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Krebs-Gefahr im KinderzimmerAsbest in beliebtem Knetsand – was Eltern jetzt tun müssen

Ein Mädchen soielt mit Knetsand

Copyright: Christin Klose/dpa-tmnt/dpa-tmn

Asbestverdacht bei Knetsand: Öko-Test hat 18 Produkte untersucht und in einem Asbestfasern nachgewiesen.

Schock-Fund in Spielzeug! Ein krebserregender Stoff wurde in populärem Sand für Kinder nachgewiesen.

Ein Stoff, der Krebs auslösen kann, mitten im Spielbereich der Kleinsten? Eine absolute Horrorvorstellung für alle Mütter und Väter. Meldungen über Asbestfunde in farbigem Spielsand und Knetmasse haben zuletzt für große Beunruhigung bei zahlreichen Familien gesorgt.

Ganz wichtig zu wissen: Es handelt sich hierbei nicht um den Sand vom Spielplatz. Im Mittelpunkt der Warnungen stehen Sand-Artikel für den Gebrauch in der Wohnung. Dazu zählt auch der sogenannte kinetische Sand oder „Magic Sand“.

Die ersten Funde wurden laut der Nachrichtenagentur dpa außerhalb Deutschlands gemacht, beispielsweise in den Niederlanden und Belgien. Daraufhin kam es zu Produktwarnungen und Rückrufaktionen, von denen hauptsächlich Waren aus chinesischer Produktion betroffen waren. Der Hintergrund: Asbest ist ein natürlicher Bestandteil von Gestein und bei der Gewinnung können die Fasern unbemerkt in das Endprodukt geraten.

Inzwischen haben sich auch deutsche Konsumentenschützer mit dem Thema befasst. Das Magazin „Öko-Test“ erwarb 18 verschiedene Artikel aus dem stationären Handel sowie von Online-Anbietern und ließ sie im Labor auf verborgene Asbestfasern prüfen (Ausgabe 4/2026).

Nur ein einziger Knetsand im Test ist verseucht

Die erfreuliche Nachricht zuerst: 17 von 18 getesteten Knetsand-Artikeln sind asbestfrei. Jedoch sieht das Ergebnis bei einem Sand, der über verschiedene Internet-Shops vertrieben wird, ganz anders aus. Dessen Asbestanteil beträgt 0,1 Massenprozent. „ein Wert, mit dem Bauabfälle bereits als Gefahrstoff gelten“, so die Einordnung von „Öko-Test“.

Der Produzent erklärte auf Nachfrage des Magazins zwar, den Vertrieb eingestellt zu haben. Zum Zeitpunkt, als der Test publiziert wurde, konnte man den Artikel aber weiterhin kaufen.

Eltern müssen weiter bei Rückrufen aufpassen

Die Prüfer von „Öko-Test“ gehen zwar davon aus, dass wegen der Rückrufaktionen bereits zahlreiche der beanstandeten Artikel nicht mehr im Verkauf sind.

Trotzdem empfiehlt Redakteurin Marieke Mariani von „Öko-Test“ allen Eltern, wachsam zu bleiben und offizielle Warnungen im Auge zu behalten. Ob der Sand daheim von einer Rückholaktion betroffen ist, lässt sich auf der Internetseite produktwarnung.eu nachsehen. Ebenso stellt die Stiftung Warentest eine Liste mit belasteten Artikeln online bereit.

Auch die Stiftung Warentest hat vor Kurzem 18 Sand-Artikel auf Asbest prüfen lassen. Die Auswahl umfasste nicht nur Knetsand, sondern auch Dekorationssand, Sand für Klebebilder sowie sandgefüllte Spielfiguren. Bei dieser Untersuchung fanden die Prüfer dreimal Asbest in Deko-Sand, in zwei Fällen bei Sand für Klebebilder und bei einem Knetsand-Produkt.

Verseuchter Sand daheim? Das können Eltern jetzt tun

Zahlreiche Eltern sind nun beunruhigt und stellen sich die Frage: Was sollen wir mit dem Knetsand machen, der sich schon bei uns befindet?

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt eine klare Empfehlung: Solange für ein Produkt keine Entwarnung durch Testergebnisse vorliegt, sollten Kinder und Erwachsene den Sand nicht mehr verwenden. Wurde damit schon gespielt, ist folgendes Vorgehen ratsam:

Einen Grund für Panik gibt es laut den Konsumentenschützern jedoch nicht. Ein Gesundheitsrisiko durch Asbest entsteht vor allem, wenn die Fasern über einen längeren Zeitraum und/oder in starker Konzentration eingeatmet werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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