Playoff-Auftakt für die Kölner Haie: Im Titel-Kampf der DEL geht es für den KEC zunächst gegen die Schwenninger Wild Wings.
Playoff-Start in der DELKnapper Haie-Sieg – Pfeifkonzert von den Rängen

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Die Kölner Haie springen über die Auftakt-Hürde in den Playoffs und gewinnen Spiel eins bei den Schwenninger Wild Wings.

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Ist die DEL-Konkurrenz auch in den Playoffs nur Fischfutter für die Kölner Haie? Am Mittwoch (25. März 2026) ist der KEC nach seiner überragenden Hauptrunde in die entscheidende Phase um die Meisterschaft gestartet.
Zum Viertelfinal-Auftakt ging es zu den Schwenninger Wild Wings. Der KEC zeigte sich in Baden-Württemberg gleich von seiner besten Seite und hat mit einem knappen 1:0-Auswärtssieg die Weichen in der Best-of-Seven-Serie gestellt.
Playoff-Auftakt: Kaski-Treffer reicht dem KEC
Nach fünf Minuten jubelten zunächst die Wild Wings, allerdings nur kurz. Das vermeintliche 1:0 wurde von den Schiedsrichtern aberkannt, weil Haie-Keeper Janne Juvonen von Tylor Spink entscheidend behindert wurde. Die Entscheidung hielt auch dem Video-Check stand. In den folgenden Minuten gab Schwenningen mit Wut im Bauch den Ton an.
„Wir sind gut ins Spiel gekommen. Wir wussten, dass hier ein Hexenkessel ist, und haben uns drauf vorbereitet“, sagte Haie-Stürmer Maxi Kammerer im kurzen Interview bei MagentaSport: „Wenn wir so weitermachen, habe ich ein gutes Gefühl.“
Die besseren Chancen hatte aber weiterhin Schwenningen: Philip Feist setzte sich in Minute zehn bei einem schnellen Gegenstoß gegen Mo Müller durch und setzte die Scheibe an den linken Pfosten, kurz danach rettete Juvonen in höchster Not. Die Haie wankten bedrohlich zum Start in die Playoffs.
Mitten in der besten Phase der Gastgeber traf dann aber der Hauptrunden-Sieger! Mit einem satten Strahl aus der Distanz donnerte Oliwer Kaski den Puck ins rechte Eck (13.). Keeper Eriksson sah da nicht gut aus, aber dem KEC konnte es egal sein. So ging es mit einer schmeichelhaften 1:0-Führung in die erste Pause.
Schwenningen sammelte sich in der Kabine und kam wieder mit Schwung aufs Eis zurück. Die Haie bewahrten zunächst kühlen Kopf und verteidigten den knappen Vorsprung konzentriert, zudem war Juvonen zur Stelle, als er bei einem Abschluss von Feist geprüft wurde.
Anschließend gingen dann aber auch die Haie mal wieder mehr in die Offensive, Louis-Marc Aubry, Patrick Russell und Nate Schnarr scheiterten jeweils an Keeper Eriksson und verpassten das zweite Tor nur knapp. In Unterzahl nach Zeitstrafe gegen Mo Müller hielt der KEC dann wieder hinten die Null.
Kölner Haie halten die Null im zweiten Drittel
Fiese Szene dann fünf Minuten vor Drittel-Ende: Eriksson brachte Haie-Star Juhani Tyrväinen mit seinem Schläger am Schlittschuh ins Straucheln, dadurch flog der Finne ungebremst in Gegenspieler Alex Trivellato und in die Bande. Für den Goalie gab es aber keine Strafe. Kein Wunder, dass es auf dem Eis hitzig wurde und die Haie die Welt nicht verstanden.
Das 1:0 hat auch nach den zweiten 20 Minuten Bestand. Aubry sagte nach dem Mittel-Drittel bei MagentaSport: „Es ist ein enges Spiel, defensiv sehr gut von beiden Seiten. In den Playoffs können Inches entscheiden.“
Das letzte Drittel verlief dann umkämpft und lange Zeit nur mit wenigen Torraumszenen. Richtig heiß wurde es erst in der Schlussphase, als die Haie einen Empty Netter durch Veli-Matti Vittasmäki verpassten und Schwenningen auf der anderen Seite bei einer Doppelchance von Kyle Platzer und Alexander Karachun den Ausgleich liegen ließ.
Nach der Schlusssirene herrschte bei den Gastgebern großer Frust, mehrere Spieler hatten bei den Schiedsrichtern Diskussionsbedarf, die Fans machten ihrem Ärger im Hexenkessel Bauchenbergstadion mit einem Pfeifkonzert Luft. Letztlich ließ der KEC bemühte Gastgeber eiskalt abblitzen und versetzte den Wild Wings damit einen ersten hammerharten Wirkungstreffer.
„Es war ein sehr enges Spiel und es ist schön, dass wir das erste Duell gewonnen haben“, sagte Siegtorschütze Kaski bei MagentaSport: „Es gab nicht viele Freiräume auf dem Eis, ich bin froh, dass wir das erste Tor erzielt und dadurch gewonnen haben.“


