Nächste Heimniederlage für die Kölner Haie. Gegen Red Bull München verspielte der KEC eine frühe Führung und verlor deutlich.
KEC die Schießbude der DELMo Müller angefressen: Nächste Haie-Packung

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Die Kölner Haie haben ihr Heimspiel gegen Red Bull München am Freitag (2. Oktober 2026) deutlich verloren.

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Die Kölner Haie kommen in der DEL weiterhin nicht konstant in Form. Auf das 6:4 bei den Augsburger Panthern folgte für den KEC am Freitag (2. Oktober 2026) eine bittere 2:4-Heimniederlage gegen Red Bull München.
Selbst ein Traumstart gab dem Team von Trainer Thomas Berglund (57) nicht die erhoffte Sicherheit, stattdessen zeigten sich erneut defensive Nachlässigkeiten und Pech im Abschluss.
Kölner Haie treffen schon nach 23 Sekunden
Nach dem wackligen Start mit zwei Heimpleiten und nur einem Overtime-Sieg in der Lanxess-Arena erlebte der KEC zum Auftakt des 5. Spieltags den perfekten Start: Schon nach 23 Sekunden versenkte Marcel Noebels die Scheibe zum ganz frühen 1:0 in den Maschen.
Doch wie die bisherige Saison verlief auch das Heimspiel gegen München nicht wie am Schnürchen: Die Gäste wurden stetig besser, hielten den Druck hoch und trafen im Powerplay zum 1:1-Ausgleich in der 8. Minute durch Lucas Thaler.
Doch damit nicht genug: In der 13. Minute drehte Red Bull das Spiel mit einem kuriosen Treffer komplett: Ein deutlich zu hoher Abschluss prallte von der Fangscheibe hinter dem Tor zurück vor den Kasten, wo Elis Hede am schnellsten reagierte und den zu langsam reagierenden Janne Juvonen im Tor aus kurzer Distanz alt aussehen ließ.
Egal was die Haie sich für das zweite Drittel vorgenommen hatten: Es ging schief! Nur 18 Sekunden waren gespielt, da erhöhte Tobias Rieder auf 3:1. Einige Minuten später verpasste der KEC den Anschluss, als Carlos Händel erst den Pfosten traf und Kevin Niedenz dann wenige Zentimeter vor dem Tor am Puck vorbeistocherte.
München machte es kurz vor Ende des Drittels dann wieder besser. Brady Ferguson erwischte die Haie bei einem schnellen Gegenstoß eiskalt und schob die Scheibe locker zum 4:1 nach 38 Minuten an Juvonen vorbei.
„Es ist ein Trend, den wir die ganzen Spiele beobachten konnten. Wir müssen noch immer deutlicher ansprechen, wie wir uns in der Rückwärtsbewegung verhalten“, sagte der sichtlich angefressene Kapitän Moritz Müller zum Ende des Mittel-Abschnitts. Der frustrierte Juvonen schlug derweil vor Wut auf die Bande ein. Mit 25 Gegentoren ist der KEC gemeinsam mit Schweinningen die Schießbude der Liga.
„Wir kassieren viel zu viele Tore“, zeigte sich auch Stürmer Maxi Kammerer alarmiert: „Wir machen auch zu viele Strafen, nehmen uns den Spielfluss wieder raus. Es ist weit hinter dem, wie wir eigentlich spielen wollen.“
Die defensiven Schwächen konnten die Kölner im letzten Drittel zwar abstellen, das ging aber zunächst zulasten der Offensive: Erst sechs Minuten vor Schluss keimte durch den zweiten Noebels-Treffer und das 2:4 noch einmal Hoffnung auf.
Dass der Neuzugang und die erste Reihe der Reihe die Offensive noch zu sehr alleine trafen, bemängelte Kammerer ebenfalls: „Von uns muss ein bisschen mehr kommen. Es kann nicht sein, dass nur von einer Reihe die ganzen Tore kommen, das wird auf lange Sicht nicht reichen.“
In der Schlussphase riskierten die Haie alles. Berglund nahm Juvonen aus dem Kasten, doch mehr als Ergebniskosmetik war das zweite Tor von Neuzugang Noebels letztlich nicht. Die Haie liegen nach dem 5. DEL-Spieltag nun auf Platz elf der Tabelle, weiter geht es am Sonntag (16.30 Uhr) mit dem Gastspiel beim ERC Ingolstadt.
