Abstiegs-Panik Kölner Haie verpflichten Kanada-Profi: Kann Carl Neill dem KEC aus dem Keller helfen?

Eishockey-Verteidiger Carl Neill in Aktion auf dem Eis.

Carl Neill am 8. Dezember 2021 im Trikot der Laval Rockets in Kanada auf dem Eis.

Die Nerven liegen blank bei den Kölner Haien. Der KEC liegt auf Platz 13 der DEL-Tabelle, sogar der Abstieg ist ein Thema.

Noch haben die Kölner neun Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor der Brust. Dabei müssen so viele Siege wie möglich her, um den Abstieg zu verhindern, denn der KEC ist auf Platz 13 abgerutscht nach zuletzt nur einem Sieg aus 13 Spielen. Fakt ist: Die Nerven liegen blank. Darum wurde am Dienstag (1. März 2022) reagiert.

Wenige Stunden vor dem Spiel am Abend gegen die Iserlohn Roosters (19.30 Uhr, Lanxess-Arena) haben die Haie einen Verteidiger aus Kanada verpflichtet. Carl Neill (25) sollen dem KEC im Abstiegskampf mit seiner Robustheit helfen. Doch Neill kann am Abend noch nicht eingreifen. Er wird wohl erst im Spiel am Sonntag (6. März, 17.15 Uhr) bei den Pinguins Bremerhaven spielberechtigt sein.

Der 1,85 Meter große und 98 Kilogramm schwere Defensivspezialist spielte zuletzt noch in der AHL in Kanada für Laval Rocket und für das ECHL-Team der Trois-Rivieres Lions. Neill hat in seiner Karriere noch nicht den ganz großen Sprung geschafft. Für Kanada spielte er 2018 bei der Universiade. In der Saison 2020/21 wagte er den ersten Sprung ins Ausland und spielte in Dänemark für die Aalborg Pirates. Dort kam er in 46 Einsätzen auf drei Tore und 20 Vorlagen.

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Verteidiger Carl Neill kommt: Kann er den Kölner Haien helfen?

Die Kölner Haie versprechen sich von Neill also auch ein paar Impulse für das schwache Offensivspiel. Aber vor allem muss er hinten dafür sorgen, dass der KEC nicht weiter zur Schießbude der Liga verkommt. In den letzten drei Spielen kassierten die Kölner 19 (!) Gegentreffer.

„Wir freuen uns, dass wir noch innerhalb des Transferfensters einen Verteidiger verpflichten konnten. Carl hat diese Saison viel Zeit in der American Hockey League verbracht, aber auch schon Erfahrungen in Europa bei den Aalborg Pirates in Dänemark sammeln können. Auf der Verteidigerposition haben wir mit ihm nun mehr Tiefe in unserem Kader“, sagt Cheftrainer Uwe Krupp (56) zur Verpflichtung.

Nach dem jüngsten 4:7 bei den Nürnberg Ice Tigers schimpfte Trainer Uwe Krupp in der öffentlichen Pressekonferenz über seine Spieler: „Die Art und Weise, wie wir uns präsentiert haben, war unter aller Sau. Ich bin stocksauer, ich hab' die Schnauze voll.“

Die „Schonfrist“ für die Spieler sei abgelaufen. Krupp will nun den Ton in der Kabine deutlich verschärfen. Auch Geschäftsführer Philipp Walter machte deutlich, wie ernst die Lage ist. Einen Abstieg würde der Klub wohl nicht überleben. Die Situation ist also existenzbedrohend. „Unser Umgang mit den Spielern wird sich grundlegend ändern“, so Walter.

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