Supermarkt der Zukunft Aldi setzt bei neuem Ladenkonzept auf Hightech

Aldi will die neue Technik zunächst in einer Filiale testen. Das Foto zeigt einen Aldi-Markt in der Innenstadt von Utrecht.

Aldi will die neue Technik zunächst in einer Filiale testen. Das Foto zeigt einen Aldi-Markt in der Innenstadt von Utrecht.

Aldi testet eine neue Form des Einkaufens. Die Filialen der Zukunft kommen komplett ohne Kassen aus.

Essen. Aldi will mit einem neuen Ladenkonzept den Einkauf noch schneller und einfacher machen. Im Moment ist es noch Zukunftsmusik, doch schon Anfang 2022 soll der erste Markt geöffnet werden – „unter Realbedingungen“, wie Aldi-Pressesprecher Christian Schneider sagt.

Es klingt zunächst wie eine Szene aus einem Science-Fiktion-Film. In einem Supermarkt einkaufen gehen, ohne sich zum Schluss an der langen Schlange für das Bezahlen an der Kasse anstellen zu müssen.

Doch Aldi will genau das mit einem neuen Ladenkonzept Realität werden lassen.

Aldi-Filiale der Zukunft: Reduziertes Sortiment und Hightech

Die Aldi-Filiale der Zukunft, sie fußt auf zwei innovativen Säulen. Zum einen soll das Sortiment auf das Wesentliche reduziert und in den Märkten klarer strukturieret werden.

Aber vor allem die zweite Säule ist revolutionär. Sie soll die Probleme an den Kassen final beenden. Endloses Schlange stehen, die Waren umständlich ausräumen und scannen lassen. Das würde es bei Aldi dann nicht mehr geben. Denn das neue Ladenkonzept sieht überhaupt keine konventionellen Kassen mehr vor.

Aldi: Sensoren in Regalböden und Kameratechnik automatisieren Kassen-Funktion

„Hierfür nutzen alle Kundinnen und Kunden lediglich beim Ein- und Auschecken den QR-Code einer Kunden-App. Alles andere erledigen Sensoren in den Regalböden sowie die im Store eingesetzte Kameratechnik, die alle Einkaufsbewegungen im Markt erfasst und dem richtigen Kunden zuordnet“, erklärt Aldi-Pressesprecher Schneider.

Eine Kunden-App ermöglicht schließlich einen komplett kontaktlosen und automatischen Bezahlvorgang beim Verlassen des Marktes. Anhand der App könnten Kunden ihren Einkauf auch später noch zu verwalten, Erstattungen zu beantragen oder Feedback zum Einkauf abzugeben, so Schneider weiter.

Das neue Konzept des kassenlosen Einkaufens wird auch etwa von Rewe getestet, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.

Aldi-Kunden in Deutschland müssen sich wohl noch gedulden

Kunden in Deutschland müssen allerdings noch etwas Geduld haben, bis die neue Technik möglicherweise auch in ihren Märkten angeboten wird. Die erste Aldi-Filiale dieser Art soll ab Anfang 2022 im niederländischen Utrecht eröffnet werden. Dann folgt ein zwölfmonatiger Test unter Realbedingungen, der zeigen soll inwieweit der automatische Bezahlvorgang für Kunden und Mitarbeitende die Prozesse vereinfacht. (jv)

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