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Droht eine Rabattschlacht?Aldi und Kaufland mit kräftiger Preissenkung – erster Konkurrent zieht bereits nach

Das Logo von Aldi Süd ist am 13.06.2016 an einer Filiale in München (Bayern) zu sehen.

Das Logo von Aldi Süd ist am 13.06.2016 an einer Filiale in München (Bayern) zu sehen.

Es ist ein überraschender Schritt und eine gute Nachricht für alle Kundinnen und Kunden: Aldi und Kaufland schrauben bei einem wichtigem Alltagsprodukt die Preise runter. Droht nun eine Rabattschlacht? Ein erster Konkurrent zieht bereits mit. 

von Paulina Meissner (mei)

Die Inflation ist längst angekommen, alles wird teurer, die Preise in den Supermärkten steigen gefühlt immer weiter an. Umso mehr überrascht nun eine Preis-Entwicklung beim Discounter Aldi. Denn der schraubt die Preise für ein wichtiges Produkt nun kräftig runter.

Wie die „Lebensmittel-Zeitung“ berichtete, kostet die Deutsche Markenbutter bei Aldi seit Mittwoch (1. Februar 2023) nur noch 1,59 Euro. Und nicht nur das: Auch Kaufland schraubt an seinen Butter-Preisen. Der Preis für die Eigenmarke fällt ebenfalls auf 1,59 Euro.

Aldi: Discounter überrascht mit kräftiger Preissenkung

Das ist eine ganz schöne Ansage, denn zuletzt mussten die Kunden und Kundinnen noch stolze 1,99 Euro für den Block Butter hinlegen.

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Mehr noch, Aldi und Kaufland drücken den deutschen Butterpreis mit dieser Änderung sogar unter das Niveau von vor einem Jahr. Eine positive Nachricht für die Kundschaft und eine echte Überraschung. Denn zuletzt waren die Discounter und Supermärkte vor allem mit Preisanhebungen in den Schlagzeilen.

Was steckt also hinter der plötzlichen Wende? Wie die „Lebensmittel-Zeitung“ berichtet, reagiert Aldi damit auf sinkende Milchpreise. Die Preissenkung um 20 Prozent beziehungsweise 40 Cent drückt den Butterpreis auf 1,59 Euro pro 250g-Packung. 

Butterpreise erreichten im Jahr 2022 Rekordniveau

Zum Vergleich: Ein Block Butter der Eigenmarke kostete bei Aldi Anfang 2022 noch 1,65 Euro. Danach kletterte der Preis fast stetig weiter, bis er im Mai bei 2,29 Euro lag. Kurz vor Weihnachten senkte Aldi den Preis erstmals wieder unter die 2-Euro-Marke. Mit dem neuen „Dauertiefpreis“ von 1,59 Euro wollte der Discounter nun bei den Kunden und Kundinnen für eine „spürbare Entlastung“ sorgen. 

Doch wie sieht es bei anderen Supermärkten und Discounter aus? Droht jetzt eine Rabattschlacht zwischen Aldi, Kaufland, Rewe und Co.? Gut möglich. Kaufland gehört zur Schwarz-Gruppe, der auch der Discounter Lidl angehört. Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka kündigte bereits an, er werde den Preis seiner „Gut & Günstig“-Butter in gleichem Umfang senken. Es dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein, bis auch der restliche Handel nachzieht. Denn: Butter gilt als Eckpreisartikel, an dem sich die Kunden und Kundinnen bei der Preiswahrnehmung eines Händlers orientieren.

Die extreme Preissenkung könnte nun auch den restlichen Markt an Milchprodukten beeinflussen. Experten und Experten rechnen demnach mit einer Entspannung der Milchpreise. Die Rohmilchproduktion in Deutschland hat zudem wieder spürbar zugenommen, so sagte der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes, Eckhard Heuser, der Deutschen Presse-Agentur. Gestiegene Liefermengen und sinkende Nachfrage übten so immer mehr Druck auf die Rekordpreise des Vorjahres aus.

Die neuen Verträge mit der Milchbranche haben eine Laufzeit von vier Wochen. Mit neuen Preissteigerungen nach dem Ende der Laufzeit rechnet der Branchenkenner aber voerst nicht. (mei mit dpa)