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„Sehr wichtig für uns“Haie zittern sich zum Dreier gegen Nürnberg

Traf doppelt gegen Nürnberg: Kölns Louis-Marc Aubry

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Traf doppelt gegen Nürnberg: Kölns Louis-Marc Aubry

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In der Lanxess-Arena dominierte der KEC die DEL-Partie gegen die Ice Tigers während der ersten zwei Drittel, ließ den Gegner am Ende aber ins Spiel kommen und musste zittern.

Im fünften Anlauf haben es die Kölner Haie zum ersten Mal in der Saison 2026/27 geschafft, ein DEL-Heimspiel nach 60 Minuten zu gewinnen. Vor 17.530 Zuschauern in der Lanxess-Arena bezwang der KEC am Sonntag die Nürnberg Ice Tigers mit 4:2 (2:0, 1:0, 1:2) – in einer Partie, die die Kölner in den ersten beiden Dritteln deutlich bestimmten, im Schlussabschnitt den Gegner aber ins Spiel kommen ließen, sodass sie bis zum Ende zittern mussten.

Zuvor hatten die Haie in dieser Spielzeit in Deutz nur einen Heimerfolg in der Verlängerung gefeiert, ein 4:3 n. V. gegen Frankfurt. „Es fühlt sich gut an, auch wenn wir es am Ende unnötig spannend gemacht haben. Wir sind ungeduldig in unserem Spiel und wollen es erzwingen. Deshalb ist der Sieg heute sehr wichtig für uns, er gibt uns ein bisschen Vertrauen. Wir haben viel Firepower, aber die Verteidigung muss immer als Erstes stimmen“, sagte KEC-Kapitän Moritz Müller.

Juvonen kehrt ins Haie-Tor zurück – Aubry trifft doppelt

Nachdem die Haie am Freitag beim 1:4 gegen Schwenningen vor 16.734 Besuchern enttäuscht und die vierte Heimniederlage in dieser Spielzeit kassiert hatten, bestand Wiedergutmachungsbedarf. „Alles in allem war es eine schmerzhafte Niederlage, wir müssen am Sonntag besser sein“, hatte Co-Trainer Henrik Stridh am Freitag gesagt.

Im Tor stand gegen Nürnberg wieder Janne Juvonen, der zwei Spiele ausgesetzt hatte. Die Partie begann mit einem Doppelschlag. Innerhalb von nur 33 Sekunden gingen die Haie in der ersten Minute mit 2:0 in Führung. Gleich nach dem ersten Bully überwand der Finne Valtteri Kemiläinen Nürnbergs Torhüter Niklas Treutle mit einem Schlagschuss aus zentraler Position zum 1:0. Dann erhöhte Louis-Marc Aubry nach einer Kombination mit den Schweden Markus Ljungh und Robin Press auf 2:0.

Damit war die Grundlage für ein erstes Drittel gelegt, das der KEC klar dominierte, was auch die Schussstatistik von 15:3 verdeutlichte. Einziges Manko: Die Kölner nutzten keine ihrer weiteren Chancen. Das 3:0 fiel jedoch bereits in der zweiten Minute des Mittelabschnitts. Wieder war Aubry der Torschütze, diesmal traf er aus kurzer Distanz. Danach zogen die Haie ihr Spiel konzentriert auf, ohne viel zu riskieren oder größere defensive Abstimmungsprobleme zu zeigen. Die Nürnberger fanden in dieser Phase keinen Zugriff auf die Partie, Juvonen musste während des zweiten Drittels lediglich zwei Schüsse abwehren.

Kurz: Die Haie sahen bereits wie die sicheren Sieger aus – doch im Schlussabschnitt folgte ein kleiner Einbruch. Erneut fiel ein frühes Tor, diesmal allerdings für die Ice Tigers. Marcus Weber überwand den KEC-Keeper mit einem Distanzschuss ins lange Eck (42.). Marcel Noebels hätte in der 47. Minute beinahe das vierte Kölner Tor erzielt, der Puck kullerte jedoch an den Pfosten, bevor Treutle ihn festhielt.

Begünstigt durch defensive Unaufmerksamkeiten des KEC und einen unglücklichen Moment Juvonens fiel auf der anderen Seite sechs Minuten später das 2:3. Samuel Dove-McFalls tauchte allein vor dem Finnen auf und schoss – der Puck rutschte zwischen Juvonens Schonern hindurch über die Linie (53.).

Das Momentum lag nun bei Nürnberg, und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Ice Tigers nahmen am Ende ihren Torhüter vom Eis. Mit der Schlusssirene machte Patrick Russell mit einem Treffer ins leere Tor den 4:2-Endstand perfekt. (cmi)