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Hohe Preise bei Aldi „Seit wann seid ihr so gierig geworden?“ Kundin beschwert sich – Discounter reagiert

Das Schild an einer Kölner Supermarkt-Filiale von Aldi Süd im April 2021.

Das Schild an einer Kölner Supermarkt-Filiale von Aldi Süd im April 2021.

Vielerorts beobachten Kundinnen und Kunden derzeit Preiserhöhungen in den Supermark-Regalen. Einer Frau reichte es jetzt: Sie beschwerte sich öffentlich.

Gasumlage, Spritpreise, Inflation: Verbraucherinnen und Verbraucher haben derzeit an vielen Stellen Mehrkosten zu tragen. Auch im Supermarkt. Eine Kundin von Aldi Süd hat ihrem Ärger über zu hohe Preise jetzt bei Facebook öffentlich gemacht. Der Discounter reagierte umgehend.

„Sagt mal Aldi, seit wann seid ihr so gierig geworden?“ Mit dieser Frage beginnt der Beitrag, den die Frau jetzt auf der Facebook-Seite von Aldi Süd hinterlassen hat. Im Anschluss schildert sie ihre Eindrücke vom letzten Einkauf und macht ihre Kritik besonders an zwei Produkten fest.

Hohe Preise bei Aldi Süd: Discounter gibt Kundinnen und Kunden ein Versprechen

Einmal sei ihr eine Preissteigerung bei Hafermilch von 1,09 Euro auf 1,49 Euro aufgefallen. Außerdem moniert sie die höheren Zahlen an den Preisschildern bei Biogemüse. Suppengemüse aus dem Kühlregal würde beispielsweise plötzlich 2,19 Euro kosten statt vormals 1,89 Euro.

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Diese Preissteigerungen nimmt die Kundin als Anlass für eine Generalkritik an der Preisstruktur bei Aldi Süd. Sie fordert von den Verantwortlichen beim deutschen Discounter: „Ihr habt eine gewisse Machtstellung am deutschen Lebensmittelmarkt, das ist Fakt. Also hört auf, die Preise unnötig hochzutreiben!“

Diesen Vorwurf lässt die Social-Media-Abteilung von Aldi Süd nicht unkommentiert stehen. In einer öffentlich einsehbaren Antwort heißt es, man könne den Frust über die gestiegenen Preise zwar verstehen, „jedoch haben unsere Preiserhöhungen nichts mit Gier zu tun, denn auch wir kriegen die gestiegenen Preise zu spüren“.

In dem Beitrag versichert Aldi Süd, dass man so lange wie möglich versuche, Preiserhöhungen zu vermeiden. „Mehrkosten tragen wir so lange es geht selbst. Und wir ziehen auch eine Reduzierung unserer Marge einer Preiserhöhung vor. Erst wenn wir die Kosten alleine nicht mehr tragen können, müssen wir einen Teil davon an die Verbraucher:innen abgeben“, heißt es in der Antwort des Discounters.

Hintergrund der gestiegenen Preise sei vor allem der Krieg in der Ukraine, aber auch „seit Langem bestehende Probleme“ wie ein Mangel an Lkw-Fahrern oder steigende Produktionskosten und Rohstoffpreise. 

Die Kundin äußert sich in einer direkten Antwort an das Unternehmen wenig verständnisvoll. Sie halte die Preiserhöhungen dennoch für „nicht nachvollziehbar“. In einigen Kommentaren geben ihr andere Facebook-User mit ihrer Kritik recht. Einige zeigen allerdings auch Verständnis für Aldi Süd und nennen ähnliche Argumente für höhere Preise.

Etwas versöhnlich stimmen dürfte die Beschwerdeführerin und andere Kundinnen und Kunden zumindest der letzte Teil der öffentlichen Stellungnahme von Aldi Süd. Darin gibt der Discounter ein Versprechen: „Sobald wir Ersparnisse im Einkauf machen können, passen wir die Verkaufspreise an.“ (mac)

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