DEL-Playoffs, Viertelfinale, Spiel zwei: Die Kölner Haie empfingen die Schwenninger Wild Wings in der Lanxess-Arena – und bauten ihre Führung in der Serie aus.
Rückstand gedrehtWieder knappe Partie: Haie bauen Serien-Führung aus

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Die Kölner Haie sind zurück im Haifischbecken! Am Freitagabend (27. März, 19.30 Uhr) stieg in der Lanxess-Arena Spiel zwei im Playoff-Viertelfinale der DEL.
Nach dem 1:0-Auftaktsieg bei den Schwenninger Wild Wings am Mittwoch, durfte nun auch die Kölner Arena ihre geballte Playoff-Kraft entfalten – und tat das auch! Vor ausverkauftem Haus baute der KEC seine Serien-Führung aus und gewann Spiel zwei mit 4:2.
Kölner Haie gewinnen Spiel zwei gegen Schwenningen
Haie-Trainer Kari Jalonen sagte nach dem Spiel bei MagentaSport: „Es war wieder sehr eng, wie im ersten Spiel. Nach dem ersten Drittel wollten wir in jedem Moment besser als Schwenningen sein. Wir haben einen guten Job gemacht, so wie wir es wollten.“ Hier gibt es den Spielverlauf noch einmal zum Nachlesen:
Kölner Haie - Schwenninger Wild Wings 4:2 (1:2 | 1:0 | 2:0)
Tore: 0:1 Hungerecker (9.), 1:1 Schnarr (15.), 1:2 Spinks (16.), 2:2 Uher (28.), 3:2 Schnarr (43.), 4:2 Aubry (60.)
Stand in der Best-of-seven-Serie nach zwei Spielen: Kölner Haie - Schwenninger Wild Wings 2:0
1. Drittel: Schwenningen begann giftig, hatte kurz nach Beginn die ersten Abschlüsse, unter anderem durch Ben Marshall (3. Minute). Aber Janne Juvonen war zur Stelle. Und die Haie? Die tauchten kurz darauf auch das erste Mal gefährlich vor dem Gäste-Tor auf, Dominik Bokk scheiterte aber am Schoner von Joacim Eriksson.
Dann lief der KEC aber in einen Konter: Tyson Spink legte vor Juvonen auf Phil Hungerecker quer, der zur 1:0-Gästeführung traf (9.). Das Team von Trainer Kari Jalonen zeigte sich aber nicht geschockt, hatte weiter gute Szenen nach vorne. In der 14. Minute kam es dann zu den ersten Rangeleien, nachdem Spiel eins bereits hitzig geendet hatte.
Dann gab es die erste Überzahl für die Haie, Torschütze Hungerecker musste wegen hohen Stocks zwei Minuten zuschauen. Das nutzten die Hausherren eiskalt: Eine schöne Kombination über Gregor MacLeod und Valtteri Kemiläinen landete bei Nate Schnarr, der per Direktabnahme zum 1:1 traf (15.). Die Gäste hatten aber die direkte Antwort. Nur 52 Sekunden später traf Spink zur erneuten Wild-Wings-Führung zum 2:1 (16.).
2. Drittel: Es wurde schnell gefährlich vor dem Schwenningen-Tor, einen Schuss von Oliwer Kaski fälschte Tanner Kero ab, die Scheibe landete aber nur oben auf dem Tornetz (24.). In der 28. Minute ertönte dann wieder der „Kölsche Jung“ in der Lanxess-Arena! Dominik Uher fälschte einen Schuss von Kemiläinen unhaltbar für Eriksson zum 2:2 ab. Die Schiedsrichter überprüften den Treffer zwar noch auf hohen Stock, am Ende blieb die Tor-Entscheidung aber stehen.
Auf einmal war die Riesen-Chance auf die Führung da, Parker Tuomie und Uher liefen alleine auf Schwenningen-Goalie Eriksson zu, die beiden Kölner verzettelten sich allerdings (31.). Das hätten sie viel besser ausspielen müssen! Aufgrund eines hohen Stocks mit folgender Verletzung bei Hungerecker, bekam Louis-Marc Aubry eine 2+2-Strafe. Im Verbund mit dem stark parierenden Juvonen überstand der KEC die vier Minuten mit einem Mann weniger.
Wenige Sekunden später waren wiederum die Haie in Überzahl, aber auch diese Phase blieb ohne Treffer. Stattdessen wurde die Partie gerade in den Zweikämpfen immer intensiver.
3. Drittel: Ein perfekter Start für den KEC! Kevin Niedenz nahm in der neutralen Zone ganz stark Tempo auf und bediente Schnarr. Der Kanadier blieb vor Eriksson ganz cool und netzte zum 3:2 ein (43.). Die Wild Wings steckten aber wie schon in Spiel eins nicht auf, Juvonen musste ein paar Mal schnell reagieren.
Gegen Niedenz gab es in der 52. Minute die nächste Zwei-Minuten-Strafe wegen hohen Stocks, Schwenningen kam aber zu keinem Zeitpunkt mal wirklich in die Formation. Wenig später verpasste MacLeod es, die Führung noch komfortabler auszubauen, er scheiterte alleine vor Eriksson (55.).
Köln stand in dieser Phase sehr stabil, 2:45 Minuten vor der Schlusssirene verließ Eriksson das Eis für einen sechsten Schwenninger Feldspieler. Weil es dann ein Bully gab, kam er wieder zurück in den Kasten, rund 2:10 Minuten vor dem Ende, sprintete er erneut Richtung Bank. 22 Sekunden vor Schluss die Entscheidung: Nach kurzem Chaos rund um die blaue Linie am Schwenninger Viertel machte Aubry mit seinem Treffer ins leere Tor zum 4:2 alles klar.
Kurz vor Beginn des Spiels zeigten die Haie-Fans in der mit 18.600 Zuschauern ausverkauften Lanxess-Arena eine Choreografie. Auf zwei Bannern war zu lesen: „Wir reiten die perfekte Welle, bis wir Deutscher Meister sind“.
Spiel drei der Serie findet am Sonntag (15 Uhr) wieder in Schwenningen statt, Spiel vier steigt am Dienstag (19.30 Uhr) dann in der Lanxess-Arena.
