Plötzlich weiß Burger King-Werbung zeigt Michael Jordan – er ist ein völlig anderer Mensch

Im vergangenen Jahr eröffnete Burger King das weltweit erste Plant-based-Restaurant. Allerdings nur für kurze Zeit. Eine Werbung für eine fleischlose Burger-Variante sorgt derzeit für Wirbel.

Im vergangenen Jahr eröffnete Burger King das weltweit erste Plant-based-Restaurant. Allerdings nur für kurze Zeit. Eine Werbung für eine fleischlose Burger-Variante sorgt derzeit für Wirbel.

Achtung, bei dieser neuen Werbung von Burger King besteht absolute Verwechslungsgefahr. Das Fastfood-Unternehmen wirbt mit bekannten Namen – aber völlig anderen Gesichtern. Und sorgt für Verwirrung, die beabsichtigt ist.

Der Veggie-Boom hält weltweit an, auf dem Markt tauchen immer mehr Alternativen zu tierischen Produkten auf, in den Supermarkt-Regalen ist neben Wurst und Fleisch immer öfter eine fleischlose Variante zu finden. Vegetarische und vegane Ernährung wird immer beliebter, Veggie-Produkte immer massentauglicher.

Seit längerem haben auch die Fastfood-Riesen McDonald's und Burger King, Hochburgen des Fleischkonsums, Veggie-Kost im Angebot. Es soll nicht nur gesünder, sondern auch ethisch einwandfrei und umweltverträglich zugehen, fordern immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher und erzwingen damit auch bei den US-Riesen einen Wandel.

Doch wie nah kann eine fleischlose Alternative dem bislang für sein Rindfleisch beliebten Burger kommen? Burger King spielt jetzt in seiner neuen Kampagne mit dieser Verwechslung.

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Burger King: Werbung mit hochkarätigen Promis, die keine sind

Denn das kennen viele Veganer oder Vegetarier: Einige fleischlose Produkte sind so nah am Original dran, dass man sie doch für Fleisch halten könnten. Unternehmen stecken viel Geld und Forschung in Plant-based-Produkte, die uns Kundinnen und Kunden diesen Geschmack vorgaukeln. Burger King spielt auf diese Art der Verwechslung an – und wirbt mit hochkarätigen Promis – die eben gar keine sind.

Steffi Graf ist zu sehen, ebenso wie Julia Roberts oder Oprah Winfrey. Auch mit Michael Jordan wirbt Burger King. Doch auf dem Plakat ist nicht der Basketball-Superstar zu sehen, sondern ein 37-jähriger weißer Mann mit Brille und Burger in der Hand. Und der Michael Jordan in der Werbung wohnt auch nicht in den USA – sondern in Bayern. Genauer: in Bad Kissingen.

Mit einem Hinweis auf eine vegetarische Burger-Variante heißt es in der Werbung weiter: „Wird häufiger verwechselt“.

Burger King: Veganer üben auch Kritik an der Werbung

Auch die anderen „Prominenten“ tragen nur bekannte Namen, sind aber ansonsten völlig unbekannt. Die Botschaft von Burger King: Der Burger schmeckt so echt, dass sie sich fragen, ob es nicht doch Rindfleisch ist, das sie da kauen.

Während viele auf Instagram die Kampagne feiern, gibt es auch kritische Stimmen. Und zwar vonseiten der Vegetarierinnen und Vegetarier. In einem Kommentar auf einem veganen Online-Portal wird das Kernelement der Werbung hinterfragt: „Denn, wenn man als Fan einen berühmten Welt-Basketballspieler erwartet, und einen deutschen Labor-Chef ‚bekommt‘, dann ist halt nicht ganz klar, ob das nun eigentlich lustig oder enttäuschend ist.“

2022 wird wieder Umsatz-Hoch erwartet

Das entspreche eigentlich nicht mehr dem, wofür pflanzliche Alternativen stehen, so die Kritik. „Sie sollen schließlich Genuss mit gutem, weniger schlechtem Gewissen bieten. Menschen entscheiden sich zudem bewusst für die Alternative – und gerade nicht aus Gründen einer Verwechslung.“

Klar ist: Burger King sorgt mit seiner Kampagne für Aufsehen. Und das ist wichtig, denn auch für 2022 wird in diesem Segment ein Umsatz-Hoch erwartet. Etwa 480 Millionen Euro werden voraussichtlich in diesem Jahr in Deutschland für Fleischersatzprodukte ausgegeben, wie aus Marktprognosen hervorgeht. 2021 waren es 414 Millionen – eine Verdoppelung gegenüber 2019.

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