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Schock für Kaffee-FansNeue Studie enthüllt Preis-Wahrheit und überraschende Vorlieben

Kaffee

Copyright: Michael Brandt/dpa

Ein Cappuccino kostet in Deutschland im Schnitt 3,57 Euro - und damit 10 Cent mehr als im vergangenen Jahr.

Kaffee wird Luxus: So viel darf er die Deutschen kosten.

Für die meisten ist der Morgen ohne ihn undenkbar. Aber unser geliebter Kaffee wird zunehmend zum teuren Vergnügen. Eine brandneue Untersuchung enthüllt, wie sehr die Nation am Kaffee hängt und ab welchem Preis der Spaß aufhört.

Pro Kopf und Jahr fließen in Deutschland im Schnitt 160 Liter des Wachmachers durch die Kehlen. Das entspricht rund 3,2 Tassen jeden Tag. Bei der Altersgruppe der 56- bis 65-Jährigen sind es sogar 3,6 Tassen. Für zwei von drei Befragten ist ein Dasein ohne das Heißgetränk unvorstellbar – Frauen (72 Prozent) hängen dabei noch mehr daran als Männer (62 Prozent).

Diese Erkenntnisse liefert der frische Kaffeereport, eine Zusammenarbeit von Tchibo, dem Magazin „Brand Eins“ und der Datenplattform Statista. Im Januar wurden dafür 1.500 Kaffeeliebhaberinnen und -liebhaber im Alter von 18 bis 75 Jahren zu ihren Gewohnheiten befragt.

Vollautomat jagt Filtermaschine: Wer gewinnt das Duell?

Bei der Zubereitung bahnt sich eine echte Wachablösung an: Die klassische Filterkaffeemaschine wird von 43 Prozent genutzt, doch der Vollautomat ist ihr mit 42 Prozent dicht auf den Fersen. Ein gewaltiger Wandel: 2015 setzte noch eine große Mehrheit von 72 Prozent auf die Filtermaschine, während der Vollautomat bei nur 19 Prozent stand.

Karina Schneider, eine Sprecherin von Tchibo, erklärt diesen Wandel nicht allein mit mehr Bequemlichkeit. Der Wunsch nach ganzen Bohnen, eine frische Zubereitung und ein bewussterer Produktumgang seien ebenfalls wichtige Faktoren. Am häufigsten landet übrigens der traditionelle Filterkaffee in der Tasse (47 Prozent), danach folgen Caffè Crema (38 Prozent) und Cappuccino (34 Prozent).

Preis-Explosion: Kaffee wird zum Luxus-Produkt

Dass der Kaffee empfindlich teurer wurde, hat jeder an der Kasse gemerkt. Für beinahe die Hälfte der Umfrageteilnehmer (47 Prozent) ist er inzwischen ein echtes Luxusgut. Als Gründe für die hohen Kosten gelten Dürreperioden und schlechte Ernten in den Anbaugebieten. Das Statistische Bundesamt meldete, dass Bohnenkaffee im April 2024 im Durchschnitt 57 Prozent mehr kostete als noch im Jahr 2020.

Kein Wunder, dass die Menschen auf Schnäppchenjagd gehen: 85 Prozent kaufen gezielt, wenn Kaffee im Angebot ist. 63 Prozent lagern vorsorglich immer ein bis drei Packungen daheim. Der Marktforscher YouGov stellt fest, dass Konsumenten aus diesem Grund immer häufiger zu den preiswerteren Eigenmarken der Discounter und Supermärkte greifen.

So viel darf ein Kilo Kaffee kosten – und keinen Cent mehr!

Aber wie viel sind die Deutschen bereit, für ein Kilo ihres Lieblingsgetränks hinzulegen? Etwa ein Drittel (35 Prozent) akzeptiert einen Preis zwischen 10 und 12,99 Euro. Jeder Fünfte (21 Prozent) zieht bei maximal 9,99 Euro die Grenze. Lediglich sieben Prozent würden über 20 Euro ausgeben. Dennoch: Fast 40 Prozent sagen, sie würden ihren Kaffee auch dann noch trinken, wenn er teurer wäre, als es ihnen eigentlich passt.

Geht es auswärts ins Café, liegt die absolute Obergrenze für einen Espresso bei 4,50 Euro. Bei einem höheren Preis würden 46 Prozent dankend ablehnen. Die Preisunterschiede innerhalb der EU sind dabei enorm: Während ein Cappuccino in Italien im Schnitt 1,74 Euro kostet, muss man in Dänemark 5,65 Euro berappen. Deutschland positioniert sich mit 3,57 Euro im oberen Mittelfeld.

Kaffee aus dem Labor? Das sind die verrückten Wünsche der Deutschen

Auf die Frage nach ihren Wünschen für die Zukunft antworteten 20 Prozent, dass Kaffee allgemein billiger werden müsse. Jeweils 16 Prozent hoffen auf bezahlbarere Preise für nachhaltig produzierten Kaffee sowie auf fairere Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern.

Die Untersuchung brachte aber auch einige erstaunliche Dinge ans Licht: 36 Prozent der Befragten wären neugierig genug, einen Kaffee zu kosten, der von einer künstlichen Intelligenz zusammengestellt wurde. 15 Prozent könnten sich sogar vorstellen, das Trinken komplett aufzugeben und das Koffein stattdessen in Form einer Pille zu sich zu nehmen. Bei den 18- bis 35-Jährigen ist das sogar mehr als jeder Dritte.

Und ein weiteres Detail verdeutlicht die tiefe emotionale Verbindung: Für drei Viertel der Kaffeetrinker ist es entscheidend, das Getränk aus ihrer persönlichen Lieblingstasse zu genießen. 20 Prozent gehen sogar so weit zu sagen, dass er ohne diese Tasse einfach nicht richtig schmeckt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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