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Der große Drink-MythosFaktencheck zu Hafer, Soja & Co. entlarvt die größten Irrtümer

Milchsorten

Copyright: Jens Kalaene/dpa

Echte «Milch» gibt es laut Vorschrift nur von Tieren - aber im Alltag werden auch Pflanzendrinks so genannt.

Hafermilch & Co.: Der große Faktencheck zu den Mythen.

Ob Hafer, Soja oder Mandel – pflanzliche Drinks sind in aller Munde und füllen die Kühlschränke. Aber sind sie wirklich die bessere Wahl? Gesünder, klimafreundlicher und sicher für Allergiker? Ein Faktencheck, der mit den großen Mythen aufräumt.

Die Behauptung, Pflanzen-Alternativen seien gesünder als Kuhmilch, ist ein Trugschluss. Eine klare Einschätzung dazu kommt von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Demnach stecken in Milch und Milchprodukten von Natur aus hochwertiges Protein für die Muskeln, Kalzium für stabile Knochen sowie Vitamine und Jod. Pflanzliche Varianten enthalten diese wichtigen Mikronährstoffe oft nur, wenn sie künstlich beigemischt wurden. Der Rat der Fachleute lautet daher: Wer auf Milch verzichtet, sollte die Zutatenliste genau studieren oder die Nährstoffe anderweitig zu sich nehmen.

Bio-Drinks: Automatisch die bessere Nährstoff-Quelle?

Milch

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Kuhmilch - von Natur aus voller wichtiger Nährstoffe, aber in der Herstellung nicht unbedingt gut für sie Umwelt

Vorsicht, Falle! Bei Bio-Produkten sieht die Sache anders aus. Laut der EU-Öko-Verordnung 2018/848 ist es verboten, Vitaminen und Mineralstoffen zuzusetzen, sofern es kein Gesetz vorschreibt. Für pflanzliche Milch-Ersatzprodukte existiert eine solche Vorschrift nicht. Das Resultat: In Bio-Drinks fehlen diese essenziellen Stoffe. Einige Produzenten greifen zu Tricks und mischen etwa kalziumhaltige Bio-Algen bei. Diese Methode ist juristisch jedoch höchst fragwürdig.

Für Allergiker immer die Rettung? Ein gefährlicher Irrtum!

Wer allergisch auf Milcheiweiß reagiert oder keine Laktose verträgt, greift häufig zu pflanzlichen Drinks. Doch das ist nicht immer die Lösung. Abhängig vom Rohstoff können sie selbst erhebliche Risiken für Allergiker mit sich bringen. Viele dieser Alternativen basieren auf deklarationspflichtigen Allergenen wie Soja, Nüssen, Gluten/Hafer oder Lupinen und müssen auch so markiert sein.

Zusätzlich warnt der Deutsche Allergie- und Asthmabund vor der Unsicherheit bei Hinweisen wie „Spuren von“. Auch wenn der Drink selbst nicht aus einem Allergen gemacht ist, können durch Produktionsanlagen unbeabsichtigte Verunreinigungen hineingelangen.

Brauchen Kinder wirklich Kuhmilch zum Großwerden?

Nährstoffe fehlen: Pflanzliche Milch nichts für Kinder

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Experten: «Pflanzendrinks sind kein gleichwertiger Ersatz für Kuhmilch»

Diese Frage beschäftigt viele Eltern. Wissenschaftler betonen, dass gerade Kleinkinder auf eine verlässliche Zufuhr von Nährstoffen wie Calcium, Jod, Vitamin B2 und B12 angewiesen sind. Pflanzliche Getränke liefern diese von sich aus aber kaum. «Pflanzendrinks sind daher kein gleichwertiger Ersatz für Kuhmilch», so das Urteil des Netzwerks „Gesund ins Leben“, das vom Bundesernährungsministerium ins Leben gerufen wurde. Eltern, die Milchprodukte meiden wollen, wird daher eine qualifizierte Ernährungsberatung dringend empfohlen.

Die genauen Risiken sind schwer zu beziffern, da die Datenlage noch unzureichend ist. Auch Forscher des Max Rubner-Instituts für Ernährung und Lebensmittel merken an, dass die Langzeitfolgen für Wachstum und Gesundheit kaum erforscht sind. Vergleichsstudien legen jedoch nahe, dass ein hoher Konsum von Pflanzen-Drinks in jungen Jahren das Risiko für gesundheitliche Probleme steigern könnte.

Pflanzen-Drinks: Ein Schluck für ein besseres Klima?

Weltweiter Soja-Anbau nimmt stark zu

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Soja - ein beliebter Grundstoff für pflanzliche Milchalternativen - wird auch in Deutschland angebaut.

Hier punkten die pflanzlichen Alternativen deutlich. Milch ist zwar ein wichtiges Nahrungsmittel, belastet aber die Umwelt erheblich. Eine Übersichtsstudie aus 2018 zeigt: Im direkten Vergleich schneidet Kuhmilch bei der Ökobilanz viel schlechter ab. Hannah Ritchie, eine Wissenschaftsautorin, fasst die Resultate für «Our World in Data» so zusammen: Es werden etwa dreimal so viele Treibhausgase ausgestoßen und rund zehnmal so viel Fläche benötigt.

Allerdings gibt es auch zwischen den Pflanzen-Drinks erhebliche Abweichungen. So braucht ein Mandeldrink zwar weniger Land und erzeugt weniger Emissionen als Soja, kann aber den Wasserverbrauch in die Höhe treiben. Einen eindeutigen Gewinner über alle Umweltaspekte gibt es also nicht.

Macht Soja Männer weiblich? Was hinter dem „Soy Boy“-Mythos steckt

Das Schimpfwort «Soy boy» ist in sozialen Medien weit verbreitet. Es basiert auf der Legende, dass Soja Männer „verweiblichen“ könne, da es den Testosteronspiegel senke. Tatsächlich sind in Soja Isoflavone enthalten, die dem Hormon Östrogen ähneln. Die Wissenschaft entkräftet das Gerücht vom Männlichkeits-Killer jedoch. Eine 2020 im Journal «Reproductive Toxicology» erschienene Meta-Analyse von Dutzenden klinischen Studien fand keinerlei messbare Effekte von Soja-Produkten auf die Hormonwerte bei Männern.

Warum „Hafermilch“ nicht Milch heißen darf – mit verrückten Ausnahmen

Leberkäs-Semmel

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Für die Herstellung dieses «Käses» muss keine Kuh gemolken werden: Für «Leberkäse» und «Liebfraumilch» gelten Ausnamen von den strengen Namensregeln

Schon mal gewundert, warum es „Haferdrink“ heißt? Das liegt am europäischen Lebensmittelrecht. Begriffe wie „Milch“, „Sahne“ oder „Käse“ sind ausschließlich für Erzeugnisse aus den Eutern von Tieren wie Kühen oder Schafen reserviert. Bezeichnungen wie Mandelmilch sind daher verboten. Eine Ausnahmeregelung erlaubt aber traditionell etablierte Namen wie Kokosmilch oder Erdnussbutter. Und jetzt der Knaller: Für Deutschland sind laut Verordnung sogar «Leberkäse» und «Liebfraumilch» ausdrücklich erlaubt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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