:2!

Harter Finne kassiert Spieldauer-Strafe

Auch im letzten Drittel ging es ordentlich zur Sache. Jayden Lee holte sich bei einem weiteren Tyrväinen-Check eine blutige Lippe. Es war ein Spiel mit vielen Strafzeiten – und damit kamen die Haie besser zurecht. In der 44. Minute erhöhte Noebels auf 5:2. Beide Mannschaften hatten zu diesem Zeitpunkt einen Mann weniger auf dem Eis. Die Vorbereitung kam vom starken MacLeod, der an vier KEC-Treffern beteiligt war.

Für Tyrväinen war das Spiel sechs Minuten vor Schluss gelaufen. Der Finne übertrieb es mit der Härte und kassierte nach einem Fight mit Luca Christopher Auer genau wie sein Kontrahent eine Spieldauer-Strafe. Am Ergebnis änderte das nichts mehr.

Der Auftakt in die CHL ist also geglückt. Bleibt nur zu hoffen, dass er für den KEC nicht teuer erkauft wurde und Bokk und Kammerer nicht länger ausfallen. Weiter geht’s für die Haie bereits am Samstag (16 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Tappara Tampere und dem Wiedersehen mit Ex-Coach Kari Jalonen.

Die Band Miljö zusammen mit Maskottchen Sharky.
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