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Aldi mit drastischer Maßnahme Discounter schmeißt beliebte Produkte aus den Regalen

In den vergangenen Monaten kracht es immer wieder heftig beim Preisgefeilsche zwischen den Herstellern und den Händlern, diesmal gibt es Zoff zwischen Aldi und einem großen US-Getränkehersteller. Der Discounter zieht nun drastische Konsequenzen. 

Die Konflikte zwischen den Nahrungsmittelherstellern und den Supermarktketten toben schon seit Monaten, immer wieder kommt es zu Auslistungen und Lieferstopps. Der Krieg in der Ukraine, Inflation, hohe Energiekosten, teure Rohstoffe und Lieferengpässe haben die Lage noch einmal verschärft. 

Die Hersteller versuchen, ihre gestiegenen Kosten an den Handel und damit an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterzureichen, die Supermärkte versuchen dem entgegenzuwirken. Dennoch müssen ihre Kundinnen und Kunden schon seit Monaten tiefer in die Tasche greifen. 

Aldi: US-Hersteller fordert höhere Preise – und fliegt aus dem Regal

Nun hat auch der US-Konzern Pepsico höhere Preise im deutschen Einzelhandel angekündigt. Doch Discounter Aldi Nord will nicht mitgehen – und nimmt die Produkte fürs Erste aus dem Sortiment. Pepsi fliegt damit vorerst aus den Regalen. 

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Zuletzt stand der US-Lebensmittelkonzern unter Druck, hat aufgrund des Ukraine-Kriegs deutlich weniger verdient. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank der Nettogewinn im zweiten Quartal um rund 40 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,4 Mrd. Euro). Auch der Coca-Cola-Rivale hatte sein Geschäft in Russland nach Putins Einmarsch in die Ukraine stark eingeschränkt – das ließ die Gewinne einbrechen.

Aktuell kämpft auch Pepsico mit gestiegenen Produktionskosten, nach eigenen Aussagen handle es sich um einen „erheblichen Anstieg“, der US-Konzern führt auch die knappen Ressourcen an. „Wir sehen eine Knappheit von wesentlichen Rohstoffen wie Kohlensäure vorher, welches zu weiteren Kostenanstiegen führen wird“, erklärt der Konzern laut „Lebensmittelzeitung“ (LZ).

Aldi: Marke tauch nicht mehr im Sortiment des Discounters auf

Tatsächlich ist Ammoniak aufgrund der hohen Energiepreise derzeit Mangelware – Ammoniak wird zur Produktion von Kohlensäure für Limo, Bier & Co. benötigt. Weil die Mengen derzeit so knapp sind, mussten schon zahlreiche Unternehmen ihre Preise anheben, auch der Deutsche Brauerbund warnte vor „deutlich teureren Preisen“. 

Nun will auch Pepsico ab dem 1. Oktober höhere Abgabepreise im deutschen Einzelhandel fordern. Und Aldi Nord reagiert: Laut „LZ“ wird der Bestand an Pepsi-Produkten in den Regalen des Discounters immer geringer. Und nicht nur das: Die Marke Pepsi taucht auch nicht mehr auf der Sortimentsseite im Internet auf.

Ende des vergangenen Jahres eskalierte bereits ein ähnlicher Preis-Zoff zwischen Edeka und Pepsi sowie weiteren Unternehmen wie Granini, L'Oréal oder Melitta, auch damals ging es um Preisverhandlungen. Zusammen mit anderen Handelsgrößen wollte Edeka bessere Konditionen raushandeln – zum Ärger der Hersteller. Die Folge: Viele Produkte waren sechs Monate lang nicht in den Regalen zu finden. Ob und wie es zu einer Einigung zwischen Pepsico und Aldi Nord kommt, ist noch unklar. (mg)

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