Achtung, Abzocke! Falsche Briefe zu Smart Metern im Umlauf.
Fiese Briefe im UmlaufVerbraucherzentrale warnt vor Abzocke mit Stromzählern

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Die Verbraucherzentrale NRW hat in Sachen Smart Meter vor irreführenden Infobriefen eines Messstellenbetreibers gewarnt. (Symbolbild)
Verbraucherschützer schlagen Alarm! Es kursieren täuschende Briefe, die mit Nachdruck den Einbau eines intelligenten Stromzählers, auch Smart Meter genannt, fordern. Laut der Verbraucherzentrale NRW steckt ein „wettbewerblicher Messstellenbetreiber“ hinter diesen Schreiben.
„In den Schreiben wird der Eindruck erweckt, dass eine gesetzliche Verpflichtung für Verbraucher:innen zum Einbau eines Smart Meters besteht“, so die Energie-Expertin Christina Wallraf. Doch das ist eine glatte Falschinformation, die euch nur verunsichern soll.
Das ist die Wahrheit: Für euch gibt es keine Einbau-Pflicht
Die Verbraucherzentrale stellt unmissverständlich fest: Für private Haushalte besteht keine Pflicht, einen Smart Meter zu installieren. Diese Aufgabe obliegt den „grundzuständigen Messstellenbetreibern“, was meistens euer örtlicher Stromnetzbetreiber ist. „Diese müssen in bestimmten Haushalten intelligente Messsysteme verbauen und entsprechende gesetzliche Einbauquoten erfüllen“, erläutert Wallraf.
Und noch eine Lüge wird aufgedeckt: Entgegen der Behauptung in den Briefen existiert keinerlei staatliche Förderung für die Installation von Smart Metern.
Ein verpflichtender Einbau ist nur für wenige Gruppen vorgesehen. Dazu zählen Haushalte, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom jährlich verbrauchen, Personen mit größeren Solaranlagen oder Besitzer einer Wärmepumpe bzw. einer Wallbox für E-Autos.
Was kann so ein schlauer Zähler eigentlich?
Ein Smart Meter ist nicht einfach nur ein Zähler. Er setzt sich aus einem digitalen Messgerät und einem Kommunikationsmodul zusammen. Euer Stromverbrauch wird alle 15 Minuten erfasst und die Informationen werden an den Netzbetreiber sowie den Energieversorger weitergeleitet. Damit seht ihr ganz genau, zu welcher Uhrzeit wie viel Energie geflossen ist.
Für die Netzbetreiber sind diese Informationen ebenfalls wichtig, um das Stromnetz besser und stabiler steuern zu können. Diese schlauen Zähler sind der technische Grundpfeiler für die digitale Zukunft der Energieversorgung, auch wenn ihre Verbreitung in Deutschland noch am Anfang steht.
Achtung, Kostenfalle: Angebote genau prüfen!
Die Absender der Briefe, die „wettbewerblichen Messstellenbetreiber“, sind freie Anbieter auf dem Markt. „Diese können zum Beispiel eine Alternative sein, wenn der eigene grundzuständige Messstellenbetreiber noch keine intelligenten Messsysteme verbaut“, sagt Wallraf. Manchmal sind ihre Dienste auch in Komplettpaketen zur Optimierung des Verbrauchs enthalten.
Aber jetzt kommt der Haken! „Die Preise wettbewerblicher Betreiber sind nicht reguliert, das heißt die gesetzlichen Preisobergrenzen gelten nicht“, warnt die Expertin. Das kann für euch richtig ins Geld gehen.
Der wichtigste Rat der Verbraucherschützer lautet daher: Nehmt solche Angebote genau unter die Lupe und vergleicht sie. „Besonders wichtig ist es, sich nicht unter Druck setzen zu lassen.“ (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
